
[2009 Major Label]
[myspace.com/fliehendestrme]
Irgendwie liefen bei mir die Fliehende Stürme knapp 20 Jahre lang eher „nebenbei“, obwohl ich ihre Platten immer wieder zum hören bekam und sie auch nie wirklich schlecht fand. Die aus der Chaos Z entstandene Formation verschaffte mir Gehör, aber am Ende habe ich mich dennoch nicht weiter mit der Band beschäftigt. Es mag vielleicht daran liegen, dass ich vor ein paar Jahren musikalisch einen eher schmalen Blickwinkel besaß. Gothic und Joy Division Einflüsse im Punkrock konnten erst Jahre später bei mir punkten.
Mit – Die Tiere schweigen – präsentiert die Band ein Album, welches vom ersten bis zum letzten Akkord stimmig ist. Minimalistisch und auf den Punkt gespielt. Hier und da werden die Songs mit dezente Keyboardtönen angereichert, ansonsten von jedem Ballast befreit, trifft der Sound genau meinen aktuellen Geschmack. Die Lyriks werden traurig/melancholisch in bester EA80 Manier vorgetragen und sind Poesie fürs oft überdrüssige Gehör in den Releasefluten. Es gibt soviel zu sagen und noch mehr zwischen den Zeilen zu entdecken, die gesungenen Worte scheinen in jegliche Gefühlslage zu passen. „An einem besseren Tag“, „Spuren“, „Sirene“ und „Maschine“ sollen meine Anspieltipps sein.
Auch wenn ich nicht weiß was mir das Coverartwork im Zusammenhang mit dem Albumtitel sagen soll, unterstreicht es dennoch die düstere Stimmung der Songs.
Fliehende Stürme haben mit – Die Tiere schweigen – ein äußerst kompaktes Werk abgeliefert, welches keine Ausreißer bietet. Von eher ruhigen Nummern bis zu rockigen Tracks wird ein Feuerwerk an Gefühlen abgebrannt.
Ähnliches in seiner Gesamtheit auf dem Deutschsprachigen Sektor in Emotionalität konnten in den letzten Jahren nur Schrottgrenze mit ihrem Album – Das Ende unserer Zeit – bei mir erreichen…
Tracklist:
Turm
Fehlgänger
An einem besseren Tag
Strahlen
Spuren
Sirenen
Ende vom Anfang
Maschinen
In Sicherheit
Niemals für immer
Durchde