Es wahr wie Weihnachten, als ich erfuhr das ich aufgrund meiner Bescheuerten Arbeitszeiten, es doch noch schaffen sollte Converge zu sehen! Ich fieberte diesen Tag hin, und wurde nicht enttäuscht…
Als erstes holte ich den Eric von Bahnhof ab und wir hofften das wir mit der Wegbeschreibung die uns Tim gegeben hatte, sicher und schnell ans Ziel kommen werden. Wie Kids auf einem Popkonzert überlegten wir uns welche Sachen wir uns heute Abend von Converge kaufen sollten. Eric meinte, er würde alle verschiedenen Shirts kaufen. Ich hingegen wollte mich mit einem begnügen und dem Tourposter. Mensch Converge werden ja langsam richtig groß! Verstehe ich gar nicht bei ihrem abgedrehten Sound! Warum fahren darauf so viele ab? Die Tour wurde unter anderem von Eastpack gesponsert!!! Unglaublich….
Ich sollte, wie immer trotz der besten Wegbeschreibung nicht direkt zum Ziel finden. Einige Zeit irrten wir durch Mühlheim, wahren ganz in der Nähe, jedoch sofort wieder durch Einbahnstrassen orientierungslos. Wir schafften es dann doch noch und kamen genau zum richtigen Zeitpunkt, der Start der ersten Band dauerte nur noch wenige Minuten. Vorher natürlich, ab zum Converge Stand. Eric kaufte sich Verwunderlicherweise nur ein Shirt, traute er sich nicht?, ich blieb bei meinem geplanten Sachen. Schnell noch einmal zurück zum Auto, die Sachen verstaut und ab ging es in die Konzerthalle. Als erstes gingen Crowpath aus Schweden auf die Bühne. Kaum jemand kannte die Band und das muss wohl auch der Grund gewesen sein warum alle Kids in der hintersten Ecke standen. Ich glaube wenn der Raum noch größer gewesen währe würde die sich auch 5 Kilometer weit weg stellen. Erich vermutete, das hier alle Geklont währen. Ich musste ihm Recht geben, den alle trugen irgendwie schwarz. Selbst die Haare wahren schwarz gefärbt. Alle sahen gleich aus, ich könnte niemanden von denen auseinanderhalten!
Zurück zur Band, vier recht jung aussehende Jungs betraten die Bühne. Sofort legten sie mit ihrem Chaosmetal los, der stellenweise recht Convergemässig rüber kommt. Ich mochte schon die 7inch, auch wenn ihre Hammersongs dort unter dem schlechten Sound leiden. Ja der Sound, der war hier und Live auch nicht besonders gut. Die Band versuchte jedoch ihr bestes und moshte alles in Grund und Boden. Ich glaube nur Eric und ich fanden die wirklich gut. Keiner kam nach vorne und zollte der recht unbekannten Band Respekt. Man merkte schon aufgrund ihrer Performanz das sie wohl noch nicht solange zusammen spielten, aber das war für mich kein Abbruch. Ich glaube das Crowpath mit einem richtig guten Studio Converge das Wasser reichen können. Ich finde sogar das die Band noch ein Stück “härter” zur Sache geht. Viel zu schnell wahr die Show vorbei und hoffe das Band endlich mal eine L.P. aufnehmen werden!
Jetzt bekam ich wieder einmal Hunger und schaffte es den Eric davon zu überzeugen, das es nun wichtig währe einen Imbiss aufzusuchen. Bis zum Anfang von -Paint The Town Red- sollten wir das schon schaffen. Wenn nicht währe es sicherlich auch nicht schlimm die zu verpassen, da wir beide die Band nicht kannten. Ein paar Meter fanden wir eine kleine Pizzeria die uns recht nett erschien. In ihr warteten auch schon ein paar Hardcore Kids auf ihr Essen. Hier wird es sicherlich schnell gehen dachten wir uns und beschlossen uns zu setzten. Nach dem wir unsere Bestellung aufgegeben hatten, viel mir erst auf wie unmotiviert die Frau hinter der Theke an den Pizzen arbeitete. Die hatte wirklich die Schnauze voll! Eine Ewigkeit verging und der Laden wurde immer voller. Ich hatte das Gefühl das die alte Schachtel darauf wartete genug Bestellungen aufzunehmen und dann alles in einem Rutsch zu backen. Oh man! Nach noch längerem warten, kam dann endlich unser Essen. Als ich die Pizza sah musste ich lachen! Das sollte eine große sein? Für den Preis? Hier bekamen Größenordnungen ganz neue Dimensionen…
Wir aßen schnell auf, hatten sicherlich schon was verpasst und löschten diese Bude aus unserm Kopf. Als wir wieder am AZ ankamen fiel mir auf wie viele Menschen nun schon gekommen wahren, sicherlich würde die Bude bald ausverkauft sein. Hoffentlich würden unsere noch kommenden Kölnerkollegen Karten bekommen! Der Witz war, das die Tour nicht nur von -Eastpack – gesponsert, sondern das wir als Stempelersatz alle Neongelbe Armreifen von denen tragen mussten. Wo sind wir den hier, bei U2 ???
Als wir wieder den Konzertraum betraten, war dieser auch schon sehr gut gefüllt. Leider hatten wir -Paint The Town Red- verpasst. Nachdem ich zu Hause den Gratis Sampler von Join The Team Player abspielte und einen Track von denen hörte, war mir klar, das ich was verpasst hatte. Na gut, nun kamen Himsa auf die Bühne. Es reichte mir zu sehen das einer der Gitaristen ein -Grade- Shirt trug, um zu erkennen, das die Band vielleicht nicht schlecht sein würde. Ich hatte ein gutes Gefühl! Als die Band dann loslegte, trauten sich nun auch ein paar Leute mehr vor die Bühne. Himsa spielten ebenfalls Metalcore, jedoch finden sich ansatzweise “melodische” Elemente in ihrer Musik wieder, die das ganze ein wenig auflockerten. Langsam fingen die ersten Zuschauer an wild zu pogen und ich musste mich auch schon wieder aufregen. Was da wieder für Idioten drunter wahren, ist unbeschreiblich. Boxen wild durch die Menge, und wenn man einen von denen am Kragen hat, sind sie klein wie ein Hut! Trotzdem Himsa gefielen mir live recht gut, ob ich mir den Sound jedoch zu Hause auf der Couch anhören könnte, das weis ich nicht.
Wir gingen nach draußen, oder besser gesagt wir versuchten es, denn es fanden sich immer noch mehr Leute ein. Draußen trafen wir dann endlich die “Kölner Jungs” die gerade noch rechtzeitig zu Converge gekommen sind. Vorher sollten noch Caliban spielen, welche mir jedoch nicht als besonders gut empfohlen wurden. Ich ging trotzdem rein und ließ mich eines besseren belehren. Wie konnte es auch anderes, spielte auch diese Band Chaosmetal. Vielleicht sind hier ja doch alle geklont! Die Band spielte sich den Arsch ab und die Gitarren moshten was das Zeug hielt. Die Zuschauer wahren nicht mehr zu halten und drehten nun total durch. Die Musik kam wirklich nicht schlecht, muss ich sagen! Mir wurde es jedoch vor der Bühne zu wild und hatte keine Lust mich heute Abend und vor allem vor Converge zu prügeln. Immer weiter trieb ich in Richtung Türe nach draußen. Dort traf ich dann auch meine Kollegen wieder die schon auf Converge warteten. Nach einer kurzen Umbaupause ging es dann auch schon los.
Als Converge die Bühne betraten brach ein Feuer aus. Alle strömten nach vorne, und vom ersten Akkord an bildete sich ein Megamoshpitt. Leute tanzten wie wild, andere flogen durch die Luft, jedoch ging es für meinen Geschmack um längen friedlicher ab, als bei den anderen Bands! Converge spielten zuerst die Knüppelsongs der neuen L.P., womit sie sofort die Fans auf ihrer Seite hatten. Bei den langsamen doomigen Songs ging die Stimmung für meinen Geschmack etwas in dem schlechten Sound der Halle unter. Stellenweise wahr es ein totaler Brei. Die Band jedoch machte das beste daraus und boten eine super Performance auf der Bühne! Der Sänger rastete total aus und erinnerte mich mit seiner neunen Frisur ein wenig an Carlson vom Dach! Plötzlich stand der sonst eher ruhige Eric neben mir im Unterhemd und rastete total aus. Jetzt konnte mich auch nichts mehr halten und einen Augenblick später fanden wir uns im Moshpit wieder. Ich fühlte mich wie in einem Trance Zustand und dieses Gefühl hatte ich zuletzt bei einem Neurosis Konzert gehabt. Die Band kam ohne zweiten Gitaristen nach Deutschland, jedoch selten haben ich einen zweite Gitarre nicht vermisst. Die Band wahr heute Abend so gut, das es überhaupt nicht auffiel das jemand fehlte. Es ist wie so oft, viel zu schnell ging alles vorbei und am Ende stand ich durchgeschwitzt mit offenen Mund da.
Wir beide verabschiedeten uns recht flott, den Morgen sollte mein erster Arbeitstag in der neune Firma sein. Der Rückweg, oh Wunder, verlief dann jedoch Problemlos……..
Durchde