Pogo in den Mai 2009 – Old Factory Dinslaken – Review

By Durchde

pogomai2009

Es wurde aber auch langsam mal Zeit das ich Pete’s Combo live zu Gesicht bekomme. K.I.O.S.K – heute Namentlich Raudau AG, hatte ich damals schon verpasst und wollte heute ihre erste Show nach der Neuformierung nicht entgehen lassen. Außerdem benötigte die Band einen Fahrer und Helfer, für was man sich nicht alles hergibt…
Die erste CD steht bald in den Regalen und zum Auftakt wollte man sich im Old Factory Dinslaken von der besten Seite präsentieren.
Mein Bruder „warnte“ mich : „Das Event kann eigentlich nur bei den Bandidos im Clubhaus stattfinden“. Mir egal, dann treffe ich neben versoffenen Punks und Skins zumindest ein paar normale Leute ;-)

Wir fuhren gerade auf die Autobahn und landeten natürlich sofort im Stau. Wie gut das ich vorgesorgt und mein Netbook im Rucksack hatte. Einen Bericht musste ich noch korrigieren und die neuste Clone Wars Folge wartete darauf gesehen zu werden. Als ich fertig war löste sich der Stau und wir konnten endlich weiter fahren. Nachdem wir auf den Rest der Band warteten, flogen wir zusammen in das Clubgelände der Bandidos ein. Das Revier ist mit Stacheldraht und Metaltor gesichert. Als wir in die „Festung“ hineingeführt wurden staunten ich nicht schlecht. Die Veranstalter hatten sich sehr gut vorbereitet. Pommeswagen und Toilettenwagen auf den Hof und professionelle Bewirtung seitens des Hauses. Auf solch einer Show hätte ich auch gerne mal gespielt, angenehmer geht’s wohl kaum. Allerdings schien der Mischer etwas überfordert. Über die vielen Knöpfe beklagend versuchte er mit Mühe und Not den dröhnenden Basssound her zu werden. Einen anständigen Sound strich ich mir also aus mein nicht vorhandenes Haar. Später konnte der gute Mann dann doch mit einem recht guten Mix punkten.

Die meiste Zeit verbrachte ich in der Sonne und unterhielten mich über Gott und die Welt. Das war solange spaßig bis alle betrunken waren, aber ich greife der Zeit etwas voraus.

Kugelhagel begannen ihr Set. Recht flotter Abgehpunk eröffnete den musikalischen Teil des Abends. Zwar klang ihr Sound stellenweise etwas holprig, doch ihr Einsatz möchte ich mit „Leib und Seele dabei“ betiteln. Allerdings erinnerten mich die frisch gestylten Iros eher an Robbie Williams als an Punks. Aber wir wollen nicht weiter lästern…

Als nächstes standen Radau AG auf dem Plan. Der Umbau ging sehr flott von Hand und Schmity eröffnete mit einer knappen Ansage das Set. Punkrock mit Oi Einschlag der besseren Sorte klang aus den Boxen. Trotz guter Performance aller Musiker und eine Wundertüte an Hits, schien sich das Publikum nicht sonderlich für laute Musik aus Neuss zu interessieren. Es dürfte wohl eher am schönen Wetter gelegen haben, jedoch die verblieben Zuschauer im Konzertraum bedankten jeden Hit mit Beifall. Am Ende gab es ein cooles Slapshot Cover, spätestens an dieser Stelle dürften Radau AG alle glücklich gemacht haben.

An Lost Boyz Army kann ich mich nicht mehr erinnern. Wo bin ich gewesen? Egal…

Cor, welche mir bis dato völlig unbekannt waren, rissen mich schon nach den ersten Akkord mit. Ihr durchgeknallter Sänger hatte was zu sagen und nahm gebrauch davon. Eine Band mit Aussage forderte zu nachdenken und wurde von einem brachialen Metalcore/Punk Mix untermauert. Ob sich das besoffene Publikum über den deutschen Gesang oder den Inhalt freute kann ich nur vermuten. Ich für meinen Teil habe auf jeden Fall etwas mit nach Hause genommen…

Als Hauptact trumpften Normahl auf. Was die alten Herren dort auf der Bühne ablieferten hatte absolut nichts mehr mit Punkrock zu tun. Ich hörte mir ein bis zwei neue Songs an und verkroch mich mit einer Folge Ludolfs ins Auto. Im Hintergrund bekam ich irgendwann den Smasher meiner Kindheit „Fraggles“ mit und war froh das ich meine Illusionen an alte Tage durch Abwesenheit aufrecht erhalten konnte.

Mitten in der Nacht fuhren wir dann völlig fertig nach Hause …

Durchde

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3 Antworten zu „Pogo in den Mai 2009 – Old Factory Dinslaken – Review“

  1. Biedl sagt:

    Den Boykott von Normahl kann ich nur zu gut verstehen, das handhabe ich seit Anfang ‘90 so…

  2. feulomatik sagt:

    Da ich Normahl noch nie live gesehen hab (hab auch nicht vor das zu ändern, weil mir deren Musik zu doof ist), würd mich schon mal interessieren, warum die nichts mehr mit Punkrock zu tun haben?

  3. Dinslaken - Blog - 06 May 2009 sagt:

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