Die Tage flatterte mir der von den Rammstein Fans sehnsüchtig
erwartet Ableger Emigrate ins Haus.
Gitarrist Richard Z. Kruspe als Songschreiber und Sänger erfüllt sich in der Schaffenspause seiner Hauptband einen Lebenstraum und veröffentlicht unter anderem zusammen mit dem Drummer von Clawfinger dieses Sideprojekt.
Wer einen Rammstein Clone erwartet darf gleich weghören, der Innovativen experimentellen Industrial/Metal verliebten Hörer sollte sich mal näher mit dem am 31.8 erscheinen Werk auseinander setzen.
Das Riffing in den härteren Passagen dürfte der einzigste nennenswerte Vergleich zu seinem Brötchengeber sein.
Das Album klingt nach einem von Fessel gelöster Musiker dessen angestaute Ideen in einem starren Korsett wie Rammstein niemals zu Geltung hätten kommen können.
Schnelle druckvolle Songs treffen auf emotionale Balladen mit Tiefgang.
Besonderes der Gesang dominiert über das gesamten Konzept.
Schön harmonisch und weniger aggressive und wütend, klar/verständlich wenn auch in Englischer Sprache vorgetragen .
Die 11 Tracks besitzen in den Refrains fast schon Hymnencharakter, einige erinnern sogar an Placebo (Song: Temptation).
Wie zu erkennen ist es nicht leicht ein solch umfangreiches Album in ein paar Zeilen zu umreißen.
Es würde dem Werk Emigrate auch nicht gerecht werden.
Die Scheibe dürfte selbst nicht Rammstein Fans gefallen und es währe doch gelacht wenn die Band nicht schon bald ganz oben mitspielen dürfte….
x Durchde x
Schlagworte: Emigrate