Was Waterdown gibt es immer noch?
Nachdem ich lange nichts mehr von meinen Helden aus Osnabrück hörte, habe ich wohl schon einer der besten deutschen Hardcorebands abgeschrieben….
Umso erfreulicher als ich eine SMS von meinem Bruder mit dem Hinweis einer Show in Kölle bekommen hatte.
Zu Dritt, inklusive meiner Freundin, machten wir uns mal wieder viel zu früh auf zum Underground.
Warten in der Kälte , darauf hatten wir keine Lust und suchten die Pommesbude am Laden auf.
Laura steuerte direkt zum Hintereingang um von einigen dort wartenden und blöd dreinschauenden Mädels zu erfahren das hier „zum Glück schon lange kein Imbiss mehr währe.“…
Ein Blick auf die Frontseite des Ladens verriet mir das aus der kultigen Pommesbude mit den leckeren Gemüseburgern ein Tattooladen geworden ist.
Wahren wir wirklich so lange nicht mehr hier gewesen????
Somit machten wir uns dann auf nach Burger King um bei ein paar Pommes in Erinnerungen zu schwelgen…..
Zurück durch die Kälte -backt to the Underground.
Langsam füllte sich die kleine angeschlossene Kneipe und der Einlass wurde von 19.30 Uhr auf 20 Uhr verlegt. ;-(
Ich rechnete mit einem Eintrittspreis um die 7 Euro , empfand die ausgeschlagenen 9 Euro dann für zuviel.
Hätte ich mich auf die Show heute Abend nicht so sehr gefreut währe ich wohl wieder nach Hause gefahren.
Dazu kam noch das Laura und ich am nächsten Tag wieder früh raus mussten, aber nun genug mit dem gejammere
))
Während circa eine Stunde Wartezeit wurden wir berieselt mit -Jello Biafra- welcher mich über die absolut verqualmte Atmosphäre hinweg tröstete…..
Nach einiger Zeit machten sich Fire in the Attic dann doch noch die Mühe die „Bretter welche die Welt“ bedeuten zu betreten……
Die Jungs, wenn ich sie richtig verstanden hab aus Bonn kommend, spielten einen -Boy Sets Fire, Victory bla bla bla Sound- welcher nicht sonderlich spektakulär klang.
Jedoch gaben sich Fire in the Attic Mühe und rockten ganz gut.
Den meisten gefiel es und es bildete sich der erste Moshpit.
Nach fast einer dreiviertel Stunde wurde es mir zu langweilig und war froh als die Band ihren letzten Song spielten…..
In der Umbaupause zu Waterdown zogen wir es dann vor raus zu gehen um Luft zu schnappen.
War es heute so extrem oder bin ich so empfindlich geworden?
Zu Beginn der Watershow war der Laden wie ich schätze fast ausverkauft.
Die Stimmung war gut und ich konnte es kaum erwarten die Band ohne ihren zweiten Sänger zu erleben.
Gleich zu Anfang boten die Jungs einen neuen Song der mich nicht so recht begeistern konnte.
Einer der Beiden Gitarristen und überwiegend der Bassist teilten sich den melodischen Gesang welcher zu Anfang nicht so recht passen wollte….
Der Sound wirkte um einiges brutaler und gerade die neuen Songs wiesen mehr Metalmoshelemete auf.
Stellenweise bleibe mir fast die Luft weg und an anderen Momenten in den schnelleren Passagen kamen alte Suicidal Parts durch.
Ihr Frontmann schrie was das Zeug hielt und gab dem aggressiven Sound ein Sahnehäubchen.
In den ruhigen Momenten versagte der Bassist in den Gesangpassagen völlig und leierte vor sich her.
Hier muss unbedingt noch etwas mehr kommen!
In den Rockigen Passagen schlug er sich dann jedoch ganz tapfer ![]()
Vielleicht hängt auch noch der Vergleich zum altem Sänger im Ohr und ich tue Waterdown unrecht…..
Es machte auf Jeden Fall Spaß auch wenn die „Ansagen“ und Aufforderungen ans Publikum lächerlich waren.
Währe dann nicht noch der Sänger von Mournful auf die Bühne gekommen und gab bei einem Song eine Rapeinlage, währe ich wunschlos glücklich nach Hause gefahren.
Es blieb nach dem letzten Song ein fader Beigeschmack, den Fans gefiel es und mir reicht das Gefühl das Waterdown endlich wieder zurück sind…………
Durchde
Schlagworte: Underground, Waterdown