
Der Erfolg der Editors in den letzten Jahren zeigt nun auch die Schattenseiten des „Größer werdens“. Vom Indi zum Mainstream, glücklicherweise nicht in musikalischer Sicht, sorgte für einen vorzeitigen Karten Ausverkauf des Kölner E-Werkes. Die Show wurde kurzerhand ins gegenüberliegende Palladium verlegt. In jedem Winkel des „Clubs“ standen sich Security Arbeiter die Füße platt. Die Editors passten ihr Merch dem gehobenen Status an und präsentierten ein Sortiment an Shirts bei dem selbst Iron Maiden sprachlos werden dürften. Wir überlegten uns, ob wir die Show von der oberen seitlich angebrachten „Tribüne“ anschauen sollten, entschieden uns dann jedoch einen Platz in den vorderen Reihen zu suchen. Trotz gut gefüllter Halle ging es recht friedlich zu. Neben Kids befanden sich auch etliche ältere Besucher im Publikum. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass das neue Album dermaßen gut einschlagen und so viele neue Fans ziehen würde. Außerdem war ich auf die Gewichtung des doch recht unterschiedlichen Materials in der Setlist gespannt. Werden wir eine Rock oder eher eine Elektroshow erwarten dürfen?
Als erstes standen Wintersleep auf der Bühne. Die Band konnte mich nicht begeistern und ging irgendwie an mir vorbei. Im groben im Indirock angesiedelt, jedoch für meinen Geschmack zu langweilig. Ohrenbetäubend klang ein schrecklich aufgedrehter Bass, der trotz Gehörschutz fast unerträglich war. Dieser Zustand sollte leider bis Ende des Abends anhalten.
Etwas spannender präsentierten sich die Maccabees, welche bekannter zu sein schienen, denn es wurden den Musikern Handtücher und Drinks gereicht. Der Sänger hatte wirklich Feuer im Arsch und präsentierte ein Stimmliches Volumen, das von The Pogues über Morrisey bis hin zu den Editors reichte. Die Band unterstrich diese Vorgabe auf hohem Niveau, dennoch hatte ihre Musik am Ende nicht den nötigen Kick um mich zu einem CD Kauf zu animieren.
Für die Editors wurde nun das komplette Brett in Sachen Beleuchtung aufgefahren.
Das Set der Briten wurde mit dem Song “In this Light and on this evening” begonnen. Hinter dem Drumset war eine riesige Lichtwand positioniert, die besetzt mit vielen kleinen Spots für atemberaubende Stimmungen sorgte.
Weiter ging es mit „An end has a start“. Die Band zeigte sich spielfreudiger und Sänger Smith um einiges weniger verpeilt als noch vor zwei Jahren. Besonders der Basser sprang ständig umher. Der Gitarist, welcher sein Topteil mit Actionfiguren schmückte, bediente abwechselnd seinen Sechseiter und die Keyboards in den Songs der neuen Platte. Smith turnte zwischen Piano, Keyboard und Gitarre umher. Von der ersten Sekunde an hatten Editors ihre Fans im Griff und die Textzeilen wurden nicht selten aus über 5000 Kehlen mitgesungen. Es folgte Hit um Hit und zwei Stunden später wurden die besten Songs aus drei Alben zum besten gegeben. Nein, „Munich“ und „Papillon“ fehlten noch, welche sich dann jedoch in den zahlreichen Zugaben einordneten.
Auch wenn mir die Location viel zu groß war, kam dennoch genug Stimmung auf.
In kleineren Gefilden werden wir die Editors in den nächsten Jahren wohl auch nicht mehr erleben dürfen…
Durchde














