Archiv für die Kategorie ‘Filme - gesehen’
November 22, 2009

Ich hätte mit allem gerechnet, jedoch nie mit einer Fortsetzung des Kultstreifens Donnie Darko. Der Film dessen Handlung sicherlich von jedem Zuschauer anderes interpretiert wird, zeichnet sich genau aus diesem Grund zu etwas besonderem aus. Foren überschlugen sich mit den wüstesten Thesen über den Sinn und zu nicht beantworteten Fragen des Films. Dass ein zweiter Teil, vor allem da das gesamte Team ausgetauscht wurde, kaum funktionieren konnte, war von vornherein klar. Dennoch ist man natürlich auf solch eine Fortsetzung gespannt…
Die Geschichte von s.Darko spielt sieben Jahre nach Donnies mysteriösen Tod durch den Aufprall einer Flugzeugturbine. Seine Schwester Samantha, welche versucht ihre Albträume zu bewältigen, befindet sich auf einem Roadtrip mit ihrer besten Freundin. Allmorgendlich findet sie sich aufgrund von Schlafwandeln an einem anderen Ort in dem kleinen Kaff, in dem sie sich niedergelassen haben, wieder. Die Gegend ist äußerst seltsam. Sie begegnet dort einem verstörten Kriegsveteran und es verschwinden Kinder. In ähnlicher Machart wie im Original soll das Leben auf der Erde in ein paar Tagen vorbei sein. Backflashs, Zeitsprünge und einer ganze Menge Kurioses findet statt.
Visuell wird einiges geboten. Geniale Einstellungen werden, wie schon in Donnie Darko, mit der passenden Musik in Verbindung gebracht. Die Hauptdarstellerin verkörpert ihre Sache eigentlich ganz gut, hier kann man nicht meckern. Das Problem von s.Darko ist allerdings die Gradlinigkeit und wie offen mit dem Thema Zeitreise umgegangen wird. Die Erzählweise nimmt einfach zu viel voraus und versucht sich zu oft zu erklären. Vieles muss man einfach nicht wissen, Interpretation erfüllte das Erstlingswerk und gab ihm seine mystische Stimmung.
Hier liegen auch schon die größten Schwächen von s.Darko an seinem Vorgänger gemessen. Hätte der Film einen eigenständigen Titel könnte man ihn sicherlich entspannter betrachten.
s.Darko ist ein gar nicht mal so schlechter Streifen, fungiert als Fortsetzung meiner Meinung nach jedoch nur kaum.
Durchde
Schlagworte:Donnie Darko, Review, S.Darko
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November 21, 2009

Die Tage hatte ich mal wieder richtig Bock auf leichte Filmkost.. Zur Zeit dürfte 2012, Emmerichs neustes Werk diesen Wünschen bestens gerecht werden. Ich erwartete nicht viel, einfach mal den Verstand ausschalten und knapp drei Stunden von den Bilderfluten berieseln lassen. Emmerich hat wieder die Zerstörungswut gepackt und lässt die Erde erneut unter gehen. Wem die äußerst beeindruckenden Szenarien in Independence Day und The Day after Tomorrow noch nicht reichten, kommt mit 2012 voll auf seine Kosten.
Die Story ist einfach gestrickt. Die Erderwärmung schreitet schneller voran als erwartet. Im Jahr 2012 in dem die Zeitrechnung der Maya aufhört soll sich die Erde zerstören. Erdplatten verschieben sich und Vulkane brechen aus, hinzu droht eine Überschwemmungsgefahr.
Ein in Trennung lebender Familienvater muss beim Ausflug mit seinen Kindern die ersten Anzeichen der Zerstörung miterleben. Gerade als er die Kids zu seiner Ex Frau und ihrem neuen Lebenspartner zurück gebracht hat beginnt sich die Erde zu spalten. Zusammen machen sie sich auf die Flucht. Durch einen in der Wildnis lebenden Radiomoderator wird der Vater auf einen geheimen Plan der Regierung aufmerksam. Auf ihm wird der Standort einiger Schiffe im Arche Noah Style skizziert ….
Was nun folgt ist eine Zerstörungsorgie ohne Gleichen. Die Szenarien sind ergreifend visualisiert. Bis auf New York wird eigentlich kein Hauptschauplatz der Erde ausgelassen. Natürlich wird an einigen Stellen arg überzogen und der oftmals erzwungene Witz nervt. Dennoch wurde es nie langweilig. Nach einer kurzen Einführung der Charaktere zu Anfang gab es eigentlich die ganze Zeit Action und ständig ein anderes dem Untergang geweihtes Szenario zu bewundern. Auch wenn mich die emotionalen Momente, eingeschlossen des quasi Happy End in bester Hollywood Manier zu Ende störten, wurde ich nicht enttäuscht. Wer auf geile Bilder, flotte Schnitte, reichlich Action steht kommt an Emmerichs neustes Spektakel 2012 nicht vorbei.
Durchde
Schlagworte:2012, Film
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November 18, 2009

Eigentlich mochte ich Star Trek nie so wirklich. Irgendwie war mir das Gezeigte alles zu technisch und die Charaktere zu konservativ/bieder. Einige Gründe warum ich Krieg der Sterne lieber mag. Natürlich hatte ich die Serie als Kind im TV gesehen und als Teilzeit SciFi Fan ging auch der ein oder andere Kinofilm nicht an mir vorüber. Leider blieb mir oft nicht mehr als ein Kopfschütteln übrig, weil mich nervige Dialoge und altkluges Auftreten nervten.
Vor ein paar Monaten sah ich den Trailer zum selbst betitelten Kinofilm, der ein frisches junges Team zeigte und die Entstehungsgeschichte der bekannten Crew erzählte. Aufregend fand ich die gezeigten Bilder, schön poppig & modern.
Ins Kino traute ich mich dennoch nicht und so wartete ich auf das DVD Release. Meine Erwartungen, nachdem ich den Trailer gesehen hatte, wurden sogar übertroffen. Der Cast der jungen Crew ist perfekt und konnte mit viel Witz und Charme bei mir punkten. Es wird sich gefetzt, geküsst und coole Sprüche gerissen und das Ganze fast ohne albern rüber zu kommen. Wir sehen wie Kirk zum Captain wird und sich mit Spock anfreundet, dessen Heimatplanet in die Luft gejagt wird.
Der Plot, auf den ich bewusst hier nicht weiter eingehen möchte, ist zwar nicht besonders spannend, dennoch unterhaltsam. Selten habe ich soviel wie in diesem Scifi Film in den letzten Jahren erlebt. Man ist immer ganz nah an Kirks Geschichte und ist im Stande mitzufühlen. Diese Emotionalität fehlte leider bei den neuen Star Wars Filmen, wenn ich den Vergleich anbringen darf.
Der neue Star Trek hat sicherlich viele alte Fans zur Weißglut gebracht, wie ich hörte wurde der geschichtliche Ablauf an einigen Stellen gebrochen. Auch die jungen flippigen Charaktere könnten einigen auf die Nerven gehen. Ich hingegen kann den Film uneingeschränkt allen Non Star Trek Fans empfehlen, die einer frischen Soap Opera im Weltraum nicht abgeneigt sind.
Durchde
Schlagworte:2009, Review, Star Trek
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November 15, 2009

Einige mir empfohlenen Filme schlummern wahrscheinlich noch ewig auf meiner Warteliste. Selten komme ich dazu mir einen von Ihnen heraus zu picken und zu Gemüte zu führen.
Meine Freunde/Bekannten wissen schon was mir gefällt und dennoch frage ich mich nach jedem Film, der er es endlich in meinen Player geschafft hat, warum er so lange auf sich warten ließ.
Der Thriller 11:14 erschien Ende ´03 in den USA direkt auf DVD, Europa musste mit einer Veröffentlichung bis ins Ende ´95 warten. Die Geschichte, welche aus verschiedenen Perspektiven dasselbe Zeitfenster abdeckt, beleuchtet ein Geschehnis in dem auf seltsamer Weise fünf Charaktere miteinander verstrickt sind. Auch wenn sich einige Akteure, wenn überhaupt, nur teilweise und beiläufig begegnen, tragen sie dennoch zu ein und dem selben Ausgang der Geschichte bei. Immer wieder nimmt die Handlung krasse Wendungen und bleibt spannend bis zu letzt. Das Feeling der Erzählweise kann am besten mit einem Tarantino Werk meets dem Kult Film Memento verglichen werden.
Nachdem ersten Viertel, welches sich als etwas anstrengend präsentiert, geht es zunehmend fesselnder zur Sache. Die Story gleicht einem Puzzelspiel, welches zum Zeitpunkt der Vollendung durch den letzten Teil wieder durcheinander gewirbelt wird.
11:14 zeichnet sich dadurch aus, dass am Ende keine Fragen mehr offen bleiben und in Sache Kontinuität ein Meisterwerk gelungen ist. Zur Auflockerung gibt es eine gesunde Portion schwarzen Humor, der erfreulicherweise jedoch nie völlig überzogen auf die Spitze getrieben wird.11:14 ist einer der Filme, welcher sicherlich Sinn macht ein zweites mal gesehen zu werden, um die „Aha“ und „Ach so“ Erlebnisse zu verstärken…
Durchde
Schlagworte:11:14, Review
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Oktober 5, 2009

Als die Presse verkündete, dass Peter Jackson einen SciFi Film produziert, zeigten zahlreiche Kinofans ein großes Maß an Interesse und Neugierde. Mich ließ die Euphorie völlig kalt, auch der Trailer haute mich nicht gerade um. Dennoch gab ich mir die Tage District 9 und möchte schon vorab soviel verraten, dass ich mit einer beinahen Ablehnung fast einen der Überraschungsfilme 2009 im ScFi Bereich verpasst hätte…
Zur Story:
Ende der achtziger Jahre strandet über Johannesburg ein Raumschiff. In ihm vegetieren circa zwei Millionen verwahrloste Aliens. Weder als Freund noch als Feind verweilen sie zwanghaft in ihrem Schiff. Die Besucher werden „befreit“ und im Ghetto District 9 zusammen gepfercht. Dort hausen die Besucher unter schlimmsten Bedingungen. Das Militär versucht sich die Technologie der Aliens zu nutze zu machen, verlieren jedoch das Interesse als sie bemerken, dass ihre Waffen nur mit dem genetischen Code der Besucher funktionieren. Also überlässt man sie ihrem Schicksal und lässt die Besucher zusammen gepfercht dahin vegetieren. Die Übergriffe und der Frust wird zunehmend zur Bedrohung und ein Team wird ins Camp geschickt mit der Mitteilung zur Umsiedlung. Ihr Sprecher infiziert sich mit einer Flüssigkeit der Aliens und verwandelt sich langsam in eine Kreatur, welche die Waffen der Außerirdischen bedienen kann.
Das Militär geht über Leichen, scheut weder Verleumdung und Mord, um sich den Umstand zu nutze zu machen. Als Rettung und Hoffnung auf Genesung des Befallenden gibt es nur eine Möglichkeit, die Flucht in District 9…
Der Film wirkt dank seiner Erzählweise in Form einer Reportage sehr realistisch. TV Ausschnitte und wacklige Kameras sorgen für ein Feeling mitten im Geschehen. Angenehm fallen die Animationen ins Auge, die nur schwer vom Realbild zu trennen sind. Der Film lebt von der Reflektierung der politischen und gesellschaftlichen Ansichten der westlichen Weltordnung. Disctrict 9 ist kein sinnloses Effektkino, vielmehr ein Film mit Tiefgang der zwischen den sinnbildlichen Zeilen zitiert werden sollte.
Auch wenn man sich am Ende zu einer zunehmende Materialschlacht hat hinreißen lassen, wirkt District 9 weder überzogen noch übertrieben.
Ein Film von dem ich mir eine Fortsetzung erhoffe ….
Durchde
Schlagworte:Disctrict 9, Peter Jackson, Review
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Oktober 3, 2009

Der erste Film der Drei ??? vor zwei Jahren war noch nicht im Kino, da machte sich das Team schon an die Arbeit einer Fortsetzung. Mutig, mutig….
- Das Geheimnis der Geisterinsel – spaltete die Meinungen der Fans gewaltig. Was den Hörspielfans wohl am meisten gestört haben dürfte, war die Tatsache dass die Darsteller der drei Detektive viel zu jung gewesen waren. Als zweiter Kritikpunkt dürfte die ungewohnte Synchronisation sauer aufgestoßen sein. Am Ende bot das Debüt dennoch ein unterhaltsamen, wenn auch stark ausgelegten kindgerechten Film ….
Seit ein paar Tagen liegt in den Videotheken das neue Abenteuer der Drei. – Das verfluchte Schloss – lautet der Titel.
Die Detektive wirken etwas reifer und die Story gewinnt aufgrund, dass die Charaktere nicht mehr vorgestellt werden, rasch an Fahrt. Die Kulisse des Schlosses ist recht düster und könnte für die kleinen Zuschauer vielleicht unheimlich wirken…
…Mehr zur Story wird hier allerdings nicht verraten….
Ich kann Euch auf jeden Fall versprechen, dass wir im zweiten Teil einen würdigen Nachfolger geboten bekommen, der mit Leichtigkeit die Überholspur in Sachen Witz, Charme und ausgefeilter Story bewandert. Endlich bekommen wir mehr vom vertrauten Umfeld in visueller Form geboten. Neben Titus und Mathilda Jonas kommt nun auch der Chauffeur Morton in Szene. Glücklichweise gibt es hier die vertraute Stimme aus den Hörspielen.
Auf dem Silberling gibt es den Kinotrailer, Interviews und Making Offs als Bonus.
- Das Verfluchte Schloss – hat mir gut gefallen. Wer über einige Albernheiten hinwegsehen kann wird sich sicherlich gut unterhalten fühlen. Ich wünsche mir dennoch, dass sich mit einem evtl. dritten Teil etwas Zeit gelassen wird, bis die Darsteller ein ähnliches Alter erreicht haben, wie wir sie aus den Hörspielen gewöhnt sind……
Durchde
Schlagworte:DVD, Review, Die Drei ???, Das verfluchte Schloss
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September 26, 2009

Im vierten Teil der Final Destination Reihe versucht man wieder einmal mehr oder weniger erfolgreich dem Tod von der Schippe zu springen. Diesmal beginnt das Schicksal bei einem Autorennen, welches von ein paar Freunden besucht wird. Einer von ihnen sieht einen Unfall voraus, welcher mehr als 50 Besucher in den Tod reißen wird. Gerade noch rechtzeitig schaffen sie es ihrem Schicksal zu entkommen.
Wer die FD Reihe kennt weiß was nun kommt. Der Tod merkt sich in welcher Reihenfolge er neues Futter bekommen sollte und versucht nun auf anderem Weg das Unausweichliche zu vollstrecken…
Der vierte Aufguss, im Prinzip ist wieder alles beim Alten und mittlerweile etwas phantasielos. Um dennoch eine Fortsetzung spannend auf die Leinwand zu bringen, hat man sich der neuen 3D Technik bedient. So lahm die Story auch ist, so beeindruckend hingegen kommen die neuen Effekte rüber. Gegenstände springen dem Zuschauer entgegen und man hat das Gefühl mitten im Geschehen zu sein. Die Horrorszenen kommen so äußerst realistisch rüber, auch wenn sie im vierten Teil absolut auf die Spitze getrieben werden. Final Destination verging im Flug, dank der neuen und spannenden Technik.
Leider wird 3D bald in den meisten Filmen zu sehen sein und der Reiz des Besonderen wird verloren gehen. Wenn dann das Hauptaugenmerk auf diese Effekte, wie hier in Final Destination, gelegt wird, verliert der Film als solcher wieder einmal mehr seinen eigentlichen Sinn, spannende Storys zu transportieren …
Durchde
Schlagworte:3D, Final Destination 4, Review
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September 22, 2009

Hinter dem reißerischem Titel, von Kevin Smith produziert, erwartet man alles, nur keine Komödie. Jedoch genau das Kunststück, seiner oftmals überdrehten und abgefuckten Handlungsstränge aus seinen vorherigen Werken, eine gefühlsvolle/lustige Story unterzumogeln, ist als äußerst gelungen zu bezeichnen.
Zur Story:
Zack und Miri leben in einer WG. Über mehr als eine gute Freundschaft ist ihre Beziehung nie gegangen. Zack arbeitet in einem Coffee Shop, dennoch reicht das Geld von vorne bis hinten nicht, um Miete und Nebenkosten zu decken. Als den beiden Wasser und Strom abgedreht wird, kommen sie auf die Idee mit Pornos Geld zu verdienen. Gecastet wird im Bekanntenkreis und für die Ausrüstung wird improvisiert. Eine alte Halle wird kurzerhand als Studio umfunktioniert. Dort wollen sie ihren ersten Porno produzieren, der Storytechnisch im Star Wars Universum angesiedelt ist.
- Hier beweist Kevin wieder seine große Liebe an Lucas Werken und sorgt für viele Anspielungen und witzige Kostüme.
Allerdings finde ich in der ersten Hälfte des Films die Sprüche meist etwas zu derb und völlig überdreht. Weniger wäre mehr gewesen.
Am nächsten Tag wird die Halle überraschend abgerissen und die Crew steht ohne Ausrüstung, Geld und Lokation da. Kurzerhand entscheidet sich Zack im Cafe nach Feierabend zu drehen und die „Story“ des Films der Örtlichkeit anzupassen. Auf dem Plan steht neben diversen Paarungen, eine Sexszene zwischen Zack und Miri. Beide winden sich wie Aale und versuchen den Akt mit einem Mix aus Scham und aufkommender Liebe zu verzögern. Die Szenen bieten äußerst amüsante Einstellungen.
Ab diesem Punkt kann man sich schon ausmalen wohin die Reise gehen wird. Die Pornoproduktion und der ersehnte Erfolg rutschen in den Hintergrund und die Handlung führt von nun an die anbahnende Liebesbeziehung von Zack und Miri.
Der Film ist aufgrund einiger ekliger Szenen und diversen vulgären Sprüchen nicht „schön“. Ansonsten stellt er eine herrliche Komödie da, welche herzlich, lustig und emotionaler kaum sein könnte …
P.S. Wartet unbedingt bis nach dem Abspann …
Durchde
Schlagworte:Kevin Smith, Review, Zack und Miri drehen einen Porno
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September 13, 2009

In der Releaseflut der Comicverfilmungen, hier aus dem Hause DC, kamen mir die Watchmen genau richtig. Die Kostüme fand ich albern und altbacken, die Vorlage war mir unbekannt und ich entschloss mich daher den Film nicht im Kino zu sehen. Von einigen wurde bemängelt, dass der Streifen zu lange (fast drei Stunden!) geht und zu wenig Action neben zahlreichen Dialogen stattfindet. Andere lobten den Film gerade wegen seiner ausführlichen Charakter Beschreibungen und der Nähe an den Bildern des Comics.
Mit dem DVD Release wurde ich dann doch irgendwie neugierig und so entschloss ich mich mir Watchmen, zwecks Überbrückung unserer Zugfahrt nach Augsburg, zu geben.
Ich möchte mich nun, nachdem ich den Film gesehen habe, in die zweite Gruppe einreihen. Watchmen zeichnet eine unglaubliche Tiefe aus, welche zu keinem Moment langatmig wirkt. Die Charaktere sind großartig und die Rückblenden in die Vergangenheit der Helden und deren Vorfahren sind witzig und spannend zugleich. Untypisch aber irgendwie doch passend fand ich die musikalischen Einspieler aus den 80igern, 99 Luftballons … 
Spannend fand ich wie diverse Geschichten sich immer mehr zu einem verwebten und gegen Ende interessante Wendungen nahmen, mit denen ich in diesem Ausmaß nicht rechnete.
Watchmen ist anderes als viele Comicverfilmungen und meine bis dato best gesehenste überhaupt. Ich liebe den gezeigten Retrostyle so sehr, dass ich mir die Tage den Film ein zweites mal geben musste. Schade, dass die Geschichte zu Ende ist. Hier hätte ich mir eine Weiterführung ausnahmsweise gewünscht …..
Über die Story möchte ich an dieser Stelle keine weiteren Worte verlieren. Lasst Euch wie meine Wenigkeit von einem äußerst gelungenen Film vereinnahmen …
Durchde
Schlagworte:Review, Watchmen
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September 13, 2009

Mensch was war ich hinterher den Ludolfs Film sehen zu können. Im Kino lief der Streifen der vier Brüder aus Dernbach eher spärlich und die Videothek musste die DVD immer wieder verschieben. Nun hatte ich endlich die Möglichkeit 90 Minuten am Stück Geschichten vom Schrottplatz über mich ergehen zu lassen.
Wie ihr vielleicht mitbekommen habt bin ich ein großer Fan der Ludolfs und habe alle bis dato gesendeten Folgen gesehen. Allerdings stand ich einem Kinofilm etwas skeptisch gegenüber. Selten funktioniert es ein Serienformat im Kinoformat zu bringen. Am Ende kommt meist nicht mehr als eine Doppelfolge dabei heraus. Ähnliches wiederfährt der Ludolfs Adaption.
Die Charaktere kommen zu Wort und erzählen über sich und ihre Brüder. Das ganze kommt einer Reportage gleich. Die Rahmengeschichte erzählt von einer ersten Ausfahrt, an der sogar Günther beteiligt ist. Man möchte nach Italien fahren in Erinnerung an den verstorbenen Vater, dessen Herzenswunsch es war das Land einmal besuchen zu dürfen. Glücklicherweise bleiben überzogene Inszenierungen aus. Ich hatte mit einer scheußlich überzogenen Darstellung des Lebens der Ludolfs gerechnet. Das Alltagsgeschäft kommt realistischer rüber als es in den letzten TV Folgen dargestellt wurde.
Hört sich doch alles prima an, oder? Allerdings fehlte mir das gewisse Etwas was einen Kinofilm rechtfertigt. Dies zu beschreiben fällt mir nicht leicht. Für einen der die vier Brüder noch nicht kannte muss das Gezeigte oft absoluter Müll gewesen sein, der eingefleischte Fan kennt eh alle Facetten der Ludolfs.
Eine gute Unterhaltung wurde mir zumindest geboten …
Durchde
Schlagworte:Der Film, Die Ludolfs
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September 9, 2009

Quentin Tarantino hat sich mit Inglourious Basterds einem Remake von 1977 angenommen (Ein Haufen verwegener Hunde – Inglorious Bastards), der jedoch nur vom groben Kern mit der Neuauflage identisch sein soll.
Wie seine anderen Werke ist das neuste Output des Meisters wieder in verschiedene Kapitel aufgeteilt, die zum Ende hin in eine Geschichte zusammen laufen.
Der Film ist überraschend schon ab 16 Jahren freigegeben und der bis dato familienfreundlichste Tarantino Streifen geworden. Um ehrlich zu sein, liegt Inglourious Basterds hinter meinen hochgeschraubten Erwartungen. Den medialen Hype bin ich von seinen anderen Filmen nicht gewohnt und vielleicht habe ich mich etwas zu viel anstacheln lassen. Trotz zwei bis drei ekligen Szenen ist Inglourious Basterds recht „brav“, gerade durch die Dialogvielfalt ist der Streifen mainstreamiger ausgefallen.
Bei der wirklich coolen Einführung Till Schweigers habe ich ein Actionfeuerwerk erwartet, welches leider ausblieb. Till Schweiger führte neben Bratt Pitt als Zuschauermagnet seine Rolle souverän, Daniel Brühl spielte wie immer sehr gut, dennoch wirkte er etwas verloren und zu unauffällig.
Die Story spielt in Frankreich während des zweiten Weltkrieges. Eine kleine Gruppe, die Inglourious Basterds, von Amerikanern angeführt, machen sich auf die Jagd, um Nazis zu töten. Ein Kino, welches von einer Jüdin und einem Schwarzen betrieben wird, soll als Vorführung eines Nazi Filmes dienen. Während der Vorführung plant die Betreiberin mit einem Brand die Nazis inklusive Adolf Hitler zu ermorden. Beim Finale, in dem die Handlungsstränge zusammen laufen, kommt im Schlussakt der Vernichtungsversuch der Inglourious Basterds hinzu, welche ebenfalls durch Sprengsätze den Nazis den Gar ausmachen wollen.
Vielleicht sollte ich dem Film zum DVD Release noch eine zweite Chance geben. Ich vermisse diese kleinen feinen Momente, welche z.B. bei Pulp Fiction in die Popkultur eingeflossen sind. Oder lies sich meine Aufmerksamkeit durch die etlichen Untertitel zu stark ablenken?
Durchde
Schlagworte:Inglourious Basterds
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September 6, 2009

Welchen aktuellen Film könnten wir uns als Abschluss eines Kurzurlaubs in Augsburg mit zwei Mädels aktuell geben? Ich denke die Komödie Hangover dürfte zur Zeit die richtige Wahl gewesen sein.
Vorwegnehmen möchte ich meine Begeisterung, welche ich an den Anfang meiner Besprechung lege. So flach sich die Story anhörte und ich mit einem äußerst albernen Blödelfilm rechnete, so überrascht und begeistert war ich über das kurzweilige Werk, welches unaufhörlich Dampf macht und keine Atempause den Lachmuskeln gönnen möchte. Die Charaktere waren hervorragend gewählt und werden prima eingeführt….
Hangover erzählt die Geschichte eines Junggesellenabschiedes, welchen vier Freunde in Las Vegas feiern möchten. Es sind noch zwei Tage bis zur Hochzeit und die Jungs wollen noch einmal so richtig die Kuh fliegen lassen. Blöd nur wenn man nach einer durchfeierten Nacht in einem völlig zerstörten Luxus Hotelzimmer aufwacht, sich an kaum etwas erinnert und den angehenden Bräutigam vermisst.
Von nun an versuchen die Jungs verzweifelt den gestrigen Abend zu rekonstruieren, um Rückschlüsse über den Verbleib des Freundes zu schließen.
Im Nebenraum erwacht plötzlich ein Tiger, einer der Drei trägt ein Namensbändchen aus einem Krankenhaus und hinzu kommt, dass sich ein weiterer anscheinend unwissentlich in den letzten Stunden mit einer Stripperin verheiratet hat.
Überflüssigerweise und somit auch die einzige Schwäche einer ansonsten brillanten Komödie ist der Auftritt von Mike Tyson, welchen man sich hätte sparen können.
Das lustigste und somit die eigentliche Auflösung der Geschehnisse gibt es im Abspann des Filmes zu bewundern. Die geknipsten Fotos der wieder gefundenen Cam sind einfach nur göttlich …..
Durchde
Schlagworte:Hangover
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August 9, 2009

Endlich oder soll ich besser mit einem „unglaublich aber war“ beginnen?
Der Film Fanboys hat es geschafft in die Lichtspielhäuser zu kommen.
Fast zwei Jahre wurde um diverse alternative Schnittfassungen gestritten und rief zu einem weltweiten Protest in der Star Wars Community auf.
Zur Story:
Fanboys ist ein Streifen, welcher einem Geschenk an Hardcore Star Wars Fans gleicht.
Die Komödie mit Road Movie Feeling spielt im Jahr 1998. Es ist noch ein halbes Jahr bis Star Wars Episode 1 in die Kinos kommt. Die Fans sind voller Vorfreude und Erwartungshaltung…
Vier Freunde, Nerds, die sich in ihrer Freizeit ausschließlich der Star Wars Kultur widmen, möchten ihrem krebskranken Freund kurz vor seinem Tod ermöglichen die langerwartete Fortsetzung von Star Wars zu sehen.
(Dieser Aspekt sollte der Schere zum Opfer fallen. Es wurde befürchtet, dass Fanboys zu düster geraten und kommerziell geschwächt werden könnte.. Meiner Meinung nach gibt die Ernsthaftigkeit dem Streifen das Fundament kein seelenloser Blödelfilm zu sein.)
Weiter im Storyverlauf:
Aus der Schublade kramen die Freaks eine Ideen, welche sie schon in der Grundschule ausgeheckt hatten. Ein mehr oder weniger organisierter Einbruch in George Lucas’ Skywalker Ranch als Ziel, um den Film vor Kinostart sehen zu können…
Fanboys ist abgedreht und spaßig zugleich. Zu 90 Prozent lebt er von Zitaten und dem Krieg gegen die Trekkies, welcher wohl nur für eingefleischte Fans vollends verständlich sein dürfte. Das Filmprojekt, anfangs eher im Low Budget Bereich angesiedelt, wurde mit der Zeit immer größer und sorgte für einige Nachdrehs und Optimierungen. Ermöglicht hat der Zuwachs einige Cameos von Schauspieler Legenden. Lasst Euch überraschen!
Ich habe mich 90 Minuten bestens unterhalten gefühlt. Fanboys zeigte in keinem Moment Schwächen und zieht bis zum Ende eine Lachsalve nach der anderen mit sich. Fanboys ist für jeden Star Wars Fan ein uneingeschränktes Muss.
Möge der Spaß mit Dir sein!
Durchde
Schlagworte:Fanboys
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August 4, 2009

Den Actionstreifen mit Liam Neeson wollte ich mir als leichte Kost für Zwischendurch gönnen. Meine Erwartungshaltung lag nicht besonderes hoch, die Story um eine Entführung las sich eher flau. Dass sich hinter dem Titel 96 Hours ein äußerst kultiges Werk verbirgt, welches ungeschliffener und konsequent untypisch Massenkompatibel in Sachen Korrektness verbirgt, damit hätte ich nicht gerechnet.
Ex Top Agent Bryan hat sich zur Ruhe gesetzt. Seinen Eifer im Job hat ihn die Ehe gekostet. Er klammert sehr an seine Tochter und versucht sie trotz örtlicher Trennung zu beschützen. Bryan ist aufgrund seines Jobs sehr paranoid geworden und sieht hinter jeder Ecke ein Verbrechen. Aus diesem Grund verweigert er vorerst eine Unterschrift, welche seiner 17 jährigen Tochter eine Reise nach Paris erlauben soll. Irgendwann lässt er sich dennoch breit schlagen. Nach der Ankunft fällt die Minderjährige einer osteuropäischen Bande in die Hände, welche frisches Fleisch zur Prostitution sucht. Die Mädchen werden mit Drogen vollgepumpt und auf abartige Weise auf ihr neues Leben vorbereitet. In letzter Sekunde kann das Mädchen einen Hilferuf per Handy starten….
Bryan weiß, statistisch gesehen beleiben ihm 96 Stunden um seine Tochter zu befreien, bevor sie unauffindbar wird. Der Akku des ex. Agenten ist bis zum bersten geladen und nach kurzer, analytischer Vorarbeit in der Aufarbeitung des wahrscheinlichen Tathergangs kommt er den Tätern näher. Absolut konsequent kämpft Bryan sich durchs Feld und lässt Leichen seinen Weg pflastern. In äußerst brutaler Manier prasseln Schläge und äußerst beeindruckende Textpassagen auf den Zuschauer ein. So billig die Story erscheint, selten habe ich einen Film gesehen, welcher sich einen Dreck darum schert beim breiten Publikum punkten zu können. 96 Hours ist ein Kaliber das Schwarzenegger oder Sly in den glorreichen 80ies nicht besser hinbekommen hätten. Unglaublich zu was Liam Neeson hier im Stande war…
Durchde
Schlagworte:96 Hours, Liam Neeson
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Juli 29, 2009

Der von den Potter Fans sehnsüchtig erwartet sechste Teil der Bestellerroman Adaption des Zauberlieblings läuft endlich im Kino. Acht Monate hat sich der Filmstart verzögert und erzählt die Geschichte vom vorletzten Schuljahr auf Hogwarts. Die Rückkehr Voldemorts deutet sich nun auch in der Muggelwelt an und Dumbledor bereitet Harry auf den unausweichlichen Kampf gegen den dunklen Magier vor…
Der Halbblutprinz ist der bis dato dunkelste Teil der Reihe, schafft jedoch immer wieder den Sprung zu lustigen, humorvollen Szenen. Die Geschichte erzählt neben den Schattenseiten der Zauberschule auch von den ersten körperlichen Annäherungen. Allerdings geht man hier meiner Meinung nach etwas zu weit. Auf der einen Seite genoss ich die freie Interpretation der Buchvorlage, auf der anderen hätte man hier einiges kürzen und sich um den Fortlauf der Story kümmern sollen. Es wird schnell albern und einige Akteure, besonderes Daniel Radcliff, kommen in ihren schauspielerischen Qualitäten kaum ein Stück voran.
Begeistert hat mich Harry Potter und der Halbblutprinz dennoch. Das Team hat es geschafft sich von den mir bemängelten Elementen, wie schlechte Effekte und striktes nacherzählen des Buches, zu lösen. Herausgekommen ist ein unterhaltsamer Film, welcher zwar nicht das Non Plus Ultra ist, jedoch ein allesamt anständiger Potter Streifen geworden ist …
Durchde
Schlagworte:Harry Potter und der Halbblutprinz
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Juli 27, 2009

Brad Pitts letzter Leinwandauftritt liegt schon ein paar Monate zurück und die DVD von Der seltsame Fall des Benjamin Button steht nun auch schon ein paar Tage in den Regalen. Zwar ist dieser Film nicht mehr taufrisch, dennoch wollte ich euch meine Meinung nicht vorenthalten…
Als ich damals den Trailer von der dritten Zusammenarbeit mit David Finchers (Sieben, Fight Club) sah, schüttelte ich den Kopf über die in meinen Augen blödsinnige Story. Dass sich ein filmisches Meisterwerk hinter der Adaption der Kurzgeschichte aus den 20iger Jahren verbirgt, hätte ich nicht gedacht.
Zur Story:
Die Tochter einer im Krankenhaus sterbenden Mutter ließt aus dem Tagebuch ihres nicht gekannten Vaters vor. Die vorgetragenen Ereignisse beginnen gegen Ende des ersten Weltkrieges und reichen bis Anfang der 50iger Jahre. Benjamin wird als Greis in der Größe eines Säuglings geboren. Die Mutter stirbt bei der Geburt und sein Vater setzt das Neugeborene kurze Zeit später aus. Der nun stetig jünger werdende Mann wächst bei einer Pflegefamilie auf, welche ein Altenheim bewirtet. Hier lernt Benjamin ein Mädchen kennen mit welcher sich eine Freundschaft entwickelt. Er zieht mit voran schreitendem Alter in die Welt und arbeitet auf einem Schiff. Die ganze Zeit hält er schriftlichen Kontakt mit dem Mädchen. Anfang 20 treffen sie sich wieder. Mittlerweile beim selben Alter angekommen, verlieben sich die beiden. Die Beziehung läuft glücklich und harmonisch bis zu dem Tag als sich eine Schwangerschaft anzeigt. Die Angst vor dem stetigen jünger werden und der Aufgabe, die Vaterrolle als zukünftig kleiner Junge gerecht zu werden, entzieht Benjamin sich seiner Verantwortung und verlässt die Mutter mit ihrer Neugeborenen Tochter.
Schicksalhafte Szenen welche Emotionen hervorrufen, die sehr unter die Haut gehen, gibt es zum Ende, mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Die Kulissen der Vergangenheit, ebenso die Maskerade von Brad Pitt sind großartig. Letzteres stellt für mich ein Quantensprung in der Technik da. Kaum zu erkennen, dass hier literweise Silikon und leistungsstarke Rechner am Werk gewesen sein müssen. Der Seltsame Fall des Benjamin Button erzählt vom viel zu kurzen Menschenleben, welches oft unverkennbar in jedem Lebensabschnitt wunderschöne Momente beinhaltet. Die Kontraste verschobener Seelen hin zum Körper sind krass und bieten in diesem Film einen interessanten Stoff, der öfters zum Nachdenken anregt…
Durchde
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Juli 17, 2009

Mitte der 80er starteten zwei Kids eine unglaubliche Musikkarriere. Namentlich von den Einstürzenden Neubauten inspiriert, jubelten die Abstürzenden Brieftauben der angesagten Neuen Deutschen Welle einen flotten Punkrock unter.
Konrad und Micro, zwei Jungspunde mit auffällig bunt gefärbten Haaren und wilder Kleidung, schnappten sich Gitarre, Schlagzeug und Mikrofon und begannen ohne großes Können ihre ersten Songs zu schreiben. Gelegentlich wurden die Instrumente getauscht und mit viel Witz und Charme erspielten sich die Abstürzenden Brieftauben schnell ein breites Publikum. Schon bald durfte die Band im Vorprogramm der Toy Dolls, Ramones oder der New Model Army spielen. Das anfängliche Erfolgsrezept war sicherlich die unkomplizierte Besetzung des Duos, welches ohne großen Aufwand einspringen konnte. Die Jungs spielten sich den Arsch ab und ihre endlosen Proben mussten unter anderem ihre Nachbarn Fury in the Slaughterhouse ertragen, welche auf dieser DVD öfters zu Wort kommen. Irgendwann wurde die Industrie auf die Tauben aufmerksam und von da an ging alles Schlag auf Schlag. Alben in den Charts, ausverkaufte Tourneen und Interviews/Berichte in der Bravo und der Pop Rocky.
Das Sympathische an den Tauben dürfte trotz des Bekanntheitsgrades die Fannähe und die Tatsache sein, dass die beiden auf dem Boden geblieben sind. Mit Hinzunahme eines dritten Bandmitgliedes wurde ihre Musik abwechslungsreicher. Ich glaube, wäre Konrad nicht vor zwei Jahren verstorben und der Band nicht irgendwann die Ideen ausgegangen, würden die Tauben heute noch die Charts stürmen ….
Diese Doppel DVD würdigt die Abstürzenden Tauben in einem 25-jährigen Rückblick. Konrad und Micro erzählen auf eine lockere und lässige Art in über zwei Stunden die komplette Geschichte der Band, in der viele Zeitgenossen zu Wort kommen. Ein Ausschnitt zeigt die Tauben im Studio, in dem sie 2006 ihren letzten Song aufnahmen, welcher auf dieser DVD zum ersten Mal veröffentlicht wird.
Neben allen Videoclips sind zwei komplette Shows der Band enthalten. Einmal eine Aufnahme von 1991 im Düsseldorfer Tor 3 und dem letzten Gig 2002 in der Glocksee Hannover.
Die Abstürzenden Brieftauben haben Punkrockgeschichte geschrieben und bieten den Fans mit dieser Doppel DVD ein umfassendes Zeitdokument ihrer turbulenten, bunten Karriere.
Eine feine kurzweilige Sache, wie ich erfahren durfte ..
Inhalt:
DVD 1
Wir war’n die Tauben (Doku, 127 Minuten)
Outtakes (8 Minuten)
Die Brieftauben im Tonstudio 2006 (5 Minuten)
Punkrockrente (Der letzte Song der Abstürzenden Brieftauben, 3 Minuten)
DVD 2
Macht’s noch einmal Tauben (Live in der Glocksee 2002, 59 Minuten)
Ausser Kontrolle (1991 im Tor 3, 50 Minuten)
Die Videoclips
- Das Grauen kehrt zurück
- Im Strandbad
- Du brauchst es
- Fett & Hässlich
- Zuviel ist nicht genug
- Das Herz eines Boxers
Durchde
Schlagworte:25 Jahre sind genug, ABSTÜRZENDE BRIEFTAUBEN, DVD Review
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Juli 8, 2009

Vor ein paar Tagen wählte ich als filmische Unterhaltung zum baden den Streifen Shaolin Kickers. Die Action Komödie ist nun schon knapp fünf Jahre alt und ich erinnerte mich noch genau an den Trailer, den ich mal im Kino sah. Meine damalige Meinung war eine grottenschlechte Vorahnung aufs Endprodukt, welches ich mir dann auch viel Jahre aufsparte. Zum kühlen Nass passt leichte Kost und ich empfand das Kung Fu goes Fußball Spektakel in diesem Moment meiner Stimmung entsprechend.
Ich stellte mich aufs Schlimmste ein und war verwundert wie schnell mich die Produktion aus Hongkong begeistern konnte.
Natürlich ist der Film dermaßen übertrieben und an den Haaren herbei gezogen. Wenn zusätzlich zu einem Fußballspiel Material Arts Elemente mit Effekten ala Matrix vermischt werden, wird dem Auge schon mal was feines-verrücktes geboten. Der Hauptgranat von Shaolin Kickers ist jedoch in der äußerst witzigen Geschichte und deren bekloppten Charakteren zu suchen. Wenn eine wild zusammen gewürfelte Mannschaft aus Nobodys, in der nur einer unglaublich gut schießen kann, von einer ehemaligen Spielerlegende trainiert wird und Profi-Liga Spiele absolvieren soll, ist das Chaos vorprogrammiert. Ob der erste Einlauf ins Stadion, in dem nicht wie erwartet die Presse sich um die „Neuentdeckung“ ringt, sondern die Spieler von den Putzfrauen um Ruhe gebeten werden, oder das erste Testspiel herrliche Slapstick Einlagen bietet, Shaolin Kickers deckt eine breite Fläche an Unterhaltung ab.
Leider sind die kompletten westlichen Versionen geschnitten! Das Original soll knapp 30 Minuten mehr Material aufweisen. Müsste man sich eigentlich mal besorgen …
Durchde
Schlagworte:Review, Shaolin Kickers
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Juni 15, 2009

Wer es so richtig trashig braucht und gefallen an einer amüsanten Mischung aus Chucky die Mörderpuppe und einem schrägen Road Movie hat, könnte sich mit Triloquist anfreunden.
Zwei Geschwister wachsen mit der von ihrer Mutter, eine durch Drogenkonsum verstorbene Variete Künstlerin, zurückgelassenen Bauchredner Puppe bei einem perversen Onkel auf. Gewalt und sexuelle Übergriffe prägen die Jugend der Kinder. Irgendwann bringt das verstörte Mädchen ihren Onkel um und dreht völlig durch. Die Schwester tötet auf übelste Weise alles was ihr im Weg steht und nicht selten muss ihr Bruder die Taten vor den Gesetzeshütern verantworten. Nachdem dieser in eine Psychiatrie eingewiesen und von seiner Schwester befreit wird, zieht das Trio durchs Land. Das Team möchte sich als Bauchredner versuchen und eine Partnerin für den verstörten Bruder finden.
Die Puppe entwickelt ein Eigenleben. Ob es der erlernte Zauber der Beiden, eine Psychose des stummen Bruders oder eine übernatürliche Kraft am Werke ist, möchte ich nicht verraten…
Diese äußerst dämliche Story dürfte sicherlich keine Überzeugung für einen amüsanten Filmabend sein. Erfreulicherweise ist trotz der reichlich perversen Taten wenig Blut zu sehen. Der Film lebt durch nette Bildkompositionen. Zur visuellen Abwechslung wurde mit reichlich Farbfiltern und verrauschten schwarz-weiß Aufnahmen gearbeitet.
Hauptargumente meiner Empfehlung stellen die schrägen Dialoge und der absolute Irrsinn der Darsteller dar. Der Humor ist nur noch mit dem von Crank oder Fear and Loathing in Las Vegas zu vergleichen. Allerdings werden bei Triloquist jegliche moralischen Grenzen gebrochen. Wenn dann noch die Vernunft ausgeschaltet und Blödsinn dermaßen auf die Spitze getrieben wird, ist wirklich alles verloren.
Für die meisten dürfte der Film der absolute Schrott sein, mich hat er auf ganz persönliche Weise mit seiner liebevoll umgesetzten Art positiv überrascht.
Triloquist möchte ich als Geheimtipp für diejenigen nennen, die auf völlig überzeichneten Trash stehen, der grenzwertiger kaum sein kann.
Durchde
Schlagworte:Chucky die Mörderpuppe, Crank, Triloquist
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Juni 11, 2009

Die Neuauflage des Punishers im Jahr 2004 war für mich eine Überraschung in der Reihe der Marvel Verfilmungen. Packende emotionale Momente und die Taten von Frank Castle, so brutal sie auch waren, schienen nachvollziehbar und begründet.
Leider musste sich die Fortsetzung, die circa 4 Jahre nach dem Vorgänger spielt, einen neuen Hauptdarsteller und Regisseur gefallen lassen und leidet unter einem ganz miesen Drehbuch …
Frank kämpft aus Rache an dem Tod seiner Familie gegen die Mafia und erledigt in seinem Rachefeldzug versehentlich einen unschuldigen Cop. Leider ist der weitere Verlauf der Geschichte ab dem Punkt vorhersehbar, als er auf dessen Witwe und deren Tochter trifft…
Viel schlimmer noch als die wirklich dummen Dialoge, fand ich die schiere Brutalität. Mindestens an einer Stelle erinnerte der Name Jigsaw, Punishers Gegenspieler, an die blutrünstigen Momente aus der Saw Reihe. Die Szene mit der Altglasaufbereitungsanlage hätte sicherlich dort eine „nette“ Sequenz abgegeben.
Die düstere Stimmungen in den U-Bahn Anlagen und die ungeschliffene Version des neuen Punisher Darstellers hätten das Potential gehabt, richtig ausgespielt und nicht dermaßen platt verkauft, begeistern zu können.
Soweit ich informiert bin ist der Film in Deutschland erst gar nicht in den Kinos gelaufen und gleich auf DVD erschienen.
Punisher War Zone reicht gerade für einen feucht-fröhlichen Männerabend.
Leider trinke ich nicht und scheide deshalb aus….
Ganz mies der Streifen, wirklich!
Durchde
Schlagworte:Punisher, Review, War Zone
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