Killer Release Records präsentiert am 29.09.01 im Neusser Flic Flac die Bands Briegel,Bratseth und Connection 99

By Durchde


Ich gebe es ja zu,

ein wenig bin ich aus der Hardcore/Punkzene raus, da mir in den letzten Jahre alles ein wenig aus den Fugen geraten ist . Ganz konnte ich meine Jugendliebe dann doch nicht aufgeben und beschloss am Wochenende zusammen mit Laura und meinem alten Kumpel Tim die Neusser Szene zu unterstützen. In der kleinen Kneipe Namens Flic Flac, sollte das erste Konzert von Killer Release Records stattfinden, welches der Guntram von ex-Small but Angry betreibt. Beinahe haben wir das Konzert noch verpasst da dem guten Tim irgendwie der 28.09. im Kopf herumschwirrte.

Es musste ja wieder so kommen, wir wollten uns bei der oben genannten Person treffen und es musste wieder eines der mysteriösen Missverständnissen gewesen sein, denn wir standen vor verschlossenen Türen. Scheißegal, dachte sich Laura und ich und fuhren schon einmal direkt zu Konzi. Dort angekommen erfreute mich der Anblick , das ich endlich mal wieder etwas ältere Jungs und Mädels antreffe und nicht wie es auf den mir zu letzt besuchten Konzerten der Fall war. Ich kam mir immer ein wenig wie der Opa vor, aber egal. Einige nette Menschen, viele kannte ich noch aus fast vergessenen Tagen, füllte die Kneipe und wir machten es uns gleich an der Theke gemütlich. Lecker Pils gab es hier und freute mich nach dem ersten Glas darüber das ich nicht selbst mit dem Auto fahren musste. Aus den Boxen dröhnte netter Punkrock und wollte uns schon einmal auf das Kommende einstimmen. Nach circa einer Stunde des Wartens kam dann endlich der Tim. Unsere Geschichte löste sich nicht wirklich auf, das musste wohl an meinen Bierchen gelegen haben.

Tim erzählte mir das der Guntram eine D.R.I./Raw Power Split 7inch herausgebracht hat, die aber schon ausverkauft sei. Ich hoffe das ich nach den vielen bitten und betteln doch noch zu einem Exemplar komme, da die erste Band mir einiges bedeutet. Noch ein paar Biere später fing endlich die erste Band an zu spielen.

Den Anfang machten die mir bis dato unbekannte Neusser Kapelle Connection 99. Bei dem Namen erwartete ich entweder Punk der alten Schule, oder einen so richtig Prolligen Hardcore. Weit gefehlt, die Jungs und natürlich auch das Mädel spielten eine Mixtur Punk, Garage und Sixtiessound der wohl gerade angesagt ist.



Wirklich vom Hocker riss mich der Beatbetonte Punk nicht. Der Sänger mit Beatelspottschnitt versuchte ständig mit seiner netten Bängerei den Karren aus den Dreck zu ziehen,

und hätte es die nette Gitarristin geschafft,
nicht nur gelangweilt in der Ecke zu stehen und mal ein wenig Pfiff in ihren Backvokals zu bringen, hätte ich sicherlich noch meinen Spaß bekommen. Geschmacksache, und vielleicht habe ich auch schon einfach zu viel getrunken.
Nach der ersten Band mussten wir drei fluchtartig die Kneipe verlassen, da uns der viel Zigarettenqualm auch noch die letzte Luft zu Atmen nahm. Draußen vor der Tür musste ich mir mal wieder das Geprolle eines Gastes reinziehen. Der nette Mann meinte mir ständig an der Jacke zu fummeln und versuchte meinen Empire Strickes Back Aufnäher auf seiner Weise zu interpretieren. Tut mir leid, ich kann es nun mal nicht haben wenn mich jemand betatscht und legte seine Hände dezent bei Seite. Wirklich Ruhe gab er mir nicht ,den jetzt fand der Störenfried gefallen an meine Glatze und stammelte irgendetwas wie:“ Cool Glatze! Braun und so….“ Jetzt reichten mir die Aussagen des Langhaarigen und beendete die Szenerie recht friedlich, indem ich ihm am Kopf knallte:“ Wenn Du nicht Deine Klappe hältst, dann reiße ich Dir alle Haare vom Kopf! Endlich Ruhe, Nazi Punks fuck off!

Wieder drinnen machte ich einen großen Fehler und genehmigte mir einen Whisky. Diese eine Glas schaffte das, was das Bier schon den ganzen Abend versuchte und füllte mich ab. Genau aus diesen Grund möchte ich mich für die Schrecklichen Bilder entschuldigen. Irgendwie kam ich mit meiner Kamera nicht mehr klar und die besten Schnappschüsse sind leider nichts geworden.

Auf der Bühne standen nun die Düsseldorfer Band Bratseth, welche Guntram auf seinen Flyer mit Rockrakete aus Düsseldorf, wie Motorhead auf Speed bezeichnete. In etwa kam ich zur gleichen Überzeugung als die Band ihr erstes Lied anstimmte. Vor einigen Jahren organisiereten wir von New Deal mal ein Konzi mit denen, in der damals unser Basser Tim mitspielte. Das ist lange her und den einzigen neuen Song den ich kannte ist Party Bomb den ich mal auf einen Sampler gehört hatte. Der Schlagzeuger Franky vom Blurr überzeugte mit einer Muppetshow mäßigen Art, das Tier!, das ich Angst hatte der gute würde im Vollsuff sein gutes Schlagzeug kaputt hauen.



Der mir unbekannte neue Basser konnte natürlich nicht wirklich mit dem Scham des alten Tims mithalten

und an der Gitarre rockte der BMX und Skate Gott Achim von Quest for recue.


Der Rotzigfreche Gesang produzierte der ebenfalls mit Gitarre behangende Andy vom Blurr Magazine.


Alle Songs rockten wie sau! Meist recht flott wurden sie geboten und kommen ohne viel Schnick Schnack auf den Punkt. Endlich mal wieder eine Band die nicht auf irgend einen Trend aufgesprungen ist und mit ihren Einsatz auf der Bühne ihre Spielfreude präsentierte. Geile Show und Coole Band.
Ich machte den Fehler und versuchte draußen erneut ein wenig Sauerstoff zu erhalten. Dieser Stieg mir dann doch dank meines Alkoholkonsums ein wenig zu Kopf und wir beschlossen nach einem kleinen Besuch bei Burger King nach Hause zu fahren.

Am nächsten Morgen ärgerte ich mich ein wenig die Band Briegel verpasst zu haben, aber vielleicht ein anderes mal.

Durchde


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