Autor-Archiv

Konzert Allerlei ….

November 22, 2009

Andorra Atkins
05. Dez. 2009 Troisdorf
JKC + Ashes of Pompeii + Rockwell

Monochrome

27. Sep. 2009 Gebäude 46 Kaiserslautern

Walls of Jericho
28. Nov. 2009
Turbinehalle Oberhausen

29. Nov. 2009
Klokgebouw Eindhoven

30. Nov. 2009
Werk Munich

01. Dez. 2009
Gasometer Wien

02. Dez. 2009
Posthalle Wurzburg

03. Dez. 2009
Elysee Montmartre Paris

04. Dez. 2009
Garage Saarbrucken

05. Dez. 2009
Alter Schlachthof Dresden

06. Dez. 2009
Docks Hamburg

Mourning for Tomorrow
27. Nov. 2009
Café Nova Essen

05. Dez. 2009
AZ Aachen

Fargo
28. Jan. 2010
w/ black freighter AZ Muelheim

29. Jan. 2010
w/ black freighter AJZ Bielefeld

30. Jan. 2010
w/ black freighter Stoertebecker, Hamburg

05. Feb. 2010
w/ wrakk, sundowning Ajz Neubrandenburg

06. Feb. 2010
w/ wrakk, sundowning, laura mars Berlin, Scherer 8

Boxhamsters
27. Nov. 2009
Musikbunker Aachen

28. Nov. 2009
Gebäude 9 Köln

04. Dez. 2009
Schlachthof Wiesbaden, Hessen

11. Dez. 2009
Roter Salon Nürnberg

12. Dez. 2009
Boiler Room Regensburg

19. Dez. 2009
KFZ Marburg

22. Jan. 2010
Steinbruch Duisburg

23. Jan. 2010
Schlachthof Lingen

12. Feb. 2010
Knust Hamburg

13. Feb. 2010
K 19 Kassel

26. Mrz. 2010
Cafe Central Weinheim

27. Mrz. 2010
Franz K Reutlingen

16. Apr. 2010
Sackfabrik Magdeburg

Diego
11.12. 2009
Hamburg – Grüner Jäger

12 .12. 2009
Goch – Musenpark

JunePaik
29.01.2010 20:00@AJZ w/mio, …
Mühlheim

Durchde

s.Darko – Eine Donnie Darko Saga

November 22, 2009

Ich hätte mit allem gerechnet, jedoch nie mit einer Fortsetzung des Kultstreifens Donnie Darko. Der Film dessen Handlung sicherlich von jedem Zuschauer anderes interpretiert wird, zeichnet sich genau aus diesem Grund zu etwas besonderem aus. Foren überschlugen sich mit den wüstesten Thesen über den Sinn und zu nicht beantworteten Fragen des Films. Dass ein zweiter Teil, vor allem da das gesamte Team ausgetauscht wurde, kaum funktionieren konnte, war von vornherein klar. Dennoch ist man natürlich auf solch eine Fortsetzung gespannt…

Die Geschichte von s.Darko spielt sieben Jahre nach Donnies mysteriösen Tod durch den Aufprall einer Flugzeugturbine. Seine Schwester Samantha, welche versucht ihre Albträume zu bewältigen, befindet sich auf einem Roadtrip mit ihrer besten Freundin. Allmorgendlich findet sie sich aufgrund von Schlafwandeln an einem anderen Ort in dem kleinen Kaff, in dem sie sich niedergelassen haben, wieder. Die Gegend ist äußerst seltsam. Sie begegnet dort einem verstörten Kriegsveteran und es verschwinden Kinder. In ähnlicher Machart wie im Original soll das Leben auf der Erde in ein paar Tagen vorbei sein. Backflashs, Zeitsprünge und einer ganze Menge Kurioses findet statt.
Visuell wird einiges geboten. Geniale Einstellungen werden, wie schon in Donnie Darko, mit der passenden Musik in Verbindung gebracht. Die Hauptdarstellerin verkörpert ihre Sache eigentlich ganz gut, hier kann man nicht meckern. Das Problem von s.Darko ist allerdings die Gradlinigkeit und wie offen mit dem Thema Zeitreise umgegangen wird. Die Erzählweise nimmt einfach zu viel voraus und versucht sich zu oft zu erklären. Vieles muss man einfach nicht wissen, Interpretation erfüllte das Erstlingswerk und gab ihm seine mystische Stimmung.
Hier liegen auch schon die größten Schwächen von s.Darko an seinem Vorgänger gemessen. Hätte der Film einen eigenständigen Titel könnte man ihn sicherlich entspannter betrachten.

s.Darko ist ein gar nicht mal so schlechter Streifen, fungiert als Fortsetzung meiner Meinung nach jedoch nur kaum.

Durchde

2012 – Review

November 21, 2009

Die Tage hatte ich mal wieder richtig Bock auf leichte Filmkost.. Zur Zeit dürfte 2012, Emmerichs neustes Werk diesen Wünschen bestens gerecht werden. Ich erwartete nicht viel, einfach mal den Verstand ausschalten und knapp drei Stunden von den Bilderfluten berieseln lassen. Emmerich hat wieder die Zerstörungswut gepackt und lässt die Erde erneut unter gehen. Wem die äußerst beeindruckenden Szenarien in Independence Day und The Day after Tomorrow noch nicht reichten, kommt mit 2012 voll auf seine Kosten.

Die Story ist einfach gestrickt. Die Erderwärmung schreitet schneller voran als erwartet. Im Jahr 2012 in dem die Zeitrechnung der Maya aufhört soll sich die Erde zerstören. Erdplatten verschieben sich und Vulkane brechen aus, hinzu droht eine Überschwemmungsgefahr.
Ein in Trennung lebender Familienvater muss beim Ausflug mit seinen Kindern die ersten Anzeichen der Zerstörung miterleben. Gerade als er die Kids zu seiner Ex Frau und ihrem neuen Lebenspartner zurück gebracht hat beginnt sich die Erde zu spalten. Zusammen machen sie sich auf die Flucht. Durch einen in der Wildnis lebenden Radiomoderator wird der Vater auf einen geheimen Plan der Regierung aufmerksam. Auf ihm wird der Standort einiger Schiffe im Arche Noah Style skizziert ….

Was nun folgt ist eine Zerstörungsorgie ohne Gleichen. Die Szenarien sind ergreifend visualisiert. Bis auf New York wird eigentlich kein Hauptschauplatz der Erde ausgelassen. Natürlich wird an einigen Stellen arg überzogen und der oftmals erzwungene Witz nervt. Dennoch wurde es nie langweilig. Nach einer kurzen Einführung der Charaktere zu Anfang gab es eigentlich die ganze Zeit Action und ständig ein anderes dem Untergang geweihtes Szenario zu bewundern. Auch wenn mich die emotionalen Momente, eingeschlossen des quasi Happy End in bester Hollywood Manier zu Ende störten, wurde ich nicht enttäuscht. Wer auf geile Bilder, flotte Schnitte, reichlich Action steht kommt an Emmerichs neustes Spektakel 2012 nicht vorbei.

Durchde

Converge – Axe to Fall

November 21, 2009

[2009 Epitaph Records]
[www.convergecult.com]
[www.myspace.com/converge]

Converge sind Kult, keine Frage und mit Jane Doe haben die of Chaos Core Kings nicht nur ihren eigenen Meilenstein abgeliefert, sondern gleich die musikalische Sparte auf ein neues Level angehoben. Ihr letztes Album – No Heros – zeigte in der zweiten Hälfte eine Zunahme von deutlich epischeren Gefilden. Man durfte daher gespannt sein wohin die Metamorphose bei kommenden Converge Releases führen würde.

Zur Verstärkung hat man sich zur Aufnahme von – Axe to Fall – einige Prominenz in Studio geholt. Unter anderem wirkten Musiker von Neurosis, Cave-In,108, Blacklisted und The Red Chord mit. Am Ende ist dennoch „nur“ ein schlichtes, meiner Meinung nach festgefahrenes Album herausgekommen. Wie schon auf seinem Vorgänger wechselt der Sound zum Ende zu experimentelleren Pfaden. Als nervend empfinde ich die Gitarrensolos in Old School Manier. Sollte wohl so etwas wie eine Bereicherung darstellen, welche jedoch den brutalen Sound bei seiner Entfaltung etwas stört. Auf der anderen Seite bleiben Converge weiterhin kompromisslos Anti kommerziell und liefern mit – Axe to Fall – erneut ein Vorzeigealbum im Bereich des aggressiven Hardcores ab. Wüste Knüppelparts, die sich fast überschlagen, treffen auf ein Midtempo Soundgewitter, das sich an keinem Punkt versucht zu erholen. Der Gesang zeigt sich wie gewohnt überdreht und markant für Converge.

Das Layout aus eigenem Hause ist wieder einmal erstklassig illustriert, wie die gesamte Aufmachung an sich.
Nicht viel Neues aber für Fans ist – Axe to Fall – eh ein Pflichtkauf ….

Tracklist:
1. Dark Horse
2. Reap What You Sow
3. Axe To Fall
4. Effigy
5. Worms Will Feed/Rats Will Feast
6. Wishing Well
7. Damages
8. Losing Battle
9. Dead Beat
10. Cutter
11. Slave Driver
12. Cruel Bloom
13. Wretched World

Durchde

Shows aus dem Hause Zeitstrafe

November 21, 2009

AMERICAN TOURISTS
11.12.2009 Fissau/Eutin, Wittenburg

GRAND GRIFFON
02.01.2010 Döbeln, Café Courage
03.01.2010 Landau, Fatal
04.01.2010 Skatepark, Kaiserslautern

LES TRUCS
19.11.2009 Frankfurt/Main, Exzess
21.11.2009 I – Venedig, Altavoz Festival
25.11.2009 Darmstadt, Oettinger Villa
04.12.2009 F – Paris, Café de Paris
05.12.2009 F – Nancy, La Mjc des 3 maisons
26.12.2009 Ebersberg, Erste Etage
27.12.2009 Augsburg, Hempels
28.12.2009 München, Sunny Red
19.03.2010 B – Brüssel, Recyclart

MATULA
18.12.2009 Oberhausen, Druckluft
19.12.2009 Marburg, Nachtsalon
20.12.2009 Darmstadt, Oetinger Villa
21.12.2009 Hamburg, Molotow
08.01.2010 Hannover, Chez Heinz

alle Konzerte zusammen mit Captain Planet

TACKLEBERRY
27.11.2009 Oschersleben, Alge
28.11.2009 Rendsburg, T-Stube
11.12.2009 Bergkamen, JUZ Yellowstone
12.12.2009 Koblenz, JAM
13.12.2009 Hamburg, Rote Flora

27.12.2009 – 05.01.2010 Spanien / Frankreich / Portugal Tour zusammen mit At Daggers Drawn

TRIP FONTAINE
27.11.2009 Berlin, Schokoladen
18.12.2009 Leipzig, Conne Island
23.12.2009 Frankfurt/Main, Nachtleben
28.12.2009 München, Sunny Red

12.11.09 Editors, Wintersleep und Maccabeens im Kölner Palladium

November 18, 2009

Der Erfolg der Editors in den letzten Jahren zeigt nun auch die Schattenseiten des „Größer werdens“. Vom Indi zum Mainstream, glücklicherweise nicht in musikalischer Sicht, sorgte für einen vorzeitigen Karten Ausverkauf des Kölner E-Werkes. Die Show wurde kurzerhand ins gegenüberliegende Palladium verlegt. In jedem Winkel des „Clubs“ standen sich Security Arbeiter die Füße platt. Die Editors passten ihr Merch dem gehobenen Status an und präsentierten ein Sortiment an Shirts bei dem selbst Iron Maiden sprachlos werden dürften. Wir überlegten uns, ob wir die Show von der oberen seitlich angebrachten „Tribüne“ anschauen sollten, entschieden uns dann jedoch einen Platz in den vorderen Reihen zu suchen. Trotz gut gefüllter Halle ging es recht friedlich zu. Neben Kids befanden sich auch etliche ältere Besucher im Publikum. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass das neue Album dermaßen gut einschlagen und so viele neue Fans ziehen würde. Außerdem war ich auf die Gewichtung des doch recht unterschiedlichen Materials in der Setlist gespannt. Werden wir eine Rock oder eher eine Elektroshow erwarten dürfen?

Als erstes standen Wintersleep auf der Bühne. Die Band konnte mich nicht begeistern und ging irgendwie an mir vorbei. Im groben im Indirock angesiedelt, jedoch für meinen Geschmack zu langweilig. Ohrenbetäubend klang ein schrecklich aufgedrehter Bass, der trotz Gehörschutz fast unerträglich war. Dieser Zustand sollte leider bis Ende des Abends anhalten.

Etwas spannender präsentierten sich die Maccabees, welche bekannter zu sein schienen, denn es wurden den Musikern Handtücher und Drinks gereicht. Der Sänger hatte wirklich Feuer im Arsch und präsentierte ein Stimmliches Volumen, das von The Pogues über Morrisey bis hin zu den Editors reichte. Die Band unterstrich diese Vorgabe auf hohem Niveau, dennoch hatte ihre Musik am Ende nicht den nötigen Kick um mich zu einem CD Kauf zu animieren.

Für die Editors wurde nun das komplette Brett in Sachen Beleuchtung aufgefahren.
Das Set der Briten wurde mit dem Song “In this Light and on this evening” begonnen. Hinter dem Drumset war eine riesige Lichtwand positioniert, die besetzt mit vielen kleinen Spots für atemberaubende Stimmungen sorgte.
Weiter ging es mit „An end has a start“. Die Band zeigte sich spielfreudiger und Sänger Smith um einiges weniger verpeilt als noch vor zwei Jahren. Besonders der Basser sprang ständig umher. Der Gitarist, welcher sein Topteil mit Actionfiguren schmückte, bediente abwechselnd seinen Sechseiter und die Keyboards in den Songs der neuen Platte. Smith turnte zwischen Piano, Keyboard und Gitarre umher. Von der ersten Sekunde an hatten Editors ihre Fans im Griff und die Textzeilen wurden nicht selten aus über 5000 Kehlen mitgesungen. Es folgte Hit um Hit und zwei Stunden später wurden die besten Songs aus drei Alben zum besten gegeben. Nein, „Munich“ und „Papillon“ fehlten noch, welche sich dann jedoch in den zahlreichen Zugaben einordneten.

Auch wenn mir die Location viel zu groß war, kam dennoch genug Stimmung auf.
In kleineren Gefilden werden wir die Editors in den nächsten Jahren wohl auch nicht mehr erleben dürfen…

Durchde

Star Trek – Review

November 18, 2009

Eigentlich mochte ich Star Trek nie so wirklich. Irgendwie war mir das Gezeigte alles zu technisch und die Charaktere zu konservativ/bieder. Einige Gründe warum ich Krieg der Sterne lieber mag. Natürlich hatte ich die Serie als Kind im TV gesehen und als Teilzeit SciFi Fan ging auch der ein oder andere Kinofilm nicht an mir vorüber. Leider blieb mir oft nicht mehr als ein Kopfschütteln übrig, weil mich nervige Dialoge und altkluges Auftreten nervten.
Vor ein paar Monaten sah ich den Trailer zum selbst betitelten Kinofilm, der ein frisches junges Team zeigte und die Entstehungsgeschichte der bekannten Crew erzählte. Aufregend fand ich die gezeigten Bilder, schön poppig & modern.
Ins Kino traute ich mich dennoch nicht und so wartete ich auf das DVD Release. Meine Erwartungen, nachdem ich den Trailer gesehen hatte, wurden sogar übertroffen. Der Cast der jungen Crew ist perfekt und konnte mit viel Witz und Charme bei mir punkten. Es wird sich gefetzt, geküsst und coole Sprüche gerissen und das Ganze fast ohne albern rüber zu kommen. Wir sehen wie Kirk zum Captain wird und sich mit Spock anfreundet, dessen Heimatplanet in die Luft gejagt wird.

Der Plot, auf den ich bewusst hier nicht weiter eingehen möchte, ist zwar nicht besonders spannend, dennoch unterhaltsam. Selten habe ich soviel wie in diesem Scifi Film in den letzten Jahren erlebt. Man ist immer ganz nah an Kirks Geschichte und ist im Stande mitzufühlen. Diese Emotionalität fehlte leider bei den neuen Star Wars Filmen, wenn ich den Vergleich anbringen darf.
Der neue Star Trek hat sicherlich viele alte Fans zur Weißglut gebracht, wie ich hörte wurde der geschichtliche Ablauf an einigen Stellen gebrochen. Auch die jungen flippigen Charaktere könnten einigen auf die Nerven gehen. Ich hingegen kann den Film uneingeschränkt allen Non Star Trek Fans empfehlen, die einer frischen Soap Opera im Weltraum nicht abgeneigt sind.

Durchde

11:14 – Review

November 15, 2009

11.14

Einige mir empfohlenen Filme schlummern wahrscheinlich noch ewig auf meiner Warteliste. Selten komme ich dazu mir einen von Ihnen heraus zu picken und zu Gemüte zu führen.
Meine Freunde/Bekannten wissen schon was mir gefällt und dennoch frage ich mich nach jedem Film, der er es endlich in meinen Player geschafft hat, warum er so lange auf sich warten ließ.

Der Thriller 11:14 erschien Ende ´03 in den USA direkt auf DVD, Europa musste mit einer Veröffentlichung bis ins Ende ´95 warten. Die Geschichte, welche aus verschiedenen Perspektiven dasselbe Zeitfenster abdeckt, beleuchtet ein Geschehnis in dem auf seltsamer Weise fünf Charaktere miteinander verstrickt sind. Auch wenn sich einige Akteure, wenn überhaupt, nur teilweise und beiläufig begegnen, tragen sie dennoch zu ein und dem selben Ausgang der Geschichte bei. Immer wieder nimmt die Handlung krasse Wendungen und bleibt spannend bis zu letzt. Das Feeling der Erzählweise kann am besten mit einem Tarantino Werk meets dem Kult Film Memento verglichen werden.
Nachdem ersten Viertel, welches sich als etwas anstrengend präsentiert, geht es zunehmend fesselnder zur Sache. Die Story gleicht einem Puzzelspiel, welches zum Zeitpunkt der Vollendung durch den letzten Teil wieder durcheinander gewirbelt wird.

11:14 zeichnet sich dadurch aus, dass am Ende keine Fragen mehr offen bleiben und in Sache Kontinuität ein Meisterwerk gelungen ist. Zur Auflockerung gibt es eine gesunde Portion schwarzen Humor, der erfreulicherweise jedoch nie völlig überzogen auf die Spitze getrieben wird.11:14 ist einer der Filme, welcher sicherlich Sinn macht ein zweites mal gesehen zu werden, um die „Aha“ und „Ach so“ Erlebnisse zu verstärken…

Durchde

Slayer – World painted Blood –

November 14, 2009

slayer_world

[2009 Warner]

Meine Frau fragte mich, ob man Slayer leise hören könne. Natürlich nicht! Die Worte beherzigt legte ich das neuste Werk der Schädelspalter in den Player und drehte den Lautstärkeregler nach rechts. Im Vorfeld pries die Presse – World painted Blood – als Back to the Roots und das härteste Slayer Album seit Jahren an. Auf solch ein Geschwätz sollte man natürlich nichts geben. Aus Fankreisen war zu hören, dass die Platte irgendwo zwischen – South of Heaven – und – Seasons in the Abyss – liegen soll, schauen wir mal …

So, dann mache ich es mir mal auf der Couch gemütlich, Laptop auf den Schoss und die Playtaste der Fernbedienung gedrückt.
Die ersten Klänge von – World painted Blood - beginnen mit einem beschwörerischen Intro.
Beim Titeltrack geht es gleich zur Sache. Allerdings warte ich sehnsüchtig auf einen Break, nachdem die Gitarren ihren vollen Druck entfalten würden. Doch dieser Höhepunkt bleibt mir leider verwehrt. Auf dem Sechseiter liegt eine störend starke Kompression, die den Eindruck eines Vorabmixes anmutet. Im ersten Song wird mir im Mittelteil etwas zu viel experimentiert, belohnt werde ich dann allerdings mit bretthartem Thrash Metal, der in den schnellen Parts sehr clean mit einem gewissen Punk Flair rüber kommt.
Bei „Unit 731“ bricht man Geschwindigkeitsrekorde bei dem Lombardo ganze Arbeit leistet und beweist, dass er immer noch als Meister seines Fachs verstanden werden darf.
Snuff“ ist eine typische Slayer Nummer, in der sich Hi Speed Attacken mit brutalen Mid Tempo Parts ablösen. Sehr kompromisslos.
Beauty Through Order“ zeigt in der ersten Hälfte die ersten experimentelleren Elemente des Albums. Hier kann sich Arayas Gesang entfalten und zeigt sich abwechslungsreich wie schon lange nicht mehr. In der Mitte des Tracks wird es dann richtig geil und ich ziehe meinen Hut vor dem traditionellen Gitarren Spiel von King und Hanneman. Das ist Slayer Pur in bester – South of Heaven – Marnier.
Hate Worlwide“ sagt eigentlich schon alles. Unmissverständlicher Titel, kompromissloses Metal Gewitter.
In „Public Display of Dismemberment” zeigen Slayer eindrucksvoll, dass wenn man die Bremse löst, es kaum ein halten zu geben scheint.
Zeit zum durch atmen bietet „Human Strain“. Eine Midtempo Nummer mit einem etwas nervigen Mittelteil, der sich jedoch verkraften lässt. Die bisher schwächste Nummer des Albums.
Americon“ bietet gleich zum Anfang einen fetten rockigen Sound, der mich animiert noch etwas an dem Lautstärkeregler zu drehen. Auch wenn, oder vielleicht gerade deshalb, weil die Nummer sich etwas abhebt von den restlichen Songs, gefällt sie mir besonders.
Den vorzeige Track stellt die Single Auskopplung „Psychopathy Red“ dar. Full Speed or nothing heißt die Devise. Der Gesang scheint sich gegen Ende förmlich zu überschlagen.
Bei „Playing with Dolls“ geht es experimenteller zur Sache und Araya erhält genug Raum in der Midtempo Nummer zum experimentieren. Kommt mir dennoch etwas langweilig rüber.
Der Elfte und letzte Song von – World painted Blood – „Not of this God“ bietet eine solide Slayer Thrash Metal Nummer, welche zum Ende hin mit einer bedrohlich heruntergestimmten Gitarre aufwartet. Solch einen druckvollen Sound hätte ich mir fürs gesamte Album gewünscht.

Auf – World Painted Blood – zeigen sich Slayer experimenteller als auf seinem Vorgänger – Christ Illusion -. Die Kalifornier verstehen es immer noch auf die Fresse Metal zu komponieren. Leider klingt das ganze aus der Konserve, deutlich nach strikter Abarbeitung einstudierter Parts. Man hört recht deutlich, dass die Musiker selten komplett im Studio gestanden haben dürften. Der Platte fehlt ein gewisser Biss den z.B Kreator mit ihrer Back to the Roots Aufnahmesession an ihrem letzten Album gefunden hatten.
Dennoch bedienen Slayer weiterhin das Fanherz mit Bravur und dürften diese mit 11 neuen Tracks kaum enttäuschen. Wem das immer noch nicht reicht, darf sich die Platte gleich viermal zulegen, um aus dem geteilten Cover ein ganzes zusammen zu legen…..

Tracklist:
World painted Blodd
Unit 731
Snuff
Beauty Through Order
Hate Worldwide
Public Display of Dismemberment
Human Strain
Americon
Psychopathy Red
Playing with Dolls
Not of this God

Durchde

Rettet das AJZ Chemnitz !

November 12, 2009

The City of Chemnitz is discussing to close the AJZ.
Help with your signment to prevent it!
Spread it around!!!

ajzbleibt.blogsport.de

Solemn League – The Beach/The Burden 7inch

November 12, 2009

sl09

[2009 Kids in Misery]
[myspace.com/solemnleague]
[www.solemnleague.blogspot.com]

Neuer Stoff aus dem Hause Kids in Misery. Mit ihrem achten Labelrelease beweißt das feine DIY Label erneut seinen guten Geschmack.

Solemn League existieren seit 2006.Auf sie aufmerksam geworden bin ich durch eine Split 7inch mit Kids Explode. Vorher erschien ein Demo und ein Live Tape. Ursprünglich diente die Band als Sideprojekt ehemaliger Mitglieder von Kurhaus, Escapado und Just Went Black. Musikalisch zeigt man eine Vorliebe für den Post Indirock.
Schon nach dem ersten Durchlauf von – The Beach/The Burden – klang ihr Sound auf einer angenehmen Art und Weise vertraut. Erinnerungen schossen durch den Kopf, die mich für einen Moment um einige Jahre zurückversetzten als sich neben dem Emocore interessanter Post Sound entwickelte. Diese musikalische Verbundenheit kann nur daraus resultieren, dass die Kollegen eine große Liebe für Van Pelt/The Lapse und alte Karate Sachen haben müssten. Das ganze wird auf einem dermaßen hohen Niveau präsentiert, dass man das Ableben oben genannter Bands nicht mehr bedauern muss.

Das Markenzeichen dürfte das Wechselspiel zwischen gesprochenem und emotionalem rockigen Gesang auszeichnen. Ihr musikalisches Fundament bewegt sich im Midtempo Bereich und unterhält mit einem ausgereiftem Gitarrenspiel, welches den Lyriks eine zusätzliche Klangfarbe verleiht. Hinzu kommt eine solide Rhythmusarbeit, die angepasst der reflektierten Stimmung alles aus sich heraus holen kann.
Auch wenn der Sound nicht neu ist bekommt dieser aufgrund seiner beachtlich hohen Qualität einen Ausnahmestatus trotz ausleihen vieler Elemente oben zitierter Bands.
Schade nur das die gute Unterhaltung schon nach fünf Minuten viel zu schnell vorbei ist….

Das beidseitige Coverartwork Konzept wird auf einem Beiblatt fortgeführt. Ein illustriertes Stillleben, künstlerisch ebenso wertvoll wie die Musik, es passt einfach alles zusammen. Die Lyriks gibt es auf einem extra Zettelchen.
Für die, welche zu faul sind die Single ständig rumzudrehen gibt es anbei eine gratis CD-R mit den beiden Songs.
Die – The Beach/The Burden – betitelte 7inch gibt es für 4 Euro plus Porto im Kids in Miserey Shop zu erstehen.

Tracklist:
The Beach
The Burden

Durchde

Eine Ebullition Legende kehrt zurück….

November 9, 2009

Portraits of Past, gehörten in den Mid 90ies zu den wichtigsten Emocore Bands.
Mit nur einer LP und einer weiteren Split 7inch ereichten die Kalifornier Kultstatus.
Alle Songs wurden später auf einer Discography Cd zusammen gefasst, welche noch in dem ein oder anderen Mailorder zu finden ist.

Seid letzten Jahr fanden sich Portraits of Past für ein paar Gigs wieder zusammen und absolvierten dieses Jahr weitere Konzerte in Japan. In dieser Zeit sind neue Songs entstanden die es nun überraschenderweise auf eine neue Platte geschafft haben!!!

Die EP hört auf dem Namen – Cypress Dust Witch - und umfasst vier Tracks die als Vinyl und CD Version auf Excursions Into The Abyss Records erscheinen. Ich habe mir die Platte gleich geordert und bin schon gespannt darauf wie die Jungs heute klingen.

Einige der Songs sind vorab auf deren Myspace Seite zu hören:

www.myspace.com/portraitsofpast
Weitere Infos gibt es auch auf der Bandseite:
www.portraitsofpast.com

Durchde

Fliehende Stürme – Die Tiere schweigen

November 8, 2009

fliehende_stuerme09

[2009 Major Label]
[myspace.com/fliehendestrme]

Irgendwie liefen bei mir die Fliehende Stürme knapp 20 Jahre lang eher „nebenbei“, obwohl ich ihre Platten immer wieder zum hören bekam und sie auch nie wirklich schlecht fand. Die aus der Chaos Z entstandene Formation verschaffte mir Gehör, aber am Ende habe ich mich dennoch nicht weiter mit der Band beschäftigt. Es mag vielleicht daran liegen, dass ich vor ein paar Jahren musikalisch einen eher schmalen Blickwinkel besaß. Gothic und Joy Division Einflüsse im Punkrock konnten erst Jahre später bei mir punkten.

Mit – Die Tiere schweigen – präsentiert die Band ein Album, welches vom ersten bis zum letzten Akkord stimmig ist. Minimalistisch und auf den Punkt gespielt. Hier und da werden die Songs mit dezente Keyboardtönen angereichert, ansonsten von jedem Ballast befreit, trifft der Sound genau meinen aktuellen Geschmack. Die Lyriks werden traurig/melancholisch in bester EA80 Manier vorgetragen und sind Poesie fürs oft überdrüssige Gehör in den Releasefluten. Es gibt soviel zu sagen und noch mehr zwischen den Zeilen zu entdecken, die gesungenen Worte scheinen in jegliche Gefühlslage zu passen. „An einem besseren Tag“, „Spuren“, „Sirene“ und „Maschine“ sollen meine Anspieltipps sein.
Auch wenn ich nicht weiß was mir das Coverartwork im Zusammenhang mit dem Albumtitel sagen soll, unterstreicht es dennoch die düstere Stimmung der Songs.

Fliehende Stürme haben mit – Die Tiere schweigen – ein äußerst kompaktes Werk abgeliefert, welches keine Ausreißer bietet. Von eher ruhigen Nummern bis zu rockigen Tracks wird ein Feuerwerk an Gefühlen abgebrannt.
Ähnliches in seiner Gesamtheit auf dem Deutschsprachigen Sektor in Emotionalität konnten in den letzten Jahren nur Schrottgrenze mit ihrem Album – Das Ende unserer Zeit – bei mir erreichen…

Tracklist:
Turm
Fehlgänger
An einem besseren Tag
Strahlen
Spuren
Sirenen
Ende vom Anfang
Maschinen
In Sicherheit
Niemals für immer

Durchde

White Lies & Darker my Love – 1.11.09 LMH Köln

November 7, 2009

whitelies2010koeln

Die Briten White Lies sind für mich 2009 eine der Überraschungsbands im Indie Bereich. Ehrensache, dass ich die Jungs bei der nächsten Gelegenheit unbedingt Live erleben musste.

Es war ein verregneter Sonntag Abend, welcher zwar unangenehm nass, aber eine passende Einstimmung auf den melancholischen Mix aus Britpop und Joy Division Indie Sound von White Lies bot.
Nach einer kleinen Stärkung machten wir uns auf zur Lokation. Die Schlange vor den Toren der Live Music Hall war recht überschaubar. Als erstes nahmen wir den Merchstand unter die Lupe. Die Shirts gefielen mir nicht so dolle, Thema abgehackt.
Der Konzertraum war noch nicht sonderlich gefüllt und wir sicherten uns einen Platz im vorderen Bereich.

Darker my Love eröffneten schon bald ihr Set. Der Name sagte mir was, konnte die Band jedoch bisher nirgends einordnen. Die Musiker waren bemüht ein gutes Set abzuliefern, begeisterten die White Lies Fans jedoch nur bedingt. Der Auftritt wirke etwas emotionslos auf mich. Den Sound von Darker my Love würde ich als Indie Rock Mitte 70ies Kante einordnen. Einen dezenten psychedelischen Unterton bot das Keyboard. Klang insgesamt sehr professionell, befriedigte dennoch meinen Geschmack nicht ….

Zur langen Umbaupause füllte sich die Halle. Es fand, glaube ich, kein Kartenausverkauf statt, aber viele Tickets dürfte es dennoch nicht mehr gegeben haben. Die Techniker schraubten ewig auf der Bühne und die Musiker ließen auf sich warten.
Irgendwann ging das Licht aus und ein Intro drang aus den Boxen. White Lies erhobenes weißes Drumset wurde majestätisch mit grellen Spots beleuchtet. Das gesamte Bühnenlicht bestand aus ungefärbten Spots, welche unterschiedlich gedimmt wurden und erzeugte eine schlichte und dennoch stylische Untermalung auf den einsetzenden Sound der Briten. Eröffnet wurde ihr Set mit „Farewell to the Fairground“. Im Anschluss folgte Hit um Hit vom Debüt Album. Die noch recht junge Band hatte vom ersten Akkord ihre Fans im Griff. Der Sound klang um einiges rauer/punkiger als auf Platte. Besonderes der Gesang wirkte nicht so glatt wie auf der Tonkonserve . Es bildete sich ein kleiner Pogo Pitt, der sich recht brav verhielt. Die Lyriks wurden von Alt und Jung mit gesungen und jeder Song mit tosendem Applaus bedankt.
In der Mitte des Sets gab es mit „Taxidermy“ sogar eine ältere White Lies Nummer, welche nicht auf dem Album enthalten ist. Da ihr Material mit bis dato nur einem Album sehr begrenzt ist, standen schon bald die obligatorischen Zugaben auf dem Plan. Eröffnet wurde mit einem Talking Heads Cover. Als nächstes gab es einen weiteren Song, welchen ich leider vergessen habe. Zum Abschluss durfte natürlich die erste Single „Death“ nicht fehlen, bei der die Band noch einmal gebührend abgefeiert wurde…

Einen klasse, wenn auch etwas zu kurzen Auftritt von knapp 60 Minuten, boten uns White Lies in Köln, die ich mir bestimmt nicht das letzte mal Live angesehen haben dürfte.

Durchde

Mesh – A Perfect Solution

November 7, 2009

mesh_perfect

[2009 Dependent (ALIVE)]
[www.mesh.co.uk]

Drei Jahre sind seit dem letzten Mesh Album – We Collide – ins Land gezogen und endlich steht das neuste Output der Engländer in den Plattenregalen.
- A Perfect Solution – heißt der Longplayer und darf inhaltlich als Konzept Album verstanden werden. Die Lyriks behandeln zwischenmenschliche Beziehungen, welche bis in den tiefsten Abgründen thematisiert werden.
Musikalisch klingt – A Perfekt Solution – düsterer und verspielter als je zuvor.
Diese Stimmung wird vom dunklen Cover Artwork zusätzlich unterstrichen, welches die oben genannte Konzeption passend illustriert. 2009 klingen Mesh progressiver und nicht gleich einvernehmend wie es vorher oft der Fall gewesen war.
Eine Ausnahme stellt die Vorabsingle „Only Better“ dar, welche gleich im Ohr hängen bleibt. Die weiteren 10 Tracks des 60minütigen Albums werden teilweise kunstvoll mit Interludes veredelt und erhalten ihre volle Größe nach einer kurzen Anlaufzeit.
Hat sich – A Perfekt Solution – erst einmal erschlossen, gibt es kein zurück mehr. Schnell ist zu erkennen, dass sich das neue Mesh Album zu ihrem besten Werk entwickelt.
Die Songs klingen bombastischer und von den Sounds her weniger poppig. Jedoch keine Angst sobald die Refrains einsetzen beweist Mark wieder, dass er nicht ohne Grund zu den besten Sängern im Elektrobereich gehört.

Die ersten beiden Tracks „If we stay here“ und die Single „Only Better“ gestallten sich eher etwas ruhiger.
Mit „Everything I made“ wird die Bremse gelöst und ein explosiver Dancefloor Smasher in bester Mesh Manier wird auf den Hörer losgelassen. In den Sounds wird man viele neue Facetten erkennen, die – A Perfect Solution – lange spannend und frisch halten.
Is it so hard?” bewegt sich anfänglich etwas unscheinbar, biete dennoch eine gute Mid Tempo Nummer. Den Knaller stellt sein melodischer Refrain, der nicht mehr aus dem Gehör verdrängt werden möchte.
Hold it Togehter“ klingt recht progressiv und ist ein experimenteller Song, der sehr druckvoll und mit interessanten Sounds gespickt serviert wird.
Die schnulzige Seite wird durch „It`s gone“ repräsentiert, die ein weiteres Spektrum der Vielfalt von – A Perfekt Solution – abdeckt.
Nach „Everything I made“ gibt es mit „How Long?“ eine weitere Aufforderung das Tanzbein zu schwingen.
Who Says?” stellt für mich die spannendste Nummer des Albums dar. Hämmernde Beats und zweistimmiger Gesang in Form weiblicher Gastunterstützung bereichen den Mesh Sound ungemein. Großartig! Namentlich wird hier in textlicher Hinsicht der Albumtitel aufgegriffen und stellt für mich die interessanteste Erweiterung des Sounds dar.
Hope Dreams“ klingt in der Strophe nach einer Mischung aus Industrial und altem Depeche Mode Sound, knallt im Refrain ungewohnt laut und wird von rockigen Gitarrenklängen begleitet.
Bei „Want You“ geht es eher ruhig zu Sache.
Zum Schluss wurde mit „The Bitter End“ die vielleicht lauteste Mesh Nummer produziert und zieht noch einmal gehörig die Geschwindigkeit nach oben. Normalerweise hätte man sich solch einen Knaller als Opener für ein Album gewählt, auf – A Perfect Solution – lädt diese Nummer ein gleich wieder die Repeat Taste des Players zu drücken.
Überraschend und interessanter haben Mesh nie geklungen. Ich bin heute schon auf die Liveperfomance der neuen Songs gespannt….

Tracklist:
1. If We Stay Here
2. Only Better
3. Everything I Made
4. Is It So Hard
5. Hold It Together
6. It’s Gone
7. How Long
8. Who Says
9. Hope Dreams
10.Want You
11.The Bitter End

Durchde

Ass-Card Records 11th Anniversary Fest

November 6, 2009

Freitag, 27.11.2009 – Dortmund, FZW

asscard09

Das kleine, aber feine Dortmunder Plattenlabel (hier trifft die Begrifflichkeit tatsächlich noch zu!) Ass-Card Records feiert sein 11-jähriges Bestehen!

Das Label, entstanden aus einem Fanzine, veröffentlichte im Oktober 1998 erstmals eine 7inch einer befreundeten Band und kann heute, im Jahr 2009 auf diverse Veröffentlichungen kleinerer und größerer Bands aus der internationalen Punk- und Hardcore-Szene zurückblicken. Besonderer Wert wird auf Qualität statt Quantität gelegt und zu jeder Band ist eine freundschaftliche Beziehung Grundlage für eine Zusammenarbeit. Neben den üblichen Veröffentlichungen von CDs und Downloads, bestimmen aufwendige Vinyl-Releases einen Großteil des Label-Kataloges.

Am Freitag, den 27. November feiert ASS-CARD RECORDS sein 11-jähriges Bestehen im Dortmunder FZW mit folgendem Line-Up:
HOT WATER MUSIC (US), A WILHELM SCREAM (US), STRIKE ANYWHERE (US), TRIBUTE TO NOTHING (UK), RED TAPE PARADE (DE), THE ESCAPE ARTIST (DE)

ASS-CARD RECORDS – 11th Anniversary Fest, Teil II

Samstag, 28.11.2009 – Hamburg, Headcrash

Unser Anniversary Fest geht gleich einen Tag später in die zweite Runde und zwar im Hamburger Headcrash mit folgenden Bands:

TRIBUTE TO NOTHING [Worcester/UK]
RED TAPE PARADE [Regensburg/DE]
THE ESCAPE ARTIST [Dortmund-Düsseldorf/DE]

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HOT WATER MUSIC [Gainsville/USA]

11 Jahre Ass-Card Records und 11 Jahre ist es ungefähr her als wir HWM das erste Mal live gesehen haben und direkt von deren Live-Präsenz überwältigt waren. Leider keine Band aus unserem Roster, aber Freunde des Hauses. Als klar wurde, dass HWM dieses Jahr für ein paar Dates nach Europe kommen und sich dies mit unserem Festivaltermin überschneidet, sagte die Band sofort zu unser Festival zu headlinen um mit uns und den anderen Bands unser Jubiläum zu feiern. Wie hätten wir dazu nein sagen können?

A WILHELM SCREAM [New Bedford/USA]

Die unermüdlich tourenden A Wilhelm Scream aus New Bedford/USA, sind eine fantastische Liveband, die seit Jahren auf den Bühnen dieser Welt zu Hause ist. USA, Kanada, Australien, Japan und Europa – überall wussten sie in der Vergangenheit zu begeistern, ob als Supportband oder auf ihren unzähligen Headlinertouren. Nuno Pereiras markante Stimme und die absolute Kontrolle der Intrumente aller Bandmitglieder machen diese Band zu einem Liveerlebnis erster Klasse, essentiell für alle, die auf “intelligenten” Hardcore ohne Peinlichkeiten stehen. Als Vergleich sind Propagandhi auf allen Ebenen die passende Referenz.

STRIKE ANYWHERE [Richmond/USA]

Jeder von uns hat Platten von Strike Anywhere in seiner Sammlung. Sie haben mit fast allen anderen Bands auf unserem Festival schon einmal gespielt oder sogar getourt. Strike Anywhere spielen sehr guten und zeitlosen Hardcore, sind alles nette Typen und touren auch zufällig zeitgleich mit unserem Festival. Für uns genügend Gründe sie einzuladen, obwohl sie auch nicht in unserem Roster sind.

TRIBUTE TO NOTHING [Worcester/UK]

Die seit mehr als 13 Jahren existierenden Tribute To Nothing, bestehend aus den drei Turner-Brüdern und dem quasi auch schon Familienmitglied Chris and der zweiten Gitarre gehören zweifelsohne zu Europas Post-Hardcore-Spitze.

Ihr eigenständiger, hymnischer und innovativer Rock, gepaart mit rauem, melancholischem Punk hat sich weit genug entwickelt, um eigene Maßstäbe zu setzen. Dass sie darüber hinaus auch eine hervorragende Liveband sind, haben sie in den letzten Jahren, während ihrer unzähligen Touren (u.a. mit Boysetsfire, Hot Water Music, etc.) durch ganz Europa immer wieder unter Beweis gestellt. Definitiv einer der umtriebigsten Livebands der letzten Jahre!

RED TAPE PARADE [Regensburg/DE]

Die fünf Jungs aus Regensburg und Umgebung gehören seit Jahren zu den umtriebigsten deutschen Punk/Hardcore Bands. Sowohl musikalisch als auch inhaltilich stehen Red Tape Parade in der Tradition von Good Riddance, Farside, By The Grace Of God und Propagandhi. Am besten umschreiben lassen sie sich mit einem Zitat aus ihrem Bandinfo: „We are a pro-gay, pro-choice, anti-organized religion and anti-racist punk band. So please find someone else to open up for your christian ‘hardcore’ bands, OK?” Auf ihren zahlreichen Touren, u.a. mit The Casting Out und Shook Ones haben sie bereits genug Erfahrungen auf Europas Punk- und Hardcorebühnen gesammelt.

THE ESCAPE ARTIST [Dortmund-Düsseldorf/DE]

Neuer Name, alte Hasen. Auch nicht erst seit gestern ist die Besetzung von The Escape Artist am Start, denn alleine drei Fünftel der Band hat bereits erfolgreich bei My Favorite Chord zusammen gespielt. Frisch verstärkt, bleiben sie ihrer Liebe zu melodiösem und treibenden Punkrock treu, wobei sie der zweiten Hälfte des Wortes eine immer größere Bedeutung beimessen, so dass Vergleiche zu Face To Face oder Samiam nicht aus der Luft gegriffen sind. Bei Supportshows für The Gaslight Anthem, The Loved Ones und The Casting Out bewiesen sie, dass von ihnen in Zukunft noch einiges zu erwarten ist.

Boxhamsters – Brut Imperial

November 3, 2009

boxhamsters_brut

[2009 Unter Schafen]
[www.boxhamsters.net]
[www.myspace.com/boxhamsters]

Die Boxhamsters scheinen unverwüstlich und bescherten uns mit – Brut Imperial – vor ein paar Wochen eine neue Scheibe. Gefühlt gab es die Boxies eigentlich schon immer und haben in den letzten Jahrzehnten den ein oder anderen Klassiker aufgenommen..
Die Giessener galten in meiner Jugend oft als die melodische Antwort auf EA80 und waren wie die Gladbacher Pflichtprogramm, welche in jedes gute Punkrock Plattenregal gehörten.

- Brut Imperial – dreht nun seit einigen Stunden seine Runden und verhält sich recht unauffällig. Dennoch sind die Jungs aus Hessen ihren Mitstreitern meist eine Nasenlänge voraus. Allerdings kann man heute das gesetzte Alter der Herren heraushören und in den Tönen klingen die ersten Abnutzungserscheinungen.
Die Boxhamsters sind ruhiger geworden und brauchen den großen Krach nicht mehr um Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Das klappt auch wunderbar mit verträumten und eher poppigen Nummern.
Beim Song „Flöz & Pökel“ darf Eva von Juli vors Mikrofon. Wenn es hier nun evtl. nach einer Abkehrung von der guten alten Zeit klingen mag, möchte ich ein Stück zurück rudern. Die Boxhamsters haben es musikalisch und vor allem textlich immer noch drauf.
Politik, Erlebnisse und Gedankenfetzen werden voller Poesie in Worte verfasst, welche auch ohne musikalische Unterstützung bestens zu Gemühte geführt werden können.
Mogli“ ist musikalisch sowie textlich mein absoluter Favorit:

…Herbstkalenderblätter fliegen durch die Nacht auf dem Herz geschlafen liegt man lange wach. Allein wie Millhouse – Blick zurück: Wo ist das innere von Glück …“

Weiter „Auffälligkeiten“:
Schluchtenflitzer“, ist eine feine Homage an die Kreidler Florett. Passenderweise wird von Co ein Exemplar zum Kauf gesucht…
Ich hoffe, dass mit dem letzten Song der Platte „Der 3. Ton“ nicht das Ende der Boxhamsters angekündigt werden soll oder möchte man die Abwendung des Punkrocks in Worte fassen?

Gelungen finde ich das verspielte Artwork von – Brut Imperial -.
Drei Stofftiere sitzen aneinander gebunden im Schnee. Im Inneren der Hülle ist ein Schatten eines Tannenbaumes sichtbar an dem eine Pistole hängt. Der Interpretation sind keine Grenzen gesetzt …

Auch wenn mich die neuen Songs nicht sonderlich vom Hocker reißen, auf – Brut Imperial – wir solide, wenn auch etwas ruhigere Boxhamsters Schule geboten.

Tracklist:
1982
Herzigel
Mogli
Schluchtenflitzer
Unendlich
Flöz & Pökel
Daumenkino
Lochfraß
Im Gottmodus
Der 3.Ton
+ Bonus

Durchde

Jahrestreffen 2010

November 2, 2009

Nach einem Jahr Pause ist es endlich wieder soweit, der RSP lädt zum vierten mal alle Figurensammler zum Jahrestreffen ein.
Das Treffen 2010 findet am 02.-03.10.2010, in neuer Location in Bielefeld statt.
Also markiert Euch den Termin im Jahreskalender 2010 und kommt zahlreich nach Bielefeld.

Weitere Infos (Zimmer, Kosten oder Programm) folgen in Kürze auf:
lichtgeschwindigkeit.de ,rebellenstuetzpunkt.de und in unserem Newsletter welcher auf der RSP Startseite abonniert werden kann.

Wir freuen uns auf EUCH.
Euer
RSP Team

The Stupids – The Kids don’t like it

Oktober 30, 2009

stupids09

[2009 Boss Tunea]
[www.myspace.com/ukthestupids]
[www.thestupids.org]

Ob die Kids The Stupids wirklich nicht mögen, hmmmmm…
Der klassische Sound der Hardcoreveteranen dürfte eigentlich out sein. Kein Metal sondern Punk als treibende Kraft steht auf ihrer Fahne. Nach über 20 Jahren meldet sich das Trio aus UK mit einem neuen Album zurück. Eigentlich wollte die Band nur ihren Backkatalog neu auflegen und ein paar Shows spielen. Glücklicherweise gab es im Anschluss gleich eine neue Single und eine Full Lenght ließ nicht lange auf sich warten …..

Kann solch ein Revival eigentlich gut gehen, sind die Herren nicht zu alt für rotzigen, melodischen Punk vergangener Tage?
- The Kids don’t like it – lautet der Albumtitel, vielleicht haben sie ja recht, bei mir ging deren Comeback allerdings vollends auf. Ich bin dermaßen begeistert von den 16 neuen Tracks, dass ich mir am liebsten gleich ein neues Skateboard kaufen möchte und die Platte als Soundtrack zum Ausrollern nehmen möchte. Noch nie haben The Stupids so großartig geklungen, jeder Song ist ein kleiner Hit. Auch 2009 versteht es die Band den nötigen Drive mit bissigen und humorvollen Lyriks zu paaren und vergessen dabei die nötige Dosis an Melodien nicht.

Wer RKL, D.I. Adolecents und Circle Jerks liebt, muss hier zuschlagen. – The Kids don’t like it – kann ohne lange Überlegung neben den Klassikern oben genannter Bands einsortiert werden.
Mehr gibt es nicht zu sagen ….

Tracklist:
Malcom Bitch
Drumshop Arsehole
I Was Sexually Harassed
Remember Me, Dismember You
Feel The Suck
Charlton Heston
Beach Dick
Middle Aged Punk
It’s Not My Fault
Melt Me
Hate Hate
God And Country
Fragmented Interaction
Zero
Sons Of The Beach
Shagga

Durchde

Dormagen, Köln, Düsseldorf und zurück…

Oktober 29, 2009

Gestern wollten es meine kleine Vespa und ich noch einmal wissen. Das Wetter dürfte sich zum letzten mal in diesem Jahr gnädig genug gezeigt haben um eine längere Tour zu starten.

Das Thermometer zeigte 16 Grad und meine Fahrt führte mich an wundervoll leuchtenden Herbstlaub vorbei. Durch diese rot/orange gefärbter Farbenpracht beeindruckt erfüllten sich meine Gedanken voller Poesie. Ich hätte Gedichte schreiben können noch und viel mehr vor Glück. Mensch was war das kitschig…
Gute 160 Kilometer absolvierte meine Kleine, mittlerweile in die Jahre gekommene, Italienerin problemlos. Ich bin stolz auf Dich ….

Durchde