
Die Briten White Lies sind für mich 2009 eine der Überraschungsbands im Indie Bereich. Ehrensache, dass ich die Jungs bei der nächsten Gelegenheit unbedingt Live erleben musste.
Es war ein verregneter Sonntag Abend, welcher zwar unangenehm nass, aber eine passende Einstimmung auf den melancholischen Mix aus Britpop und Joy Division Indie Sound von White Lies bot.
Nach einer kleinen Stärkung machten wir uns auf zur Lokation. Die Schlange vor den Toren der Live Music Hall war recht überschaubar. Als erstes nahmen wir den Merchstand unter die Lupe. Die Shirts gefielen mir nicht so dolle, Thema abgehackt.
Der Konzertraum war noch nicht sonderlich gefüllt und wir sicherten uns einen Platz im vorderen Bereich.
Darker my Love eröffneten schon bald ihr Set. Der Name sagte mir was, konnte die Band jedoch bisher nirgends einordnen. Die Musiker waren bemüht ein gutes Set abzuliefern, begeisterten die White Lies Fans jedoch nur bedingt. Der Auftritt wirke etwas emotionslos auf mich. Den Sound von Darker my Love würde ich als Indie Rock Mitte 70ies Kante einordnen. Einen dezenten psychedelischen Unterton bot das Keyboard. Klang insgesamt sehr professionell, befriedigte dennoch meinen Geschmack nicht ….
Zur langen Umbaupause füllte sich die Halle. Es fand, glaube ich, kein Kartenausverkauf statt, aber viele Tickets dürfte es dennoch nicht mehr gegeben haben. Die Techniker schraubten ewig auf der Bühne und die Musiker ließen auf sich warten.
Irgendwann ging das Licht aus und ein Intro drang aus den Boxen. White Lies erhobenes weißes Drumset wurde majestätisch mit grellen Spots beleuchtet. Das gesamte Bühnenlicht bestand aus ungefärbten Spots, welche unterschiedlich gedimmt wurden und erzeugte eine schlichte und dennoch stylische Untermalung auf den einsetzenden Sound der Briten. Eröffnet wurde ihr Set mit „Farewell to the Fairground“. Im Anschluss folgte Hit um Hit vom Debüt Album. Die noch recht junge Band hatte vom ersten Akkord ihre Fans im Griff. Der Sound klang um einiges rauer/punkiger als auf Platte. Besonderes der Gesang wirkte nicht so glatt wie auf der Tonkonserve . Es bildete sich ein kleiner Pogo Pitt, der sich recht brav verhielt. Die Lyriks wurden von Alt und Jung mit gesungen und jeder Song mit tosendem Applaus bedankt.
In der Mitte des Sets gab es mit „Taxidermy“ sogar eine ältere White Lies Nummer, welche nicht auf dem Album enthalten ist. Da ihr Material mit bis dato nur einem Album sehr begrenzt ist, standen schon bald die obligatorischen Zugaben auf dem Plan. Eröffnet wurde mit einem Talking Heads Cover. Als nächstes gab es einen weiteren Song, welchen ich leider vergessen habe. Zum Abschluss durfte natürlich die erste Single „Death“ nicht fehlen, bei der die Band noch einmal gebührend abgefeiert wurde…
Einen klasse, wenn auch etwas zu kurzen Auftritt von knapp 60 Minuten, boten uns White Lies in Köln, die ich mir bestimmt nicht das letzte mal Live angesehen haben dürfte.
Durchde
Schlagworte: Darker my Love, Köln 1.11.09, Live Music Hall, White Lies