De/Vision im Kölner Prime Club ?
Wo soll nur eine Band ihres Kalibers im kleinen Schlauchförmigen Club das Equipment geschweige den ihre Fans unterbringen?
Pünktlich in Köln angekommen begann auch schon ein paar Minuten später der Einlass.
Als der Club zur Hälfte gefüllt war startete circa eine Stunde früher als angegeben die erste Band des Abends.
Die mir unbekannten Akanoid boten leichten Elektropop, Iris nicht unähnlich.
Allerdings hätte sich das Quartett den Schlagzeuger sparen können.
Der Drumsound wirkte nicht Homogen in Verbindung mit ihrem Elektrosound und störte mehr als er unterstützte.
Der Gitarrist würde sicherlich lieber in einer Rockband spielen,
dafür gab sich ihr Sänger größte Mühe und hatte eine ordentliche Klangfarbe.
Von der weiblichen Besetzung bekam man (leider) kaum etwas mit.
Was machte sie eigentlich dahinten, nach Keyboardspielen sah mir das nicht aus……
Michigan enterten die Bühne und ich war anfänglich voller Vorfreude.
Die Band ist zum Duo geschrumpft und wirkte etwas Pfad.
Leider wurden fast nur neue Songs vom noch nicht erschienenden Album -Pulse of Pain- gespielt, viele Hits fehlten leider auf ihrer Setlist.
Der Sound war klasse und der Tanzwütige Keyboarder konnte die etwas eintönige Performance aufheitern…..
Steffen und Thomas von De/Vision betraten im Nebel die Bühne und aus den Boxen drangen die ersten Akkorde von -Deep Blue-.
Passend hierzu prangte hinterm Keyboard eine riesige Lichtwand welche zur Songuntermalung ein prächtiges Lichtspiel bot.
Klasse 80ies Style und passend zum neuen Coverdesign.
Mit auf der Bühne natürlich wieder Unterstützung an Gitarre und Schlagzeug.
Der Drumsound war Großartig und fügte sich ebenso wie die Gitarre Nahtlos in den synthetischen Sound De/Visions ein.
Steffen hatte mit seiner sympathischen Art sofort das Publikum im ausverkauften Club fest in seinen Händen und führte es durch die besten Songs ihrer 20 Jährigen Musikgeschichte.
22 Tracks (inklusive mindestens zwei Zugaben) wurden in einer tanzwütigen Bühneperformance geboten.
Steffen sprang wie ein Gummiball und zeigte keine Ermüdungserscheinungen.
Die Niedrige Bühne und die direkte Nähe zum Publikum sorgten für ein nettes Wohnzimmerfeeling.
Zwar wurden die beiden deutschen Tracks nicht gespielt, es dürften aber am Ende alle zufrieden gewesen sein als eine ausgepowerte Band die Bühne verließ ….
x Durchde x