Glasvegas – Glasvegas – Review

By Durchde

glasvegas

[2009 Col (Sony Music)]
[www.glasvegas.net ]

In Großbritannien waren Glasvegas die Indi Neuentdeckung im Jahr 2008 gewesen. Bei uns haben die Schotten mit ihrem selbstbetitelten Debüt hingegen noch keinen größeren Anklang finden können. Deutschland braucht bekanntlich immer etwas länger. Ich erinnere mich an das anfänglich fast untergegangene erste Werk von den Editors

Glasvegas Sound klingt sogar etwas wie die ruhigen Momente der britische Kollegen. Ausdrucksstark und über alles dominierend kommt der Gesang mit feinem schottischen Akzent. Der Style erinnert mich an eine weniger rockige Anlehnung von Johnny Ramone, mit reichlich Wärme und Einfühlungsvermögen. Scheinbar nicht endende Songs verschwimmen ineinander und bilden ein einheitliches, musikalisches Konstrukt aus Liebe, Trauer und verborgener Schönheit. Auch wenn die Platte schon ein Jahr alt und eine weitere, großartige E.P. erschienen ist, möchte ich das Debüt wärmstens ans Herz legen.
Ich hoffe, dass die Schotten bald in meiner Nähe spielen und der Riesenerfolg noch etwas auf sich warten lässt. Auf der kleinen Bühne sind die flirrenden Gitarrenklänge umhüllt von waberndem Bühnennebel einnehmbarer als in Stadien und bei Festivals.

Meine persönliche Neuentdeckung fürs Jahr 2009.

Alle Indirock Fans, welche auf viel Gefühl in der Musik stehen, müssen hier unbedingt reinhören!

Tracklist:
1. Flowers and Football Tops
2. Geraldine
3. It’s My Own Cheating Heart That Makes Me Cry
4. Lonesome Swan
5. Go Square Go
6. Polmont on My Mind
7. Daddy’s Gone
8. Stabbed
9. S.A.D. Light
10. Ice Cream Van

Durchde

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