
[2009 Per Koro Records/Phobiact]
[myspace.com/patsyohara]
Puhhhh, fast hätte ich wieder was feines verpasst. Gott sei dank, Per Koro haben an mich gedacht und mir ihre Patsy O’ Hara LP zwecks Besprechung überlassen. Die Debüt L.P. hört auf dem Namen – Deathinteresse -. Herrliches Namensspiel, warum ist darauf vorher noch keiner gekommen?
Das schwarze Gold steckt in einem ideenreich gestaltetem Kunstwerk. Stetig entdecke ich neue Elemente. Das Textblatt ziert das Covermotiv in Posterform. Außerdem findet sich im Album ein Downloadcode, zum kostenlosen herunterladen der Mp3`s des gesamten Albums.
Sehr interessant das Ganze und bis dato habe ich noch nicht einmal die Musik angehört.
Die Bielefelder eröffnen auf der ersten Seite mit einer feinen von Streichern begleiteten Einleitung. Kurz darauf prescht moderner, meist im Midtempo getragener Hardcore aus den Speakern. Patsy’s rockiger Unterton sorgt für den nötigen Drive, welcher zusammen mit einem aggressiven wütenden Shouter, dessen Lyriks den nötigen Tiefgang besitzen, einen eigenen Stempel drauf setzen kann. Jeder Handgriff sitzt perfekt, die Jungs sind wirklich fit an ihren Instrumenten. Interessantes Riffing mit netten Einspielern hält mich bei Laune.
Wenn Patsy ihre druckvollen langsameren Passagen verlassen und den Fuß von der Bremse nehmen, fügen die Leadgitarren dezente Melodien hinzu. Klingt alles sehr spannend und auf einer angenehmen Art und Weise frisch. Als i-Tüpfelchen sorgt eine ausdrucksstarke Produktion, die den nötigen Feinschliff der Klangkonserve gibt.
Herausragend finde ich außerdem das einleitende Instrumentalstück der zweiten Seite.
Auf „Tyrannis“ hört der Song, welcher von epischen bis zu emotionalen verträumten Passagen reicht. Streicher finden im letzten Track „Matutinal Bleakness“ wieder ihren Einsatz und der abrupte Schluss des Longplayers regt sofort zum erneuten umdrehen der Platte an.
- Deathinteresse – ist ein Release mit dem man sich gerne und breitwillig längere Zeit auseinander setzen möchte…
Tracklist:
I am the night, color me black
Lethes Water
You came back with something (that was never gone)
Agenda 1980
Tyrannis
Exile
This untaught Kid
Matutinal Bleakness
Durchde
Schlagworte: Deathinteresse, Patsy O’ Hara, Review