
[2009 Ass-Card Records]
[Myspace]
Das Album – Fort Orange – von den New Yorkern After the Fall ist das erste Werk, welches ich von den Melodic Punkrockern zu hören bekomme. Hiermit fällt leider ein Vergleich zur ersten Veröffentlichung des Trios flach.
Mit dem Boom dieser Musikrichtung hatte ich in den Neunzigern abgeschlossen, als Fat Wreck und Konsorten mich nur noch mit poppigen, pseudo- witzigen Elementen und Ska Einlagen langweilten. Auch wenn die besten Alben in diesem Bereich meiner Meinung nach schon lange eingespielt sind, können mich After the Fall passend zum heutigen sonnigen Wetter begeistern.
13 Songs in 23 Minuten, da kann man nicht viel falsch machen. Schnörkellosen, recht flotten auf den Punkt gebrachten Core bietet – Fort Orange -. Feine Harmonien und klasse Breakdowns lassen das Bein rasch im Takt wippen und ich genieße ihre nicht zu aalglatte Art.
Mit „ It’s her choice“ ist After the Fall eine angepisste, wütende Hardcoregranate gelungen. Textlich bewegt man sich für das Recht der Frauen, im Song „Macho Bullshit“ lässt man sich über Gewalt auf Konzerten aus. In anderen Songs geht es recht politisch zur Sache. Schön, dass man sich beim netten, tanzbaren Melodic Sound Gedanken über tiefgreifende Thematiken macht.
Ein wenig erinnern mich After the Fall an ältere Propagandhi Sachen. Wer die Metal Einlagen des aktuellen Albums nicht mag, wird mit – Fort Orange – seine wahre Freude haben….
Solltet ihr gefallen an dieser Veröffentlichung gefunden haben, dann legt Euch unbedingt die Schallplatte anstatt der CD Version zu. Im schönen orangen Vinyl gefärbt, liegt zum schicken Design ein kostenloser Download Code der Songs im Mp3 Format bei.
Tracklist:
Fort Orange
Thomas Philbrick
Decapitate
Armpit
Routine
Macho Bullshit
Poor Choice
Bummer
Escape
Not Today
Patroon Island
1994
Durchde
Schlagworte: After the Fall, Ass-Card Records, Fort Orange, Review
Juli 4, 2009 um 9:03
Oh! Genial! Hätte ich nicht gedacht, dass ich hier einen After The Fall Review finden würde (der außerdem gut geschrieben ist)
Der Vergleich mit Propagandhi stimmt voll und ganz! Haben ja sogar mal irgendwo gesagt, dass sie ihre Musik von Propagandhi stark beeinflußen lassen…
Fort Orange ist sehr gut, keine Frage, aber ich persöhnlich finde das Everything Album (2006 gebastelt) noch um einiges besser!!! Überhaupt eines meiner Lieblingsalben aus dem ganzen Melodic-Hardcore/Skatecore/Hardcore/Skatepunk Bereich
Juli 5, 2009 um 9:26
Danke fürs Lob! Ich kenne deren erste Platte gar nicht. Glaube ich muss da jetzt bald mal reinhören …