Du braust Zeit, viel Zeit um Neurosis zu verstehen. Nach einem für Neurosiswerhältnisen kurzem Intro folgt mit dem ersten Song ein recht langer Instrumentalpart der von Violinen begleitet wird. Endlich setzt der Gesang von Steve ein und ihr werdet es nicht glauben, er versucht zu singen! Erst langsam steigert sich der Song um in der Mitte in gewohnter Manier zu explodieren. Es wird ein tribialisches Feuerwerk gezündet, das Dich fast zu zerreißen droht! Spätestens beim Titelsong, A sun that never sets wird klar das Neurosis 2001 erneut bereit sind und einen Schritt weiter zu gehen. Die Undurchsichtigen Soundwände weichen schleppenden Melodien und mit fast klarer Gesang schaffen es die Jungs durch ein sehr gezielten Stimmungsaufbau mich fast von ihnen zu zerreisen. Die Gewohnten Samples werden fast völlig verdrängt von den neuen gradlinigeren Soundstrukturen und schaffen es gerade so auf fast magische Weise in den Wahnsinn zu treiben. Auf jeden Fall hört man in jeden Song die Verdrehtheit und Schizophrene Stimmung der Band, bei der ich meinschmal das Gefühl habe, das diese versuchen wollen durch ihre ins Hirn fräsende Klänge den Teufel auf Erden zu beschwören. Ich denke das Neurosis sicher einige Fans mit ihrem veränderten Sound verlieren wird, mich hat jedoch die neue Platte nach mehrmaligen Anhören genauso gepackt wie damals die L.P. Souls at Zero.
Durchde