96 Hours – Review

By Durchde

96hours

Den Actionstreifen mit Liam Neeson wollte ich mir als leichte Kost für Zwischendurch gönnen. Meine Erwartungshaltung lag nicht besonderes hoch, die Story um eine Entführung las sich eher flau. Dass sich hinter dem Titel 96 Hours ein äußerst kultiges Werk verbirgt, welches ungeschliffener und konsequent untypisch Massenkompatibel in Sachen Korrektness verbirgt, damit hätte ich nicht gerechnet.

Ex Top Agent Bryan hat sich zur Ruhe gesetzt. Seinen Eifer im Job hat ihn die Ehe gekostet. Er klammert sehr an seine Tochter und versucht sie trotz örtlicher Trennung zu beschützen. Bryan ist aufgrund seines Jobs sehr paranoid geworden und sieht hinter jeder Ecke ein Verbrechen. Aus diesem Grund verweigert er vorerst eine Unterschrift, welche seiner 17 jährigen Tochter eine Reise nach Paris erlauben soll. Irgendwann lässt er sich dennoch breit schlagen. Nach der Ankunft fällt die Minderjährige einer osteuropäischen Bande in die Hände, welche frisches Fleisch zur Prostitution sucht. Die Mädchen werden mit Drogen vollgepumpt und auf abartige Weise auf ihr neues Leben vorbereitet. In letzter Sekunde kann das Mädchen einen Hilferuf per Handy starten….

Bryan weiß, statistisch gesehen beleiben ihm 96 Stunden um seine Tochter zu befreien, bevor sie unauffindbar wird. Der Akku des ex. Agenten ist bis zum bersten geladen und nach kurzer, analytischer Vorarbeit in der Aufarbeitung des wahrscheinlichen Tathergangs kommt er den Tätern näher. Absolut konsequent kämpft Bryan sich durchs Feld und lässt Leichen seinen Weg pflastern. In äußerst brutaler Manier prasseln Schläge und äußerst beeindruckende Textpassagen auf den Zuschauer ein. So billig die Story erscheint, selten habe ich einen Film gesehen, welcher sich einen Dreck darum schert beim breiten Publikum punkten zu können. 96 Hours ist ein Kaliber das Schwarzenegger oder Sly in den glorreichen 80ies nicht besser hinbekommen hätten. Unglaublich zu was Liam Neeson hier im Stande war…

Durchde

Schlagworte: ,

Eine Antwort zu „96 Hours – Review“

  1. Ray Nay sagt:

    Grad gesehen. Wirklich nicht schlecht. Vor 30 Jahren hätte Charles Bronson die Rolle gespielt.

Eine Antwort schreiben