Gespeichert unter: Bücher - gelesen | Schlagworte: Heinz Sobota, Minus-Man
Der Ende der 70iger Jahre erschienene Realitätsroman -Der Minus-Mann- stammt aus der Feder des Serienkriminellen Heinz Sobota welcher über die Hälfte seines Lebens im Gefängnis eingesessen hat.
Schon als Jugendlicher wurde er straffällig und ließ keine erdenklichen Verbrechen aus.
Schonungslos beschreibt Sobota sein Leben als äußerst aggressiver und hemmungsloser Mensch der sich nahm nachdem was er verlangte auch wenn er dafür über Leichen gehen musste…
-Der Minus-Mann- ist ein Buch welches zum Glück nie Verfilmt worden ist.
Besonderes seine Erlebnisse und Taten im Knast sind unglaublich abstoßend.
Im Sog dunkelster Vorstellungskräfte gefangen und Niemals die Gefühle von Hoffnung oder gar Liebe kennen gelernt zu haben vegetierte der Autor ….
Etwas störend sind jedoch die teilweise im Wiener Dialekt verfassten Dialoge.
Wer Jedoch verdammt starke Nerven hat , ein Buch welches geradeheraus geschrieben vom Abschaum der Menschheit zu sein scheint, sollte sich -Der Minus-Mann- zu Gemüte führen.
Vorsicht ist geboten, vielleicht bist Du der nächste welcher das Buch schon nach wenigen Seiten entsetzt in die Ecke pfeffert ….
x Durchde x
7 Kommentare bis jetzt
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Ich habe den “Minus Mann” selbst gerade ausgelesen, wohne in Wien, und da ein großer Teil der Handlung sich in dieser Stadt ereignet war es für mich natürlich umso spannender da ich die Straßen, Orte und teilweise auch die Lokale selber kenne, und das Buch dadurch an Glaubwürdigkeit und Authentizität gewinnt! Es ist wirklich nicht für zartbesaitete Menschen geeignet, da vermutlich wahrhaftig geschehene Verbrechen, aus Sicht des Täters und auch eines so scharfsinnigen Beobachters beschrieben werden, welche einem teilweise den Schauer über den Rücken jagt. Wer aber aufpasst und zwischen den Zeilen lesen kann (Was der obrige Reviewer definitiv nicht geschafft hat) wird erkennen dass es um weit mehr geht als eine bloße Aneinanderreihung grausamer Verbrechen.
Kommentar von bernd Mai 14, 2008 @ 8:20 Uhr nachmittagsIch möchte die Taten des Autors nicht beschönigen, genausowenig wie er sie versucht hat rechtzufertigen, es wird von einer Welt berichtet die die Meisten von uns zum Glück nicht kennen, vor der sich viele fürchten!
Der Autor weist eine sehr große rhetorische Begabung auf (angesichts der Umstände umso erstaundlicher!)schreibt aber vieles denke ich bewusst simpel, derb, unschön, obszön, aggressiv.
Wiener Dialekt ist störend? - Vielleicht schwer zu verstehen aber auf jeden Fall unbedingt notwendig um die gewünschte Authentizität zu gewährleisten.
Ich möchte dieses Buch nicht empfehlen, denn wie auch in der Realität werden die meisten Menschen wohl lieber die Augen vor dieser Seite der Welt verschliessen wollen.
Danke
Ich habe den Minus Mann gelesen und bin sehr beeindruckt!Für mich war es sehr spannend zu wissen was auf der straße wirklich abgeht/ging. Auch find ich es sehr GUT das er genau detalierte wie es im Gefängnis abging um manchen Menschen die Augen zu öffnen!. Das Buch faszienierte mich und ich wüsste sehr gerne wissen was aus ihm heute geworden ist, wie er lebt was er macht ob er überhaupt noch lebt und warum es nie zu einem 2. Buch gekommen ist!Ich finde es ehrlich schade das es nie verfilmt worden ist! Es ist keine entschuldigung für des was er machte aber ein Zeugnis aus seinem Leben das sehr wichtig ist und jeder rceht darauf hat es zu veröffentlichen!
Kommentar von Sarah Mai 21, 2008 @ 5:23 Uhr nachmittagsNatürlich ist dieses Buch obszön, derb und aggressiv. Aber macht das nicht eben auch die Realität aus, in der er gelebt hat?
Kommentar von Alexander Ueberall Mai 22, 2008 @ 10:37 Uhr vormittagsSchade finde ich, dass es noch nicht verfilmt wurde(FSK 18). Aber wer weiß wozu es gut ist, da man garantiert enttäuscht sein würde.
Ich würde dieses Buch weiterempfehlen, um zu verdeutlichen, was Alkohol und Drogenkonsum aus einem Menschen machen kann.
Danke Euch fürs Feedback!
Jeder hat halt seine Meinung und so soll es ja auch sein
Nein, natürlich fand ich das Buch auch spannend.
Die Neugierde siegte und ich lass das Buch auf Empfehlung. Allerdings bleibt Sobota für mich ein Schwerverbrecher und seine Taten sind meiner Ansicht nach durch nichts zu entschuldigen.
Ich denke solch einen Stoff kann man nicht verfilmen. Der Stoff dürfte zu kommerziell ausfallen und könnte nur schlecht von einem anderen “Darsteller” gespielt werden.
Ich hatte neulich irgendwo gelesen das Sobota lebt, ein “normales” Leben führt und das es im Gesundheitlich gut gehen solle ….
Gruß
Durchde
Kommentar von Durchde Mai 24, 2008 @ 8:18 Uhr nachmittagsSchade als Film wäre dieses Buch bestimmt auch ein Knaller ! zumindest würden die “normal bürger ” auch mal sehn was die Justiz aus Leuten macht…
Kommentar von Gerhard hommel Juli 13, 2008 @ 7:15 Uhr nachmittagsGrüße an Heinz Sobota
Ich habe Heinz Sobata persönlich getroffen und kennengelernt. Es war Ende der Siebziger Jahre, in er Nähe von Can. Wir, mein Mann, ein befreundestes Ehepaar und ich, haben die ganze Nacht in einem Hotelgarten zusammen gesessen und geredet. Er war ein faszinierender, aufregender und gut aussehender Mann. Ein guter Erzähler, ich war hin und weg von Ihm. Danach erst habe ich sein Buch gelesen “Der Minusmann”, was mich auf der einen Seite entsetzte und auf der anderen Seite wiederum neugierig machte mehr über diesen Mann zu erfahren. Danach habe ich Ihn allerdings in einem etwas anderen Licht gesehen. Ich habe dieses Zusammentreffen bis heute nicht vergessen und würde gerne wissen was aus Ihm geworden ist.
Kommentar von Doris Juli 21, 2008 @ 9:26 Uhr vormittagsGrüße von Doris
Hallo Zusammen,
erst einmal möchte ich mich bei Euch für die Interessanten Kommentare bedanken.
Ich hätte beim schreiben des Reviews nie damit gerechnet das für das Buch/Thema solch ein Interesse besteht. Zur Zeit ist dieser Beitrag der meist aufgerufenster Beitrag (507 Views zur Zeit) auf meiner Seite)
@Doris> Das klingt ja sehr interessant was Du da schreibst! Hat Heinz auch von seiner “Geschichte” erzählt ? Es muss schon ein sehr komisches Gefühl sein wenn man später die ganze Wahrheit über ein Buch erfährt , möchte nicht wissen wie ich mich fühlen würde.
Wähe wirklich interessant zu erfahren was Heinz heute macht ….
Kommentar von Durchde Juli 21, 2008 @ 9:48 Uhr vormittags