
[2009 Dependent (ALIVE)]
[www.mesh.co.uk]
Drei Jahre sind seit dem letzten Mesh Album – We Collide – ins Land gezogen und endlich steht das neuste Output der Engländer in den Plattenregalen.
- A Perfect Solution – heißt der Longplayer und darf inhaltlich als Konzept Album verstanden werden. Die Lyriks behandeln zwischenmenschliche Beziehungen, welche bis in den tiefsten Abgründen thematisiert werden.
Musikalisch klingt – A Perfekt Solution – düsterer und verspielter als je zuvor.
Diese Stimmung wird vom dunklen Cover Artwork zusätzlich unterstrichen, welches die oben genannte Konzeption passend illustriert. 2009 klingen Mesh progressiver und nicht gleich einvernehmend wie es vorher oft der Fall gewesen war.
Eine Ausnahme stellt die Vorabsingle „Only Better“ dar, welche gleich im Ohr hängen bleibt. Die weiteren 10 Tracks des 60minütigen Albums werden teilweise kunstvoll mit Interludes veredelt und erhalten ihre volle Größe nach einer kurzen Anlaufzeit.
Hat sich – A Perfekt Solution – erst einmal erschlossen, gibt es kein zurück mehr. Schnell ist zu erkennen, dass sich das neue Mesh Album zu ihrem besten Werk entwickelt.
Die Songs klingen bombastischer und von den Sounds her weniger poppig. Jedoch keine Angst sobald die Refrains einsetzen beweist Mark wieder, dass er nicht ohne Grund zu den besten Sängern im Elektrobereich gehört.
Die ersten beiden Tracks „If we stay here“ und die Single „Only Better“ gestallten sich eher etwas ruhiger.
Mit „Everything I made“ wird die Bremse gelöst und ein explosiver Dancefloor Smasher in bester Mesh Manier wird auf den Hörer losgelassen. In den Sounds wird man viele neue Facetten erkennen, die – A Perfect Solution – lange spannend und frisch halten.
„Is it so hard?” bewegt sich anfänglich etwas unscheinbar, biete dennoch eine gute Mid Tempo Nummer. Den Knaller stellt sein melodischer Refrain, der nicht mehr aus dem Gehör verdrängt werden möchte.
„Hold it Togehter“ klingt recht progressiv und ist ein experimenteller Song, der sehr druckvoll und mit interessanten Sounds gespickt serviert wird.
Die schnulzige Seite wird durch „It`s gone“ repräsentiert, die ein weiteres Spektrum der Vielfalt von – A Perfekt Solution – abdeckt.
Nach „Everything I made“ gibt es mit „How Long?“ eine weitere Aufforderung das Tanzbein zu schwingen.
“Who Says?” stellt für mich die spannendste Nummer des Albums dar. Hämmernde Beats und zweistimmiger Gesang in Form weiblicher Gastunterstützung bereichen den Mesh Sound ungemein. Großartig! Namentlich wird hier in textlicher Hinsicht der Albumtitel aufgegriffen und stellt für mich die interessanteste Erweiterung des Sounds dar.
„Hope Dreams“ klingt in der Strophe nach einer Mischung aus Industrial und altem Depeche Mode Sound, knallt im Refrain ungewohnt laut und wird von rockigen Gitarrenklängen begleitet.
Bei „Want You“ geht es eher ruhig zu Sache.
Zum Schluss wurde mit „The Bitter End“ die vielleicht lauteste Mesh Nummer produziert und zieht noch einmal gehörig die Geschwindigkeit nach oben. Normalerweise hätte man sich solch einen Knaller als Opener für ein Album gewählt, auf – A Perfect Solution – lädt diese Nummer ein gleich wieder die Repeat Taste des Players zu drücken.
Überraschend und interessanter haben Mesh nie geklungen. Ich bin heute schon auf die Liveperfomance der neuen Songs gespannt….
Tracklist:
1. If We Stay Here
2. Only Better
3. Everything I Made
4. Is It So Hard
5. Hold It Together
6. It’s Gone
7. How Long
8. Who Says
9. Hope Dreams
10.Want You
11.The Bitter End
Durchde
Schlagworte: A Perfect Solution, Mesh, Review