Gran Torino – Review

By Durchde

grantorino

Ich gestehe, ich habe Clint Eastwoods Filme nie bewusst gewählt bzw. verfolgt. Nach der Meisterleistung in One Million Dollar Baby und nun in Gran Torino werde ich mir in den nächsten Wochen bestimmt noch weitere Werke des Schauspielers und Regisseurs geben. Ich denke ich habe in den letzen Jahren einiges verpasst.

Clint spielt in Gran Torino einen in die Jahre gekommenen ex. Fordmitarbeiter und Vietnam Veteran. Nachdem seine Frau gestorben ist, bleibt nur seine letzte große Liebe, sein gepflegter Gran Torino. Missmut, Verbitterung und Unverständnis gegenüber des modernen Zeitalters treiben ihn in die Abgeschiedenheit. Die nachbarschaftlichen Verhältnisse in seiner kleinen Vorstadt haben sich in den letzten Jahren geändert. Ehemalige Arbeitskollegen sind einer asiatischen Großfamilie und rivalisierenden Jugendbanden gewichen. In Mitten dieser Verhältnisse thront er gelangweilt und stetig aggressiv, auf alles was nicht seiner Einstellung und Auffassungen entspricht . Gegenüber Andersdenkenden zeigt er seine rassistische Ader und Beleidigungen sind an der Tagesordnung. Zusätzlich wird der in die Jahre gekommene Mann von seinen Kindern aufs Abstellgleis gestellt und versucht ausgenommen.

Als eines Abends ein asiatischer Nachbarsjunge als Mutprobe zum Einstieg in eine Gang den alten Gran Torino klauen soll, rasstet der Veteran aus. Mit gezückter Waffe geht er gegen die Gang vor und verteidigt sein Hab und Gut. Auf Wunsch der Nachbarsfamilie soll ihr Sohn Strafarbeit beim unliebsamen Herrn verrichten. Dieser möchte seine Ruhe und lehnt das Angebot der Wiedergutmachung vorerst ab. Als er sich späterer doch auf den Deal einlässt, soll dies der Grundstein für eine Freundschaft mit seinen Nachbarn werden.

Eastwood spielt seine Rolle hart und behält seine asoziale Wortwahl selbst bei der Anbandlung der Freundschaften. Von der Verbitterung kann er sich nie völlig lösen, sieht jedoch bei seinem Nachbarn eine funktionierende Familie, in welcher er seinen Aufenthalt genießt. Als eine rivalisierende afrikanische Gang gegen die Asiatische einen Anschlag verübt, plant der Rentner einen Racheakt. Zum Ende bekommt Gran Torino eine tragische, unvorhersehbare Wende, welche mich wirklich geschockt hat.
Gran Torino ist ein großartiges Drama an dem es nichts, aber wirklich gar nichts auszusetzen gibt…

Durchde

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