Gestern stand meine Gerichtsverhandlung vor dem Arbeitsgericht an. Die lächerliche Begründung meiner Kündigung konnte ich nicht akzeptieren. Vor ein paar Tagen habe ich von einem ex Kollegen erfahren, das mein Arbeitgeber schon fest mit einer Klage meinerseits gerechnet hatte. Also wusste er auch genau das ich im völligen Recht wahr und gab mir mit seiner Kündigung zu verstehen, das ich nicht in deren Firmenkonzept passe. (Unsere Firma wurde übernommen..) Durch eine Firmenübername, die in diesem Fall statt gefunden hatte, müsste mich der „neue“ Arbeitgeber mindestens für ein Jahr fest einstellen….
Soviel dazu, ich suchte mir einen Anwalt und dieser schüttelte schon nach ein paar Worten meinerseits den Kopf und konnte die ganze Sache nicht glauben. (Lese vorherige Berichte…) Trotz allem wies er mich darauf hin, das mich der ganze Spaß, egal ob ich gewinne oder verliere, ca. 1000 Euro kosten würde. Ich war mir zwar zu 90% sicher zu gewinnen, aber wenn nicht?
Am Abend vor der Verhandlung wahr ich schon sehr aufgeregt und mahlte mir aus, wie der gegnerische Anwalt mir die Worte in dem Mund herum drehen würde. Am Tag der Verhandlung war ich dann jedoch wieder verhältnismäßig ruhig. Am meisten nervte mich, das ich Klamotten anzog die ich in dieser Kombination eher ungern trug. Aber wie es nun mal leider so oft im Leben ist, zählt der erste Eindruck und wollte mir diesen auf keinen Fall versauen. Um 12.15 Uhr sollte die Verhandlung beginnen und da ich noch einen Parkplatz suchen musste, fuhr ich schon recht früh von zu Hause los. Dementsprechend Früh war ich in der Stadt und fand recht schnell das Gerichtsgebäude. Da mein Anwalt noch nicht da war machte ich mich noch mal auf zum Bäcker. Hunger hatte ich eigentlich keinen, vielmehr kam wieder etwas Nervosität durch. Von dieser Woche hängt so vieles ab. Die Abfindung und die Vorstellungsgespräche. Es muss einfach mal wieder etwas glatt laufen!
Als ich vom Bäcker zurückkam, sah ich schon auf der anderen Straßenseite meinen Anwalt . Ich ging eigentlich davon aus, das wir uns noch einmal beraten würden, aber Schnurstracks ging er mit mir Richtung Gerichtssaal. Zuerst mussten wir durch einen Metalldetektor und kam mir vor als wenn es hier um Leben und Tod gehen würde. Wir marschierten direkt in den Verhandlungsraum und platzten in einen laufende Verhandlung herein. Nachdem wir uns gesessen hatten, öffnete sich erneut die Türe. Ich traute meinen Augen nicht! Meine Chefin persönlich zusammen mit der Personalchefin aus München traten herein! Damit hatte ich absolut nicht gerechnet und staunte nicht schlecht das die beiden ohne Anwalt gekommen wahren….
Es dauerte nur noch wenige Minuten bis wir dran wahren. Als mein Anwalt sich die „Kutte“ überschmiss und eine kleine Brille aufsetzte, da kam ich mir vollends vor wie bei Barbara Salesch. Genau gegenüber saßen meine „Gegner“ denen ich nicht mehr in die Augen schauen wollte. Der Richter eröffnete die Verhandlung und ließ sich von meiner alten Chefin die Kündigung begründen. Die angebrachten Behauptungen, wahren so undurchsichtig und der absolute Blödsinn, so das der Richter ihr Wort sofort brach. Als er die beiden fragte, ob sie schon mal was von deutscher Rechtssprechung gehört hätten, wahr mir klar, das Gericht auf meiner Seite zu haben. Der Rest wahr eigentlich nur noch eine Verhandlungssache. Man merkte recht schnell, das sich meine „Gegner“ schon darauf vorbereitet hatten und auch die geforderte Summe ihnen immer noch lieber zu zahlen war als mich wieder zu beschäftigen. Das ist Deutschland, und es geht uns allen immer noch viel zu gut !!!!
Als ich aus dem Gerichtssaal herausgekommen bin, war ich froh die erste Hürde dieser Woche geschafft zu haben. Wenn der Rest auch noch so gut klappt, dann raste ich total aus….
Durchde