Da wollte ich doch nur mal eben den Peter im Proberaum besuchen!
Als ich meinen alten Kumpel anrief und nach den Probezeiten fragte, erinnerte er mich daran, das doch heute das Cannibal Corpse Konzert sein. Sicher, das hatte er mir schon einmal gesagt, aber irgendwie hatte ich die letzten Tage zuviel um die Ohren….
Ich überlegte nicht lange und fragte ob denn nicht noch ein Platz bei ihm im Auto frei währe. “Kein Problem, komm um 16.30 Uhr zu mir. Mein Schwager und die Manuela kommen auch noch mit!” Cool, das wird bestimmt ein lustiger Abend!
Vor 10-15 Jahren sind Peter und ich sehr oft zur Zeche nach Bochum gefahren. Man kann sagen, das dieser Ort ein Teil unserer Jugend wahr. Hier sahen wir alle Metalbands auf die wir in vergangenen Tagen abgefahren sind. Genau aus diesem Grund wollte ich Heute mitfahren, Nostalgie!
Metal höre ich schon lange nicht mehr, zumindest nicht so intensive. Da heute jede zweite Hardcoreband Metalriffs spielt, hatte ich mich wieder an den Sound gewöhnt und Cannibal Corpse sollte wohl jedem ein Begriff sein!!!
Pünktlich stand ich beim Peter vor der Türe. Als ich in seiner Wohnung eintrat erzählte er mir das die drei schon Karten vorbestellt hatten. Scheiße dachte ich mir, hoffentlich ist der Abend nicht ausverkauft! Wir Quatschten noch ne ganze Zeit bis der -Schwager- aus dem schönen Sauerland mit seinem Audi zu uns herüber geflogen kam. Wir wahren schon etwas spät dran fand ich und mussten nun noch die Manuela abholen. Sie wohnte ganz in der Nähe meiner alten Wohnung und ich wusste gar nicht das dort hinter dem weiten Feld so viele kleine Dörfer warteten. Irgendwo in der Prärie wohnte also Manuela und stand schon am Straßenrand. Als sie sich ins Auto setzte ging es auch schon mit Vollgas weiter. Death Metal von der feinsten Sorte dröhnte aus dem Boxen. Manuela packte zwei Flaschen Schnaps aus mit der Sie und Peter sich die Fahrt verkürzten. Da ich am nächsten Tag zum Sport wollte, trank ich heute mal keinen Alkohol und bot mich als Fahrer für die Rückfahrt an. Irgendwann, wie eigentlich so oft als Beifahrer schlief ich ein und wachte kurz vor Essen wieder auf. Als ich auf die Uhr schaute stellte ich fest das es schon verhältnismäßig spät wahr und der Vorverkauf sicherlich bald beginnen würde….
Als wir auf dem Parkplatz der Zeche auffuhren, wahr sofort wieder diese vertraute Gefühl da. In den letzten Jahren hatte sich hier wirklich nichts geändert. Schnell bewegte ich mich in Richtung Abendkasse und stellte wieder einmal fest, das wir viel zu früh dort wahren. Mit dem Vorverkauf sollte es noch was dauern und so machten wir uns auf zur nächsten Pommesbude. Gesättigt jedoch nicht allzu gut gespeist gingen wir wieder zurück zur Zeche. Eine Karte bekam ich noch ohne Probleme. 19 Euro bezahlte ich und ärgerte mich ein wenig über den “hohen” Preis. Okay früher wahr es auch nicht billiger, bin nur ein wenig verwöhnt von meinen Hardcoreshows. Langsam füllte sich die Halle. Auch hier wahr es nicht anders als im Hardcore, alle gleich gekleidet. Komplett in schwarz, Kutte und Lederjacke und natürlich ne Matte bis zum Arsch. Nein, wirklich keine Kritik!
Ich viel dann äußerlich ein wenig aus dem Rahmen. Glatze, Unterhemd und Muskulös. Sofort hatte ich auch schon ne Nervensäge an der Backe die mich die ganze Zeit nervte. Als er jedoch dann auch noch behauptete das ich Anabolika nehmen würde, fühlte ich mich ein wenig auf den Schlips getreten! Hat der noch alle Tassen im Schrank? Er sollte mich heute Abend noch öfters ärgern, bis zu dem Zeitpunkt an dem ich ausrastete. Sofort wahr die Metalpolizei da und der Ärger legte sich auch bald wieder….
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Okay, die erste Band, ich glaube Viu Drakh betraten die Bühne. Die Band spielte eine Art von Death Metal der mir nicht so gut gefallen hatte. Warum weiß ich auch nicht aber irgendwie kam das alles nicht so überzeugend rüber. Vielleicht auch schon weil ein Großteil der Band kurze Haare trug, das ist kein Metal Leute!!! Okay, ich hatte trotzdem meinen Spaß gehabt…
Nach der ersten Band gingen wir dann zum Auto und ich genoss die frische Luft, während die anderen den Alkohol genossen. Recht schnell ging es weiter und Servere Torture betraten die Bühne. Die Musik von denen wahr mir schon um längen angenehmer. Bei ihrem Death Metal mit coolen Moshparts Sound viel mir auf, wie viel zur Zeit Hardcorebands klauen. Des öfteren schwang ich mein Tanzbein, bis ich klitschnass wahr. Die Luft wahr aber auch die Hölle! Als die Jungs die Bühne verließen, machte ich mich auf zum Auto und zog mir ein anderes Shirt an um nicht zu erkälten. Langsam wurde es Arschkalt da draußen….
Nun betraten Dew Scented die Bühne. Peter erzählte mir, das es sich um eine “neue” deutsche Trashmetalband handeln würde die so richtig gut seien. Davon wollte ich mich natürlich selber überzeugen und zog Peter mit um direkt vor der Bühne einen Platz zu finden. Hier standen wir genau richtig um den Druck der Band zu spühren. Dew Scented kombinierten den Ende Achtziger Trash mit einem kleinen Bruchteil Death Metal würde ich mal sagen. Die Moshparts hauten wirklich alles um. Sofort schlug die Stimmung auf die Fans über und an allen Ecken und Enden wurde wild getanzt. Nun fingen auch schon die ersten an zu diven und alles wahr wie früher! Peter, -Der Schwager- und natürlich der kleine Durchde hatten ne Menge Spaß im Moshpit. Hier ging es recht wild zur Sache, doch passten alle aufeinander auf! Nicht so wie oft in der Hardcorescene ihr Pisser! Wie gesagt, die Band konnte überzeugen und verstand immer wieder die Leute zu motivieren…
Jetzt standen Cannibal Corpse auf dem Plan und noch mehr Zuschauer strömten in die Halle. Vor der Bühne drängelten sich die Fans um ihre Helden hautnah zu erleben.
Nach einem recht doomigen Instrumental Intro legte die Band sofort los. Die Lautstärke wurde noch einmal angezogen. Selten so einen bombastischen Sound erlebt wie heute Abend. Die Band gab alles und enttäuschte nicht. Die Zuschauer sprangen von der Bühne und vergnügten sich im Pitt. Lauthals wurden aus allen Kehlen die Texte “mitgesungen” und die Stimmung färbte wiederum auf die Band ab, die sichtlich ihren Spaß hatte. Leider kannte ich die neuern Sachen nicht so gut, das ich hier nicht einzelne Songs herausheben könnte. Das ist auch gar nicht nötig gewesen, den die Show wahr so genial das ein Hammertrack in den nächsten überging.
Irgendwann ist auch mal der schönste Abend vorbei und mit einem piepsen im Ohr machten wir uns auf zum Auto. Ich musste ja noch fahren, viel mir dann ein und brachte meine besoffenen Kollegen sicher nach Hause….
Ein schöner Abend den man bald mal wiederholen sollte!
Durchde