Wir brachen unseren Urlaub in Italien auf Grund schlechten Wetters vorzeitig ab. Meine Freundin Laura wollte noch für zwei Tage ihre Verwandten in der Schweiz besuchen. Da ich kein Freund von Bergen und auch nicht der Schweiz bin, stimmte ich etwas zögerlich zu. Wir packten am frühem Morgen unsere Sachen in dem Fiat Uno (45 PS) und fuhren von Italien aus los. Laura traute sich nicht durch den Gotthardtunnel zu fahren, da es hier letztes Jahr gebrannt hatte. Auf der Hinfahrt nutzten wir schon mit unserem kleinen Wagen den Gotthardpass und schafften es gerade mit letzter Motorkraft auf den Berg. Ich hatte echt keine Lust mehr darauf den ganzen Verkehr aufzuhalten und mit aller Gewalt gerade mal 40 KmH aufs Tacho zu bekommen. Aber Laura ließ sich nicht umstimmen. Na gut nehmen wir halt wieder die gleiche Strecke und stürzen uns in Chaos…
Als wir am Gotthardpass ankamen fing es leicht an zu regnen. Laura freute sich über die schönen Bergen und Panoramen, ich hasste diese Ansicht. Ich hatte schon bei der Bergauffahrt ein schlechtes Gefühl. Das kann doch nicht gut sein, den Motor die ganze Zeit voll zu belasten, ganz von der Kupplung zu schweigen! Laura meinte daraufhin nur, das hat doch auf den Hinweg auch schon geklappt…
Ich kämpfte mich weiter bis wir oben wahren und wieder beschwerten sich all die Fahrer die wir durch unsere Schleicherei aufgehalten haben.
Nun begann wieder die Extremabfahrt. Es geht circa 10 Km hinab und die ganze Strecke braucht man kein Gas mehr zu geben. Beim Rollen kann man Spitze 100 Kmh oder mehr erreichen, ich fuhr jedoch dieses mal dank der nassen Fahrbann etwas vorsichtiger. Die ersten zwei Kilometer verliefen noch Problemlos. Kurz vor einer starken Kurve ging ich stark in die Bremse. Mit erschrecken musste ich Festellen, das ich absolut ins Leere trat. Ich dachte erst ich hätte irgendwie Kupplung und Bremse vertauscht, jedoch bei meinem zweiten Versuch die Geschwindigkeit zu verringern, spürte ich wieder keinen Widerstand mehr im Pedal!
Laura erschrak sich, ich jedoch blieb verwunderlicher Weise cool. Es kam schon die nächste Kurve auf uns zu und diese war fast gar nicht abgesichert. Sofort schaltete ich herunter und bremste den Wagen mit dem Motor ab. In einer Nothaltebucht kam ich gerade noch zum stehen. Da saßen wir beide, zwischen uns die Berge, eine Strasse und sonst nichts. Ich schaute unter die Motorhaube und stellte fest das es sich wahrscheinlich um überkochte Bremsflüssigkeit handeln würde. Da kann uns nur der ADAC weiter helfen! Laura hatte leider kein Guthaben mehr auf ihrer Handykarte und hatten Glück das nicht weit vom Wagen entfernt eine Notrufsäule stand. Laura bestellte von dort aus den ADAC. Jetzt hieß es warten. Wir hatten einen riesigen Hunger und warteten schon auf ein Essen bei Lauras Verwandten. Nur ein trockenes Brötchen und ein paar Schluck Wasser hatte wir noch. Ich kam mir vor wie im Knast! Das war der erste Eindruck den ich von der Schweiz bekommen hatte….
right“> Zum Glück kam recht flott ein Abschleppwagen. Zwar nicht vom ADAC jedoch von einem ihrer Partner. Als der Fahrer zu mir sprach verstand ich kein Wort. Sein Dialekt war zu krass und ich hasse Dialekte, Fuck!!! Dann wahr unser Auto aufgeladen und wir nahmen neben dem Fahrer in der Kabine platz. Er schaltet sein Radio an und was musste ich hören? Schweizer Volksmusik mit Kuhglocken! Das war der zweite Eindruck den ich gewann. Ehrlich gesagt hatte ich die Schnauze schon voll. Zum Glück hatte der Fahrer eine eigene kleine Werkstadt unten im Dorf und wollte uns mal schnell die Bremsflüssigkeit wechseln.
An dieser angekommen musste ich Festellen das wir uns an einer alten Tankstelle befanden und das ganze so richtig schön Hinterhofmäßig! Sofort fuhr er den Wagen rein und setzte ihn auf die Bühne. Ab jetzt ist alles nur noch Routine dachte ich mir. Schnell würden wir wieder weg sein und dann ab auf die Bahn. Doch weit gefehlt!!!
Der gute Mensch kam mir ein wenig unbeholfen vor, als er versuchte mit Unterdruck die Flüssigkeit abzusaugen. So etwas habe ich noch nicht gesehen! Als er die erste Flüssigkeit in einer Schüssel laufen gelassen hatte, platzierte er diese auf der Batterie. Er fummelte irgendwo herum als die Schüssel kippte und über den Motor goss. Das schien ihn überhaupt nicht zu interessieren. Weiß der den nicht das die Flüssigkeit giftig und schädlich für Lack und Gummi ist? Er pantschte herum das ich gar nicht hinsehen konnte. Jetzt wunderte sich der gute warum er denn die Flüssigkeit an der Bremszange nicht ablaufen lassen konnte. Ich wollte mich nicht einmischen und war schon froh das er uns den Wagen überhaupt noch heute fertig machte.
Endlich bat er mich in den Wagen um das Bremspedal zu pumpen. Jetzt lief auch die Flüssigkeit und er konnte die Anlage entlüften. Auch mit der neuen ging er nicht zimperlich um und goss sie überall hin, teilweise sogar in den da für vorgehsehenden Behälter…..
Durchde
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