Saxon – Into The Labyrinth – Review

By Durchde

Hmm, ich höre jetzt ca. mein halbes Leben lang Heavy Metal, aber eine Saxon-CD hat sich bisher nicht in meine Sammlung verirrt. Woran liegt’s? Trotz ihres allgemeinen Klassiker-Status’ habe ich bisher noch keinen Song von diesen NWOBHM-Veteranen gehört, der mir wirklich essentiell vorkam… Na ja, eigentlich auch eine relativ gute Grundlage, um sich dem mittlerweile 18. Saxon-Studioalbum doch eher unbefangen zu nähern.

„(…)a mix of powerful in-your-face rock songs and pure heavy metal tracks“ meint Sänger Biff Byford, damit hat er nicht ganz Unrecht, wenn auch die Auslegung von „powerful“ Geschmackssache ist. Im Krefelder Twilight Hall Studio unter der Regie von Charlie Bauernfeind aufgenommen, verfügt „Into The Labyrinth“ auf alle Fälle schon mal über einen guten Sound. 13 Tracks inkl. zwei Intros und einem Remake sind enthalten, ein vierzehnter Track soll nach der Veröffentlichung des Album iTunes-exklusiv erhältlich sein.“Live To Rock“ gibt’s schon jetzt als Download über die Band-Homepage.

Der Opener“Battalions Of Steel“ ist ein keyboardlastiger Bombastsong, schon mal ganz nett. Die Single „Live To Rock“ hat in ihrer Schlichtheit viel von AC/DC – ordentlich, reisst aber auch keine Bäume aus. Es folgt mit „Demon Sweeney Todd“ der Track mit dem meisten Dampf unter der Haube und daher auch mein Favorit. Das kurze Intermezzo „The Letter“ verbindet zum treibenden „Valley Of The Kings“, das sich mit dem alten Ägypten auseinandersetzt. „Slow Lane Blues“ ist wieder traditioneller Hardrock und eher unspannend. „Crime Of Passion“ und das drei Plätze weiter folgende „Protect Yourself“ sind ordentliche
Hartmetallstampfer auf der Habenseite. Die dem Intro „Premonition in D-Minor“ folgende Ballade „Voice“ ist der unspektakulärste Song des Albums, zu vorhersehbar. „Hellcat“ ist wieder flotterer Metal, es folgt das hynische „Come Rock Of Ages“, das live ganz gut abgehen dürfte. Ganz am Ende gibt es mit der „Bottleneck Version“ von „Coming Home“ noch eine akkustische Variante eines bereits bekannten Songs mit etwas Western-Feeling.

Unter dem Strich wird also nicht viel Aufsehenerregendes geboten, aber ich würde durchaus attestieren, das „Into The Labyrinth“ mit ordentlich Herzblut daher kommt und mit mehr Plus als Minus. Stilistisch irgendwo zwischen den (noch guten) 80er-Jahre-Scorpions und Hammerfall angesiedelt, würde ich im Überblick mal schätzen – also hat Biff doch recht…

Spearhead24

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