Weblog-Archiv für 1. Mai 2006
Collin Kramer R.I.P
Mai 1, 200629.4.06 De/Vision, Iris, Reborn Beton und Minerve auf dem Pluswelt Festival im Krefeld
Mai 1, 2006
Passend zur Abfahrt zur Kulturhalle in Krefeld setzt der Regen ein, mal wieder typisch, passendes Konzertwetter.
Auch das wir mitten in einem Stau landen mussten, heute hatten wir uns mit der Anfangszeit richtig verzockt.
Die erste Band würden wir bestimmt verpassen das war mir klar, hoffentlich nicht Iris …. Nicht weit von der Kulturhalle fanden wir einen Parkplatz und bewegten uns rasch durch den Regen zum Eingang.
Der Laden war gut gefüllt und Minerve beendeten gerade ihr Set.
Das was ich noch mitbekam hat mir sehr gefallen, guter melodischer Elektropop!
Der Sound heute Abend war nicht zu laut die Leute nicht zu nervig was die Sache sehr angenehm machte.
Auch das es weder Ordner vor Bühne noch eingeschränktes Verbot fürs Fotografieren gab….
Neben dem üblichen Bandmerchandise fand sich auch ein kleiner Plattenstand welcher jedoch leider nur CD`s anbot.
Die Shirts gefielen mir im gesamten nicht so gut , Geld gespart , habe schon genug und teure Hobbys….. ![]()
Es ging recht zügig weiter und Beborn Beton standen auf der Bühne.
Der ausdrucksstarke Sänger beherrschte verschiedene Facetten und konnte mit seinem druckvollen Gesangstyle überzeugen.
Seine Kumpels kamen mir etwas zu lustlos rüber.
Ihr Set bestand aus verschiedenen Bereichen welche von EBM bis zum Elektropop reichten.
Im Gesamten fehlte mir etwas an Druck von der „Rhytmusfraktion“ auch das Spiel am Elektro -Drumkitt kam zu lasch rüber.
Den meisten hat’s gefallen, das ist und war die Hauptsache…..
Als nächstes kamen Iris auf die Bühne.
Ihre letzte Platte –Wrath- hatte mich absolut vom Hocker gerissen.
Ich weis wirklich nicht mehr wie oft ich sie schon gehört ….
Die Angst von der live Show enttäuscht zu werden war besonderes groß.
Selten brachte ich solche Vorfreude für ein Konzert an den Tag!
Von der ersten Minute an hatten Iris mich in ihrem Bann gezogen.
Ich muss gestehen das die Texaner eine der besten Popbands für mich geworden sind.
Der Sound der überaus sympathischen Band klang Live noch besser wie auf Platte.
Die Arbeit an der Gitarre war nicht wie so oft im Elektrobereich nur ein Beiwerk, klasse Band.
Die besten Tracks von allen Platten boten Iris zum besten.
Die Zuschauer flippten aus , gaben tosenden Beifall und auch der Sänger zeiget sich sichtlich gerührt von den überschwappenden Emotionen.
Es lag eine entspannend und wunderbare Stimmung in der Luft, kaum zu beschreiben.
Am Ende mussten Zugaben gespielt werden, so schnell wollte sich Niemand von Iris verabschieden…
Wundervolle Platte, sehr nette Band , Klasses Konzert!
Besser konnte man es wohl nicht machen.
Um ehrlich zu sein war ich wieder einmal an dem Punkt angekommen an dem ich schon nach Hause fahren könnte.
Schwer würde es werden für eine Band das gerade erlebte zu Toppen, selbst wenn die Nachfolger De/Vision hießen.
Ich sollte mich irren und die Stimmung konnte tatsächlich noch getoppt werden!
Eine interessante Lichtschow unterstütze den sehr Powervollen Live Sound.
Wie auch schon im letztes Jahr unterstütze die Band ein Schlagzeuger und Gitarrist.
Beide hätten auch aus einer Hardcore/Metalband stammen können, sehr verbissen und Einsatzfreudig zeigten sich die beiden Jungs.
De/Vision hatten ihre Fans in der Hand.
Trotz ihres Bekanntheitsgrades gaben sie sich locker und Publikumsnah.
Die Beiden sorgten für sehr gute Stimmung, selbst der Keyboarder blieb nie ruhig an seinem Platz verharrt.
Vorteil wahr sicherlich das neue sehr abwechslungsreichere Album.
Es durften neben ihren tanzbaren Stücken auch die ruhigen tiefenwirksamen Songs nicht fehlen.
Die Band spielte Material aus all ihren Schaffesphasen und beglückte nach einigen Zugaben den Fan mit knapp zwei stunden Spielzeit welche wie im Flug an mir vorbei zogen….
De/Vision haben mir heute sogar noch einen Tick besser als wie auf ihrer letzten Tour gefallen!
Auf dem nächsten Plusweltfestival bin ich sicher wieder am Start…..
28.4.06 Schrottgrenze und Herrenmagazin im Kölner Underground
Mai 1, 2006
Vom Besuch eines Kollegen direkt ein paar Strassen weiter zu einem Konzert, so etwas ist der Dorfmensch nicht gewöhnt….
In Mitten meines Konzertmarathons steht heute die Schrottgrenze Show in Kölle an.
Nach der dämlichen Location/Besucher im Neusser GSH heute die Band im Kölner Underground, Yeahhhhhhh!
Vor den Türen warteten Hunderte Punks, soffen , sangen und feierten bei ausgelassener Stimmung.
Was der Bandname „Schrottgrenze“ bewirken kann/konnte ! ![]()
Irgendwie will ich den Ansturm der Kids bei den Hamburgerjungs nicht verstehen.
Die machen doch heute eher Indi Rock als Deutschpunk…
Nun gut, das Underground war gut besucht und bot nun mit der versetzten Theke etwas mehr Platz im Konzertraum.
Eigentlich wollte ich mich heute mit dem Timo treffen, als ich ihn aus der Ferne erblicke, kam ich nicht mehr durch die Menschenmassen!
Sorry und ein dickes Hallo an dieser Stelle an Dich…
Als erstes spielte die mir bis dato unbekannte aus Hamburg kommende Kapelle –Herrenmagazin-
Diese recht Junge Band, mit ihrem ersten Demo am Start, spielte typischen Indipunk im Style vom Tomte, Kettcar und wie sie alle heißen.
Für meinen Geschmack zu langweilig , die Texte zu Psydointellektuell.
Warum müssen Lyriks in diesem Bereich immer klingen als wenn sie von einem bekifften Literaturstudenten geschrieben worden?
Allright, die Jungs gaben sich Mühe, kamen beim Publikum an und spielten gegen Ende ihres Sets eine Coverversion von den Wohlstandskindern….
Nach dem obligatorischen Umbau, standen Schrottgrenze in neuer Formation und Platte auf der Bühne (Schlagzeuger/Sänger spielt nun Gitarre/Gesang).
Zu Begin des Sets kam das Outro Ihres neuen Werkes vom Band.
Als die Hamburger die Bühne betraten wurden sie von tosenden Fans empfangen.
Eine ausgelassene Spielfreude gepaart mit positiven Auftreten wurde zu Tage gelegt und es ging ziemlich wild im Underground zu.
Dieses gefiel der bescheuerten Sicherheitskraft gar nicht und zog tatsächlich Kinder aus dem Pitt, einer wurde sogar rausgeschmissen weil er zu wild tanzte!
Diese Aggressive Art hätte ich eher auf einen -Macho Metal Konzert- erwartet aber Doch nicht hier?!
Gitarrist Timo rockte wie Sau und stand keine Sekunde still.
Auch der nach vorne gerückte Frontmann verstand es wie immer durch nette Gestiken seine emotionalen Lyriks zu untermauern.
Ja , Schrottgrenze wahren heute Abend richtig gut, spielten alles was wichtig schien, sogar die völlig anderes klingenden neuen Songs kamen beim meist Jungen Publikum sehr gut an!
Allerdings schmälerten der Auftritt der Sicherheitsleute und der total überfüllte Laden für mich Teil die Stimmung. Immer wieder musste ich rausgehen um frische Luft zu schnappen, vielleicht werde ich aber auch langsam zu alt für so etwas ?
Später traf ich mich noch mit Flo von Collin Kramer.
Ich musste erfahren das seine Band das zeitliche segnen wird,nur noch drei Shows.. R.I.P
Wir quatschten noch lang und vergaßen die Zeit um uns herum.
War wieder einmal ein netter Tag in Kölle ….