
Wer es so richtig trashig braucht und gefallen an einer amüsanten Mischung aus Chucky die Mörderpuppe und einem schrägen Road Movie hat, könnte sich mit Triloquist anfreunden.
Zwei Geschwister wachsen mit der von ihrer Mutter, eine durch Drogenkonsum verstorbene Variete Künstlerin, zurückgelassenen Bauchredner Puppe bei einem perversen Onkel auf. Gewalt und sexuelle Übergriffe prägen die Jugend der Kinder. Irgendwann bringt das verstörte Mädchen ihren Onkel um und dreht völlig durch. Die Schwester tötet auf übelste Weise alles was ihr im Weg steht und nicht selten muss ihr Bruder die Taten vor den Gesetzeshütern verantworten. Nachdem dieser in eine Psychiatrie eingewiesen und von seiner Schwester befreit wird, zieht das Trio durchs Land. Das Team möchte sich als Bauchredner versuchen und eine Partnerin für den verstörten Bruder finden.
Die Puppe entwickelt ein Eigenleben. Ob es der erlernte Zauber der Beiden, eine Psychose des stummen Bruders oder eine übernatürliche Kraft am Werke ist, möchte ich nicht verraten…
Diese äußerst dämliche Story dürfte sicherlich keine Überzeugung für einen amüsanten Filmabend sein. Erfreulicherweise ist trotz der reichlich perversen Taten wenig Blut zu sehen. Der Film lebt durch nette Bildkompositionen. Zur visuellen Abwechslung wurde mit reichlich Farbfiltern und verrauschten schwarz-weiß Aufnahmen gearbeitet.
Hauptargumente meiner Empfehlung stellen die schrägen Dialoge und der absolute Irrsinn der Darsteller dar. Der Humor ist nur noch mit dem von Crank oder Fear and Loathing in Las Vegas zu vergleichen. Allerdings werden bei Triloquist jegliche moralischen Grenzen gebrochen. Wenn dann noch die Vernunft ausgeschaltet und Blödsinn dermaßen auf die Spitze getrieben wird, ist wirklich alles verloren.
Für die meisten dürfte der Film der absolute Schrott sein, mich hat er auf ganz persönliche Weise mit seiner liebevoll umgesetzten Art positiv überrascht.
Triloquist möchte ich als Geheimtipp für diejenigen nennen, die auf völlig überzeichneten Trash stehen, der grenzwertiger kaum sein kann.
Durchde
Schlagworte: Chucky die Mörderpuppe, Crank, Triloquist
Juni 15, 2009 um 8:52
Da bin ich aber mal gespannt. Bin da glaub ich etwas vorbelastet, da der Regisseur auch schon so einen Film wie „Leprechaun“ verbrochen, und der war meiner Meinung absoluter Schrott.
Vielleicht trau ich mich mal.
Juni 15, 2009 um 9:46
O Gott O gott – als ich nur „Leprechaun“ auf dem Cover gelesen habe, brauchte ich das Review kaum mehr zu lesen. Sorry, aber da muss selbst ich passen. Ist mir zu hart!