
[2008 Intergroove]
Die Tage flatterte mir die IO CD in den Briefkasten.
Das Cover erinnert an Sin City. Die Band ist in Schwarzweiß platziert und der Hintergrund im schraffierten Rot. Vorne steht ein böse drein blickender Mann mit blutbeflecktem Unterhemd, hmmmmm…..
Im Presseblatt stolpere ich über Namen wie Henning Rümenapp, Stefan Ude und Dennis Poschwatta. Richtig, da war doch was, die Guano Apes!
Fünf Jahre sind ins Land gezogen und in Deutschland ist, durch die nicht mehr aktive Ausnahmeband im Crossover, ein schmerzliches Defizit geblieben.
Zur neuen Formation fand sich am Mikrofon Soul Sänger Charles Simmons, welcher schon mit Moses Pelham oder Xavier Naidoo arbeitete.
Die 12 enthaltenen Tracks auf – For the Masses – wurden vom Guano Apes Hausproduzenten Fabio Trentini im Horus Sound Studio produziert.
Es wurden politische Ausdrucksformen auf den Punkt gebracht, mit der Message „Deutschland und Europa noch einmal richtig in den Arsch zu treten“ spielte die Formation schon etliche Konzerte und steht mit ihrem Debüt am 1.8.2008 in den Läden.
Ob „For the Masses“ wirklich mehr als nur ein Slogan ist, wird sich zeigen, an dieser Stelle gibt es meine Eindrücke zum Silberling:
In den ersten beiden Tracks geht es sofort zur Sache. Ein Mix aus Guano Apes und Faith no More rockt aus den Boxen. Im balladenlastigen Song „In You“ spielen IO Ihr Ass aus dem Ärmel, nehmen sich am Riffing etwas zurück und erlauben Charles Simmons Ausbreitung seiner vollen gesanglichen Bandbreite. Perfekt abgestimmte Instrumentierung, gekoppelt mit einem genialen Stimmvolumen, erlauben IO einen markanten Wiedererkennungswert.
Ihre Rückkehr ins Musikgeschäft verlangt dem Hörer mehr Eingang, kann sich aber schon bald in ganzer Blüte entfalten.
IO werden keine Eintagsfliege und ganz bestimmt nicht die neuen Guano Apes, auch wenn es im Riffing, wie oben erkannt, einige Parallelen zu finden sind.
Auch in den folgenden Songs bedient man sich aus einem Fundus von Rock und Sinnlichkeit, Wut und Harmonie, im wechselnden Einklang.
Ich bin gespannt, wie das Album einschlagen wird, meinen Segen haben die Jungs allein schon aufgrund des großartigen Gesangs.
Tracklist:
1. Say Something
2. Don T Mean Nothing
3. In You
4. Attention
5. Stupid People
6. Mind Game
7. Fight Back
8. Stand My Ground
9. Rage
10. The Last To Know
11. Legacy
12. When I Fall
Ab Oktober auf Tour:
– For The Masses Tour 2008 -
30.09. BOCHUM, Matrix
01.10. WEINHEIM, Cafè Central
02.10. WINTERTHUR (CH), Salzhaus
04.10. BREMEN, Lagerhaus
06.10. HAMBURG, Knust
07.10. DRESDEN, Scheune
08.10. MÜNCHEN, Backstage
10.10. SCHWEINFURT, Stattbahnhof
11.10. GÖTTINGEN, Musa
17.10. BERLIN, Magnet
18.10. SULZBACH/MÜRR, Belinda
24.10. COLOGNE, Underground
07.11. KREMS (A), Avalon Exil
08.11. PETTENBACH (A), Bauhof
09.11. WIEN (A), B72 w/4LYN
Durchde
Schlagworte: For the Masses, Guano Apes, IO, Review