Daitro – Y – Review

By Durchde

daitro_y

[2009 Pure Pain Sugar]
[www.daitro.com]

Die Franzosen Daitro schafften es von ihrer ersten Single an sich stetig ein Stück vom stagnierenden Screamo Sound abzusetzen. Ihre fortlaufende Entwicklung vom Mid 90ies geprägtem Emo Sound bis hin zu epischeren Gefilden, welche ihren Höhepunkt auf der Split mit Sed Non Setia gefunden hatte, lies dennoch immer einen Wiedererkennungswert erkennen. Auf der nun erschienenden zweiten LP, welche schlicht – Y – betitelt ist, kündigten sie nun selbst neue Wege an. Ihr Gesang solle mehr cleane/melodische Parts enthalten und die Songstrukturen noch mehr Tiefgang besitzen….

Heute halte ich voller Erwartung das neuste Output der Franzosen in den Händen.
Schwieriger als erwartet fand ich Zugang zum neuen Material.
Ich benötigte drei Durchläufe, um mich an die neuen 10 Songs zu gewöhnen. Circa 33 Minuten hält die Reise zwischen Screamo und Post Rock an, in Sachen Melodie und abwechslungsreichem Gesang erfährt sie an Zugewinn.
Die Songs teilen sich einen langen Text. Als ein Konzeptalbum möchten Daitro – Y- dennoch nicht verstehen. Das Material wurde in verschiedenen Abschnitten innerhalb eines Jahres aufgenommen, dennoch klingt die Platte wie aus einem Guss. Für Abwechslung sorgt ein erhöhter Post Rock Faktor, der den Musikern die Möglichkeiten verleiht sich auf einer verspielten Art und Weise auszutoben und gerade in den ruhigen Momenten für zusätzliche Spannung sorgt.

Nicht überzeugen konnte mich das Artwork der Platte. Das gelbe Cover zeigt irgendein Gekrakel, dass als Kunst verstanden werden will. Den Bandnamen gibt es erst auf der Rückseite, die Angabe des Albumtitel fehlt völlig. Außerdem findet sich zum schwarzen Vinyl ein ebenso gefärbtes Label ohne Aufdruck. Den Text gibt es allerdings in einem feinen Beiheft in französisch und englischer Übersetzung.

Am Ende haben die Franzosen dennoch unterm Strich wieder alles richtig gemacht und ein spannendes Album aufgenommen.

Durchde

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