Was für ein herrlicher Tag, Sonnenschein, Rollerfahren!
Wenn am Abend auch noch Mesh spielen kann ich wahrlich von einem perfekten Tag sprechen!
Meine Kollegin plus Anhang trafen erst recht spät bei mir ein was ich mit einem nervösen auf und ab gehen und ständig auf die Uhr gucken quittierte.
Passend zur Abfahrt öffnete der Himmel seine Schleusen und es goss wie aus Kübeln.
Nachdem wir in der Nähe der Live Music Hall einen Parkplatz gefunden hatten konnten wir ohne lange Wartezeiten die Lokation betreten.
Ich befürchtete das die Vorband Mechanical Cabaret schon spielen würden, bemerkte dann das ich wieder einmal viel zu früh war….
Keine Band auf der Bühne, Scheiß T-Shirts am Merchstand, gut gefüllte Halle….
Es verging noch etwas Zeit, wir suchten uns einen Platz direkt vor der Bühne und beobachtete die Ordner hinter einem Sicherheitsgraben !
Unglaublich, so etwas kannte
ich nur aus Clips von Viva und Konsorten
Das wir kein Wechselobjektive mitbringen durften (das war nur der Presse gewehrt) verstand ich noch, warum jedoch nicht mit Blitz Fotografiert werden sollte weniger….
Irgendwann betraten Mechanical Cabaret die Bühne.
Der dürre und ziemlich abgedrehte Sänger der Band hatte Mühe das Publikum für sich zu gewinnen.
Für Jeden Track brauchte er eine neue Zigarette und schien er nicht recht bei der Sache zu sein.
Knipste mit seiner Digicam oder machte anderen Blödsinn.
Sein Gesang, welcher meiste aus gesprochenen Wörter bestand, konnte mit ihrem eigentlich sehr guten Elektrosound nicht mithalten.
Als der Wicht dann auch noch sein Shirt auszog …
Wie es die Band dann doch schaffte gegen Mitte des Sets das Publikum auf ihrer Seite zu ziehen war unglaublich!
Der leiernde „Gesang“ wich einer ziemlich melodischen Stimme und die Band schien aus ihrem Schlaf aufgewacht zu sein.
Bis zum Ende boten Mechanical Cabaret gute Unterhaltung…..
Freundlich wurde sich nach ihrem letzten Track verabschiedet und die Bühne endlich frei gemacht für Mesh.
Die Halle war nun proppevoll und als das Licht im Saal erlosch wurden die drei Musiker von Mesh mit tosenden Applaus begrüßt.
Zusätzlich mit von der Partie war ein Schlagzeuger welcher druckvoll den Sound der „Elektro Boys“ zu unterstützen wusste.
Hinter der Bühne war eine Leinwand platziert welche Auszüge aus ihren Videoclips, Textzeilen und eine Menge wirres Zeug zeigte.
Netter Visuelle Bereichung wie ich fand.
Nachdem die Autogrammstunde in Köln aus Krankheitsgründen abgesagt wurde, befürchtete ich schon das Mesh heute nur halbe Sache machen würden. Weit gefehlt!
Die Engländer spielten Tracks quer durch alle Alben, Sänger und Keyboarder schwangen sich des öfteren die E-Gitarren um und rockten das Haus.
Tanzbare Nummern wechselten sich mit langsameren Tracks.
Auch -Non Hits- wurden zum besten gegeben so das kein Fan enttäuscht wurde.
Ein geiler Sound , recht laut, begleitet mit einer guten Live und Bühnenperformance.
Mesh hatten in jeder Sekunde ihre Fans in den Händen, alles tanzte, sang oder genoss die geile Stimmung.
Nach 90 Minuten Spielzeit kamen die Jungs sage und schreibe dreimal zurück auf die Bühne um auch noch ihren letzten Track zu spielen.
Glücklich, ausgepowert und sehr zufrieden zogen wir mit tauben Ohren durch den Regen und verfuhren uns fast auf dem Heimweg….
Ein sehr netter Abend.
Schlagworte: Mesh