Wohnen da auch Kinder? Oder das Leben auf dem Dorfe……

By Durchde

Ich wohne mein Leben Lang schon auf dem Dorf, ziemlich Ländlich gelegen. Ich erinnere mich noch genau an folgendes Erlebnis.
Ich war als kleines Kind bei Bekannten in der Stadt zu Besuch. Als wir so durch die grauen Gebäude fuhren und an einem Platz parkten an dem die größten Hochhäuser der Stadt standen, fragte ich meine Mutter ob den hier auch Kinder wohnen….

Dieses Erlebnis und vor allem der Satz begleitet mich noch heute. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen wie es ist nicht im Garten oder der freien Natur zu spielen. Wenn ich heute mal in der Stadt unterwegs bin dann fühle ich mich fremd und ein wenig hilflos. Als ich mal bei einem Bekannten in einer anderen Stadt übernachtet habe konnte ich die ganze Nacht nicht schlafen weil die ganze Zeit die vorbei fahrende Straßenbahn am Fenster vorbei donnerte. Ich glaube das mein Kollege den Lärm schon gar nicht mehr wahr nimmt. Er erzählte mir einmal das er am späten Abend keinen Parkplatz mehr fand und am nächsten Morgen mit der Bahn zu seinem Auto fahren musste. Für mich war das schon sehr fremd. Bei mir steht die Karre immer nah am Haus und Morgens werde ich höchstens von ein paar Gänsen oder einem Hahn geweckt. Vor ein paar Tagen wahr eine Arbeitskollegin meiner Freundin bei uns zu Hause . Die beiden wahren so lieb und fuhren mich mit dem Auto zu einer Party. Bei uns auf dem Dorf ist es so üblich lange, sehr lange vor einem Bahnübergang zu stehen. Eine Unterführung wollte die Stadt schon ewig bauen und als ich noch klein war ist sogar aufgrund des langen warten ein alter Mann in einem Krankenwagen auf den Weg zum Arzt gestorben. Das war Krass und es dauerte noch Jahre bis wir bei uns einen Hausarzt bekamen. Wir standen nun also vor den geschlossenen Schranken und warteten. Die Kollegin schaute uns ratlos an und fragte uns was wir den hier machen würden. Wir erwiderten :“ Warten!“ Das kannte die Gute gar nicht und schaute uns verwundert an. Trotzdem freue ich mich hier zu wohnen, wenn ich auf die Strasse gehe dann sehe ich immer die gleichen Leute und beim Becker genau das gleiche. Ich empfinde es als nicht gerade angenehm in einer Anonymität zu leben. Oft beobachte ich es das in der Stadt. Jeder macht sein Ding oder auch nicht und möchte seine Ruhe vor jedem anderen haben. Meist kennt man seine Nachbarn nicht einmal und kaum etwas hat Beständigkeit. Ich genieße das Gefühl hier auf dem Dorfe jede Zeit in die Stadt zu fahren und wenn ich die Schnauze voll habe mich in meine kleine Höhle zurück zu ziehen. In der Stadt haben die meisten Menschen immer das Gefühl etwas zu verpassen, ob es jetzt der letzte Modeschrei ist oder auch die neusten Party und Locations.

Ich liebe es wenn ich durch freie Natur laufen kann und frische Luft atme. Auch wenn die Nachbarn meinschmal lästern am Fenster hocken, kann ich darüber lachen und nehme die Sache mit Humor. Ich weiß das den meisten doch nur langweilig ist und es wohl gar nicht so gemeint ist. In der Stadt da währe ich mir da nicht so sicher. Ich weiß kaum wer sich in der Nachbarwohnung bewegt oder wer mich vielleicht gerade durchs Fenster beobachtet. Als ich letztes Wochenende beim Tim und Axel zu Besuch war erzählte mir mein Freund da so eine eklige Gesichte auf die ich hier aus Rücksicht nicht näherer eingehen möchte. Nur so viel, das war mir nicht ganz geheuer und glaube das es bei uns auf dem Dorf so etwas nicht geben würde. Ich Quartierte mich bei den beiden für ein Wochenende ein und es war ein richtiges Abenteuer für mich. Sie leben in einer Ecke von Köln die schon ziemlich Berlin Kreuzberg mäßig rüberkommt. Wenn man zu denen fährt muss man sich viel zeit für die Suche eines Parkplatzen nehmen, oder man lässt sich am besten bringen. Die Klingel der Wohnung findet man nicht sofort und muss sich Ersteinmahl durch einen Innenhof kämpfen. Wüsste ich nicht wer hier wohnen würde hätte ich schon meine Bedenken hier alleine hin zu gehen.

Das waren ein paar Eindrücke die mir die Tage zum Thema Stadt und das Dorf durch den Kopf gegangen sind…..

Durchde



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