Der Vorteil eines Schichtarbeiters?
Richtig, auch mal unter die Woche auf Shows gehen zu können , dann wenn Andere früh aufstehen und zur Arbeit müssen
Amanda Woodward. Ich liebe Französische Screamo Bands.!!!
Gab es Mitte der Neunziger noch reichlich, ist dieser Bereich heute eher spärlich gesät…
Es lag also nahe an diesem Abend nach Leverkusen zu fahren, wenn leider auch alleine.
Jedoch sollte sich später Fabi von Faced Moment auch im HDJ einfinden, jetzt aber Ersteinmahl der Reihe nach…..
Eines war mir klar,
ich konnte noch so eine gute Wegbeschreibung dabei haben, diese würde mir nichts nützen wenn meine Navigatorin Namens Laura ausfallen würde.
Ich habe einfach absolut kein Händchen dafür einen Weg zu finden, unglaublich…
Diesen Misstand schaffte ich auch am Montag Abend mal wieder bestens unter Beweis zu stellen. Falsche Richtung der Autobahn gefahren und so einige Ortschaften auf und ab durchsucht.
Der Klopper war als ich direkt vor dem Laden stand und nach dem Weg fragte!
Nicht genug?
Als ich den Parkplatz des HDJ befuhr viel mir auf das ich hier vor Jahren doch schon öfters gewesen bin!!!
Nehmt Rücksicht auf einen alten Mann.
Auf dem letzten Drücker, so wie ich meinte, schaffte ich es gerade rechtzeitig.
Keine Band des Abends hatte begonnen zu spielen.
Leider musste ich feststellen das kaum Besucher vor Ort waren und schon gar kein bekanntes Gesicht…
Was soll es? Wann werde ich die Möglichkeit haben Amanda Woodward mal wieder live erleben zu dürfen?
Irgendwie schaffen es in letzter Zeit immer mehr Konzerte mich in die schönste Zeit zurück zu setzten, alles wird gut!
Drei Bands am Abend und an jeder einzelnen Interesse zu haben, heute keine Selbstverständlichkeit mehr.
In den Plattenkisten nur Scheiben die mich interessieren und die Atmosphäre des langsam füllenden Konzertbereich des Ladens wie im Wohzimmer.
Wirklich nett!
Nach einem kurzen Telephonat erfuhr ich das Fabi sich alleine auf dem Weg gemacht hat und seine Bandkollegen leider heute Abend absagen mussten. Er würde auch noch etwas brauchen da er umherirren würde, ich bin nicht allein…..
Immer froh einen netten Menschen an der Seite zu haben rundete die gesamte Situation heute Abend ,nach langer Zeit wieder in einem kompletten Wohlbehagen.
Als Bonbon hatten Amanda Woodward heute ihre neue CD im Gepäck welche offiziell noch gar nicht erschienen war. Natürlich fand diese den direkten Weg in mein Autoradio, geladen für den Rückweg.
Gerade quatschte man noch über Gott und die Welt da betrat auch schon die erste Band des Abends THE APOPLEXY TWIST ORCHESTRA die Bühne. Als die Jungs anfingen war ich überrascht über den guten Sound des Mischers. Kleines Jugendzentrum gute Arbeit, so liebe ich es. Die Band überraschte mich ebenfalls.
Fand ich ihren Sound nach dem Download einer ihrer Songs noch nicht sooooo überragend, konnte mich live ihr Sound vollends überzeugen. Wuchtiger Scremo, zwei Gitarren, kein Bass und ne Menge hektische, vertrackte Momente. Musik die sicherlich ihre Zeit braucht um sie zu verstehen, keine leichte Kost, kam live jedoch sofort überzeugend. War schon ein schönes Brett was die beiden Gitarristen dort ablieferten. Aus dem Mikro kam Scremo vom feinsten, viele netten Metal Blastparts, Stellenweise beängstigte Knüppelelemente, gerade so als wollten sie alle Besucher davon überzeugen das unsere Welt abgrundtief schlecht ist, verzweifelt eine Lösung für das Problem zu finden. Alles insgesamt sehr Böse.
Haben mich sehr überzeugt die Jungs und freue mich schon diese noch einmal auf dem Summer Slam genießen zu dürfen!
Nach einer kurzen Umbaupause betraten dann CALLING GINA CLARK die Bühne.
Auch ihr Sound ging eher in die anspruchsvollere Richtung. Will meinen, viele Jazz Elmente verpackt nahe des Bereich des Chaos. GINA CLARK behielten jedoch einige klassischen „old school Emo Elemente“ und konnten mich somit noch ein Stückchen mehr von ihren Fähigkeiten überzeugen als ihre Vorgänger die schon wirklich klasse gewesen sind….
Screamo mit einigen netten Slayer Parts gemixt. Vor allem konnten ihre Jazz Elemente und der verspielten Gitarrensound überzeugen. Schön waren die Passagen an denen der Gesang fast klar verständlich geschrieen wurde um sofort wieder in wilde Brüllattacken aus zubrechen. Habe kaum eine Band vorher gehört die es schafft so viele Parts in einem Lied zu verpacken. Mit viel liebe zum Detail. Genial…….
< Nun kam aber endlich der Höhepunkt des Abends.
Es wurde immer voller im Bereich der Bühne und in der Menge fanden wir dann auch Stevie vom Kill Kim Novak wieder. Kurze Begrüßung und einige Augenblicke später begannen AMANDA WOODWARD ihre Show. Die Band bot einen guten Mix durch all ihre Platten. Ich war gefesselt von der ersten bis zur letzten Minute ihre Liveshow. Selten eine solch perfekte Spielweise gesehen, alles schien zu stimmen.
Ihr sehr emotionaler Scremo beweißt auch live die Bestätigung einige Hitcharaktere.
Ich war stellenweise so extrem meiner Gefühle verfallen das ich im Nachhinein gar nicht mehr sagen kann ob die Band auch Songs von der neuen L.P. gespielt haben. Alle Lieder verschwammen in einem Mix von Emotionen.
Menschen tanzten und Gesichter brachten zum Ausdruck das sie sich über diesen gelungenen Abend mindestens genauso freuten wie ich mich selbst.
Es herrschte ein Wärme, ein Gefühl der besten Momente an Konzerten der letzen Jahren. Ich erschrak förmlich als der letzte Songs angesagt wurde. Einen Moment lang völlig abgeschnitten von Raum und Zeit……
Nach einem kurzen Gespräch mit Stevie verschwand dieser dann auch genauso „heimlich“ wie er gekommen war
-Sehen uns in Arnsberg!!!!-
Später lief uns dann der Sänger von den leider aufgelösten Engrave über den Weg.
Seine Kollegen hätten Probleme mit ihrem Wagen.
Leider hatte ich kein Werkzeug dabei und konnte ihnen nicht wirklich weiter helfen.
Das währe es jetzt noch gewesen, eine schöne Schraubernacht!
Nun war es aber dann doch Zeit sich zu verabschieden. Bis zum nächsten mal Fabi und Stevie
Und ich habe mich nicht mehr verfahren……….
Durchde