Show Review heute mal vom Fabi -Faced Moment-. Danke das Du an mich gedacht hast und was nettes geschrieben hast! Leider musste ich diese Hammershow krank im Bett verbringen ![]()
Matula und Captain Planet also bei uns in Wuppertal. Und eine Woche vor dem Konzert bekamen wir spontan die Einladung als Ersatz-Band am Abend einzuspringen. Da sagten wir natürlich nicht Nein!
Wie immer begann der Konzert-Abend für uns mit ein wenig Aufregung. Diesmal verfuhren wir uns ausnahmsweise mal nicht, aber ganz kurzfristig gaben alle Autos, die unser Equipment zur Location befördern sollten, den Geist auf. Nach einigen Telefonaten gelang es uns dann aber doch einen Fahrdienst zu organisieren. Gegen 6 Uhr trafen wir im AZ ein und ich durfte ausnahmsweise Mal das meiste Zeug selbst ins Gebäude schleppen. Wir hatten die Ladefähigkeit eines Combi nämlich um einiges überschätzt und so mussten Merlin und Mirko per Bus zur Location düsen. Einige Zeit später trafen dann auch Matula und Captain Planet ein. Die Bands hatten eine 5stündige Autofahrt hinter sich, waren aber dafür sehr gut drauf! Nachdem so ziemlich alles an Verstärkern, Instrumenten und Sonstigem im AZ war, bekamen wir ein sehr leckeres veganes Abendessen. Danach ging es ans gemütliche Aufbauen und gegen 20h wurde der Laden langsam voll. Beim Linecheck bemerkte ich, dass mein Bass-Amp wieder einmal die falschen Anschlüsse für die gestellte Bass-Box hatte. Aber die Bassisten von Matula und Captain Planet waren so freundlich mich über ihre Top-Teile spielen zu lassen…Vielen Dank noch mal dafür!
Gegen 9h ging es also für Faced Moment los und obwohl Mirko´s Stimme mal wieder krankheitsbedingt ziemlich angeschlagen war, funktionierte es echt gut für uns. Eine halbe Stunde lang zockten wir unser neues Set ohne nennenswerte Verpatzer durch. Leider konnte ich nicht besonders viel von der Bühne aus sehen, aber Anhand des Feedbacks nach der Show schien es den Leuten echt gut gefallen zu haben. Garnicht so selbstverständlich, wenn man mal beachtet, dass wir die einzige Schrei-Emo Band des Abends waren. Besonders cool waren die Kommentare von Matula und Captain Planet, die mit so einer Musik gar nicht gerechnet hatten und sich schlagartig als Schrei-Emo Fans zu erkennen gaben. Im Laufe des abends beschlossen wir dann den Zusammenschluss von „Screamo & Punk“ zu feieren. Als nächstes kamen Matula auf die Bühne und überraschten mich mit einer Mischung aus Emo und Punkrock, die ich bisher nicht für möglich gehalten hatte. Ohne jegliche Szene-Klischees verpackten sie ihre beat-lastige Musik mit ohrwurm-tauglichen Melodien und einem 3-stimmigen Gesang. Die Stage-Action lud zum mittanzen ein. Gegen Mitte des Sets beschlossen 2 Punk-Kids mit einem spontanen Pogo-Tanz die ganze Stimmung zu versauen. Ich bekam gleich einen Ellbogen in die Rippen und musste mal wieder an mich halten, um nicht direkt wieder auszuflippen. Thorben von Matula bat die Jungs dann mit den Zuckungen aufzuhören: „Ihr nehmt mit 2 Leuten den Platz für 20 ein. Warum tanzt ihr nicht auf der Stelle wie die anderen, das macht mehr Spass!“ Daraufhin musste ich spontan applaudieren. Aber zurück zur Musik: Matula begeisterten auf allen Ebenen und können es locker mit jeder Szene-Größe aufnehmen. Ich kann die Band aus Neu-Münster allen nur wärmstens empfehlen. Insbesondere der Song „Zielgerade“ ist auf jeden Fall ein richtiger Hit, der ohne die übliche, lyrische Phrasendrescherei auskommt und einfach nur mitnimmt.
Direkt nach dem Gig wurde erstmal ausgelassen weitergefeiert. Ich war teilweise so in all den Gesprächen vertieft, dass ich fast den Auftritt von Captain Planet verpasst hätte. Dabei machte genau diese Combo den krönenden Abschluss des Abends. Direkt von Anfang an nahm die Show das gesamte Publikum mit. Nicht nur die wahnsinnig gute Stimme des Frontmanns Arne zog jeden anwesenden in den Bann, sondern auch die Gesamtpräsenz der Band. Besonders Bassist Henrik zog mit seinen „Youth-Crew Jumps“ ein wahres Punkrock-Kino ab und irgendwie fühlte man sich einfach gut der Band zuzusehen. Mein absoluter Favorit war übrigens der Song „Tod in der Heide“. Ein Hammer-Song, den jeder, der sich für Emo oder Punk interessiert auf jeden Fall gehört haben muss! Besonders beachtlich war übrigens, dass ziemlich viele Fans aus dem Norden für dieses Konzert angereist waren und zur Gesamtstimmung des Abends einen erheblichen Teil beitrugen. Das nenn ich Unterstützung, weiter so! Gegen Ende des Gigs lagen sich alle einfach nur in den Armen und der Abends war perfekt!
Um zum Abschluss zu kommen: Ich bin als Punk-Hasser in den Abend gegangen und kam als Punk-Fan aus der Location raus. Wenn alle Bands der Szene so wären, wie diese beiden, dann könnte man mit dieser Musik noch viel mehr erreichen! Hoffentlich sieht man sich wieder!
Fabi [Faced Moment]
Durchde
Schlagworte: Captain Planet, Faced Moment, Matula