
Mit Cloverfield hat man einen ähnlichen Rummel versucht wie damals zum Film Blair Witch Projekt.
Ein Trailer welcher nichts zeigte außer den abgerissenen Kopf der Freiheitsstatur ließ Raum für Spekulationen. Und es ist tatsächlich bis zum Filmstart keine weitere Info zur Story durchgesickert.
Die Erwartungen wahren derart hoch das sie natürlich auf keinen Fall erfüllt werden konnten. Der komplette 80 Minuten dauernde Film ist mit verwackelten Handkamera gefilmt.
Ich kann mit dieser hektischen Optik leben, für viele schien es zu anstrengend, anderen wurde sogar schlecht!
Eine Gruppe junger Leute feiert eine Abschiedsparty welche mit der besagten Handcam gefilmt wird. Plötzlich werden Erdbeben in Manhattan gemeldet und es fliegt der Kopf der Freiheitsstatue durch die Strasse….
…. sehr viel mehr an Story gibt es nicht im Film nicht ….
Die größte Kreatur erinnert an eine eklige Version von Godzilla und wütet durch die Stadt. Richtig zu erkennen ist allerdings nichts, halt immer nur soviel wie eine Kamera aus der Hand eines flüchtenden Partygastes zulässt.
Man kann den Film als Kunstwerk verstehen , dann ist er interessant.
Erwartet man einen Hollywood Smasher wird man arg enttäuscht.
Der Film funktioniert auf eine völlig emotionale Ebene und versucht mit unseren Ängsten zu spielen. Besonders die Szenen im U-Bahnschacht sind bedrückend …
Gerüchte zu Folge soll es eine Fortsetzung geben, ob diese nötig ist sei dahin gestellt.
Aus dem Gesichtspunkt das keine Frage beantwortet worden ist, könnte es vielleicht interessant umgesetzt, spannend werden …
Durchde
Ich fand Clovefield gar nicht mal so schlecht, das ständige Kameragewackel war zwar wirklich nevig(In einigen US-Kinos wurde ja sogar vor Kopfschmerzen und Schwindelanfällen gewarnt).
— SPOILER!!!_—————
Was auch genervt hat war das sich die Protagonisten föllig Sinnfrei verhalten haben, sie hatten 2 mal die Chance mit dem Leben davon zu kommen, die sie nicht genutzt haben, dann sag ich einfach SELBER schuld! Und auf dieses Haus neben dem halb umgestürzten zu laufen war ja wohl mehr als Dämlich, das sie da lebend rauskahmen fand ich äußerst unrealistisch.
Btw.. ich hatte nach dem Film starke kopfschmerzen, die wackelorgie war wirklich dämlich, das sie da nen Amateur imitieren wollen ist ja schön und gut, aber warum muss das dann gleich nen Parkinson-Kranker werden?
Ist es Kunst, sitzen die Macher vielleicht gerade auf der Sonnenseite des Lebens und glätten die Geldscheine? War Cloverfield vielleicht die irrefürendste Vermarktung eines Low Budget Filmes ?
Mogelpackung mit Kultfaktor ? Eines ist klar, sollte es eine Fortsetzung geben zieht diese Strategie nicht noch einmal ….
In Europa hat man leider nicht die volle Marketing-Kampagne (Guerilla-Marketing) zu Cloverfield mitbekommen. Die Seite Cloverfieldclues bietet dazu eine recht umfassende Sammlung:
http://cloverfieldclues.blogspot.com/
Interessant fand ich beispielsweise die Einführung einer fiktiven Getränke-Marke namens “Slusho”, die konkret mit dem Film nichts zu tun hat, jedoch bei näherer Recherche sogar Lösungsansätze für die Entstehung des Monsters bietet. Sicherlich hat die komplette Kampagne annähernd die Produktionskosten des Films verschlungen. Auch die Online-Ausstrahlung von fiktiven Nachrichtensendungen (es ist auch eine in deutscher Sprache dabei) zeigt hier einen Marketing-Aspekt, der den Kinobesucher weit über den eigentlichen Besuch des Films fordert, um den Film und dessen Universum überhaupt im Ansatz zu erfassen.
Was man davon halten soll, dass sei dahingestellt. Es ist natürlich schade, dass man in Deutschland nur über Umwege von der Kampagne Wind bekommen hat. Ich persönlich habe die Kampagne in den letzten 4 Monaten aufmerksam verfolgt und war dadurch auch nicht vom Film enttäuscht.
Einen künstlerich hohen Anspruch würde ich dem Film jedoch nicht unterstellen. Es ist ein gut gemachter Hollywood-Film, der endlich mal ein wenig innovativ ist und in gewisser Weise eine Bastard-Version zum Katastrophen-Film “I Am Legend” darstellt.
Für mich als Fan der TV-Serie “Lost” war vor allem ein Aspekt am Anfang des Films interessant: Man sieht für den Bruchteil einer Sekunde bei einer Einstellung am Anfang das Logo der fiktiven “Dharma Initiative”, die bei “Lost” eine wichtige Rolle spielt und allem Anschein nach durch wissenschaftliche Experimente das – durch eine mathematische Formel vorhergesagte – Ende der Welt aufhalten will.
Man Bedenke: “Cloverfield” und “Lost” haben die gleichen Produzenten und Drehbuchschreiber. Eventuell scheint es hier also eine Verwebung des Universums von “Lost” und “Cloverfield” zu geben. Für mich zwar kein Genie-Streich, aber ein recht interessanter Schachzug.
Fazit: “Cloverfield” macht auf jeden Fall Spass…vor allem, wenn man im Internet ein wenig dazu recherchiert
Hy Fabian!
Interessante Sichtweisen zum Film.
Leider wurde hier durch weglassen der Kampagne wie Du schreibst ein Teileffekt vom Film zerstört.
Glaubst Du an einen weiteren Cloverfield ?