Die Briten White Lies sind für mich 2009 eine der Überraschungsbands im Indie Bereich. Ehrensache, dass ich die Jungs bei der nächsten Gelegenheit unbedingt Live erleben musste.
Es war ein verregneter Sonntag Abend, welcher zwar unangenehm nass, aber eine passende Einstimmung auf den melancholischen Mix aus Britpop und Joy Division Indie Sound von White Lies bot.
Nach einer kleinen Stärkung machten wir uns auf zur Lokation. Die Schlange vor den Toren der Live Music Hall war recht überschaubar. Als erstes nahmen wir den Merchstand unter die Lupe. Die Shirts gefielen mir nicht so dolle, Thema abgehackt.
Der Konzertraum war noch nicht sonderlich gefüllt und wir sicherten uns einen Platz im vorderen Bereich.
Darker my Love eröffneten schon bald ihr Set. Der Name sagte mir was, konnte die Band jedoch bisher nirgends einordnen. Die Musiker waren bemüht ein gutes Set abzuliefern, begeisterten die White Lies Fans jedoch nur bedingt. Der Auftritt wirke etwas emotionslos auf mich. Den Sound von Darker my Love würde ich als Indie Rock Mitte 70ies Kante einordnen. Einen dezenten psychedelischen Unterton bot das Keyboard. Klang insgesamt sehr professionell, befriedigte dennoch meinen Geschmack nicht ….
Zur langen Umbaupause füllte sich die Halle. Es fand, glaube ich, kein Kartenausverkauf statt, aber viele Tickets dürfte es dennoch nicht mehr gegeben haben. Die Techniker schraubten ewig auf der Bühne und die Musiker ließen auf sich warten.
Irgendwann ging das Licht aus und ein Intro drang aus den Boxen. White Lies erhobenes weißes Drumset wurde majestätisch mit grellen Spots beleuchtet. Das gesamte Bühnenlicht bestand aus ungefärbten Spots, welche unterschiedlich gedimmt wurden und erzeugte eine schlichte und dennoch stylische Untermalung auf den einsetzenden Sound der Briten. Eröffnet wurde ihr Set mit „Farewell to the Fairground“. Im Anschluss folgte Hit um Hit vom Debüt Album. Die noch recht junge Band hatte vom ersten Akkord ihre Fans im Griff. Der Sound klang um einiges rauer/punkiger als auf Platte. Besonderes der Gesang wirkte nicht so glatt wie auf der Tonkonserve . Es bildete sich ein kleiner Pogo Pitt, der sich recht brav verhielt. Die Lyriks wurden von Alt und Jung mit gesungen und jeder Song mit tosendem Applaus bedankt.
In der Mitte des Sets gab es mit „Taxidermy“ sogar eine ältere White Lies Nummer, welche nicht auf dem Album enthalten ist. Da ihr Material mit bis dato nur einem Album sehr begrenzt ist, standen schon bald die obligatorischen Zugaben auf dem Plan. Eröffnet wurde mit einem Talking Heads Cover. Als nächstes gab es einen weiteren Song, welchen ich leider vergessen habe. Zum Abschluss durfte natürlich die erste Single „Death“ nicht fehlen, bei der die Band noch einmal gebührend abgefeiert wurde…
Einen klasse, wenn auch etwas zu kurzen Auftritt von knapp 60 Minuten, boten uns White Lies in Köln, die ich mir bestimmt nicht das letzte mal Live angesehen haben dürfte.
Fünf Euro Eintritt plus zwei Minderverzehr verlangte das Kölner Blue Shell für die Punk D`Royal Show. Erfreulicherweise bestand während der Veranstaltung absolutes Rauchverbot, welches von der Crew strickt kontrolliert wurde. Sehr vorbildlich!
Das Warten bis zum Konzertbeginn ließ sich dank des lauwarmen Abends gut draußen ertragen und gegen 21:15 Uhr stand die erste Band auf der Bühne.
Vorhang auf für Akustik Casino:
Das Duo bewaffnete sich mit Gitarre und Bass. Vom „Band“ gab es elektronische Drums und Keyboardeinlagen. Der Basser der Indiband schien sich auf seinem Barhocker zu langweilen und wirkte neben dem selbstdarstellerischen Sänger eher Mittel zum Zweck. Der Sänger/Gitarrist versuchte sich als Entertainer, langweilte jedoch. Es kam einfach zu wenig rüber…
Musikalisch bewegte man sich zwischen Blumenfeld und Tomte. Ein Schlagzeuger mit nötigem Feuer im Hintern könnte Akustik Casino mächtig aufwerten…
Alex Amsterdam:
Gefielen mir heute noch besser als bei meinem persönlichen Debüt in Düsseldorf. Da ich die Songs ein zweites mal hörte, verspürte ich einen Zugang und verstand die Band. Spaß bewiesen sie wieder zu genüge auf der Bühne. Eine Stunde lang wusste das Indirock Duo zu überzeugen. Trotz 40° Grad Fieber lies sich der Keyboarder nicht nehmen haufenweise Showeinlagen zu bieten, welche das einstündige Sets wie im Fluge vergehen ließen. Die neuen Songs gefielen und deren erste Platte gab es für einen Euro am Merchstand. Beworben wurde das ganze mit einem Free Download per Rapidshare.
Alex Amsterdam spielten mit dem Publikum und amüsierten sich untereinander wie zwei Kumpels auf einer Party.
Hat mir großen Spaß bereitet….
Punk D’ Royal:
Auch Punk D’ Royal zeigten sich redselig und lockerten die Spielpausen zwischen ihren Songs auf. Das Set bestand aus einem kompakten Mix von alten und neuen Songs. Die drei jungen Musiker beweisen erneut, dass sie Profis ihres Faches sind. Neben dem Gitarrenspiel wird kurzerhand zu Samples und Keyboard gewechselt und der facettenreiche Drummer sorgte für einen tanzbaren Beat. Musikalisch bewegen sich Punk D’ Royal zwischen New Wave und Minus the Bear, mit einer Portion Punk.
Leider war es heute Abend nicht so voll, was dem gelungenen Konzertabend jedoch keinen Abbruch tat. Am Ende gab es noch ein Cover von Kings of Leon und alle waren glücklich…
Zann spielen zur Zeit eine ausgedehnte Tour und ich schaffte es gerade einmal zu einem Gig. Auf meinem Plan stand ein Ausflug zum Limes in Köln. Da ich weder den Laden noch den Weg dorthin kannte, half mir mein Navi aus….
Circa 30 Minuten später schlug ich im englischen Style gehaltenen Pub auf. Publikum war noch nicht so viel anwesend und es ging recht ruhig und entspannt zu. Zur Zeitüberbrückung spielte ich mit einem Teil von Zann und Mouthbreather Mau-Mau. Früher war ich in diesem Kartenspiel unschlagbar, am heutigen Abend jedoch der absolute Looser. Ich unterdrückte meinen Frust und spielte ein paar Anstandspartien mit. Beim nächsten mal bringe ich Brettspiele mit, dann ist Schluss mit lustig!
Am Tresen gab es seltsame Cola und Kartoffelsuppe von Mutti. Überhaupt machte der ganze Laden einen lockeren und sympathischen Eindruck.
Als erstes spielten Mouthbreather. Trotz dass Robert von Adagio830/Zann die letzte Scheibe von den Amis rausgebracht hat, und ich mir eigentlich alle Sachen vom Berliner Label gebe, habe ich die Band dennoch vorher nicht gehört. Durchschnittlicher Midtempo Hardcore mit Rock Einflüssen wurde geboten. Auch wenn sich kaum jemand der Zuschauer bewegte, wurde jeder Song beklatscht. Sympathisch kamen die Jungs auf alle Fälle rüber, ob ich mir eine Platte kaufen würde glaube ich allerdings nicht. Gut, Geschmäcker sind halt verschieden….
Nach einem Umbau standen die Berliner Zann auf der Bühne. Die Bulldozer Core Kings prügelten Song um Song aufs Parket, dass man das Gefühl bekam von der Wucht erschlagen zu werden. Publikum gab’s nun zahlreich, dennoch blieb es eher ruhig und verhalten. Schade, schade…
Zann haben auf alle Fälle alles richtig gemacht. Es wurden zwei neue Songs zum Besten gegeben, die bald auf einer 7inch zum 10jährigen bestehen erscheinen soll. Das Chokehold Cover wurde heute vom ex. Groundwork Sänger zum Besten geboten, schade dass ich die Band in den Neunzigern nie live erleben durfte….
Am Ende gab es noch eine Zugabe und irgendwie war alles viel zu schnell vorbei.
Ich wollte eigentlich gerade das Haus verlassen, als ich von den Zann Jungs zurück zitiert wurde. Der Gitarrist von Mouthbreather bot bewaffnet mit einer Akustik Gitarre eine feine melancholische One Man Show. Den Namen des Projekts habe ich leider vergessen.
Die restlichen noch anwesenden Besucher zog es wieder vor die Bühne und lauschten einem Mix aus Lemonheads & Rusty James unplugged. Ein herrlicher und ruhiger Ausgang einer Show, mal eine ganz neue Erfahrung.
Im Anschluss unterhielt ich mich noch recht lange und stellte wieder einmal fest, dass die Jungs von Zann äußerst nette Zeitgenossen sind. Ich hoffe ihr seid gut in Kopenhagen angekommen und habt noch viel Spaß auf den restlichen Gigs. Bis bald mal wieder,
Vier Jahre sind ins Land gezogen, als ich Mourning for Tomorrow das erste und leider auch letzte mal live gesehen habe. Die Mini (Demo) CD im Jahr 2004 und ihre Show 2005 in Moers habe ich heute noch in bester Erinnerung. In den letzten Jahren verfolgte ich ihr Geschehen eher beiläufig im Netz, aufmerksam wurde ich wieder, als es neue Songs auf Myspace gab. Ich hörte die Tracks zum kommenden Album in den letzten Wochen rauf und runter. Selten haben ich solch einen genialen Retro Zorn goes Neurosis Sound gehört. Ich freute mich besonders auf die bevorstehende Record Release Party zur Veröffentlichung von Deine Hülle, Deine Haut -. Das Spektakel fand mit Kodiak im Gelsenkirchener Cafe ohne Namen statt…
Dank Navi fanden wir schnell zum Ziel. Zwar war das Cafe geöffnet und die Instrumente aufgebaut, dennoch spielte sich das Treiben eher vor der Türe als im Laden ab. Um 21 Uhr, eher früher, sollte die Show, vorgezogen aus Rücksicht vor den Anwohnern, starten. Wir hatten noch ein wenig Zeit zu überbrücken und schlenderten durch die Einkaufsstrassen von Buer. Als wir wieder zurück zur Location kamen, traf ich Sebastian und Phil von MFT mit denen ich endlich mal ausgiebiger quatschen konnte. Natürlich wurde als erstes die neue CD gekauft. Feines Artwork und eine fette Produktion ließen schon die Tracks auf Myspace erahnen. Acht Euro kostet das feine Teil, allerdings schade, dass es von Deine Hülle, Deine Haut keine Vinyl Version gibt.
Mit dem Start von Kodiak erlosch das Licht und die uns den Rücken zugekehrte Band, wurde spärlich von einer Neonröhre angestrahlt. Die düstere Stimmung passte zu ihrem apokalyptischen Weltuntergangssoundtrack, der in Slow Motion zum Besten gegeben wurde. Instrumental, ein zähflüssiges, zum Song formendes Gebilde, sorgte bei den Zuschauern in den vorderen Reihen für einen Trance ähnlichen Zustand. Puhhhh, derbe Kost und so gar nicht meine Kragenweite. Mich wunderte, dass das Seismographische Institut nicht den Laden stürmte….
Für eine dezent hoffnungsvollere dennoch düstere Atmosphäre sorgten Mourning for Tomorrow. Farbe ins Spiel brachte eine grüne Leuchte, die Farbe der Hoffnung…
Samples verbunden und formten ihren Auftritt zu einem homogenen Gebilde. Die Stimmung, der nicht abreißenden Fäden aus Wut, Frust und Verzweiflung begleitete mich wie ein Spielfilm der Trostlosigkeit, an dessen Ende eine stecknadelgroßes Lichtquelle den Hoffnungsschimmer symbolisierte. Es müssten alle Songs vom kommenden Album gespielt worden sein, welches eine Zeitreise vom Mid 90ies Emocore bis hin zum epischen Gefilde der Souls at Zero Scheibe von Neurosis ist. Effekte von nur einer einzigen Gitarre schufen eine einnehmbare Soundwand, die zwischen den wuchtigen Fragmenten dezente Melodien im Cleanpart hervorbrachte. Als Shouter Phil irgendwann von den Fans über den Köpfen getragen, und am Ende des leider viel zu kurzen Sets sich die Band äußerst herzlich bei allen bedankte, wurden Mourning for Tomorrow mit reichlich Applaus entlassen …..
(Die verlinkten Clips stammen nicht von mir und sind allesamt bei Youtube gehostet )
Nach dem erfolgreichem Cry me a River Festival im Vorjahr stand fest, dass wir dem Festival auch in diesem Jahr wieder einen Besuch abstatten würden. Lange im voraus war die Gaststätte inklusive der Campingmöglichkeiten bis auf den letzten Platz ausgebucht. Zum Glück hatten wir Karten im Vorverkauf ergattern können. Wir entschieden uns erst am Samstag, dem zweiten Tag des Festivals, nach Versmold (nähe Bielefeld) zu fahren.
Folgende Bands spielten:
Ghostchant
Ghostlimb
Danse Macabre
June Paik
Louise Cyphere
Zann
Graf Orlock
Shikari
Da mich fast jede Band interessierte, würde eigentlich, wenn denn die Orga des React with Protest Teams wieder so klasse ausfallen würde wie 2008, ein Erfolg garantiert sein. Einen Teil der Hinfahrt regnete es etwas, jedoch mit jedem Meter, welchem wir uns dem Zielort näherten lockerten sich die Wolken auch schon wieder auf. Das Cry me Festival fand wieder in der gleichen Lokation wie schon im Vorjahr statt. Auf dem Parkplatz lümmelten die wartenden Fans auf ihren Decken, grillten, quatschten und hörten Musik. Die Stimmung war ausgelassen und friedlich. Trotz das reichlich Alkohol floss, rastete niemand aus und im gesamtem Haus wurde nicht geraucht. Leider mussten aufgrund des Lärms während der Shows die Fenster geschlossen bleiben. Das sorgte dafür, dass man sich eine Band max. 15 Minuten ohne Kreislaufkollaps geben konnte. Aber ein gutes Festival bietet schließlich auch ausreichend Möglichkeiten an Merchständen zu wühlen und mit Bekannten zu quatschen. Lars und seine Crew enttäuschten nicht und hatten die Orga voll im Griff. Der Zeitplan wurde sehr gut gehalten und jede Band wurde von den Zuschauern mit dem nötigen Respekt bedacht.
Warum kann es nicht immer so schön sein?
Schon mit der ersten Band Ghostchant gegen 17 Uhr war der Konzertraum gut gefüllt. Ich sah mir allerdings nur zwei Songs der Screamoboys an, weil mir deren Sound nicht zusagte und ich es vorzog das schöne Wetter zu genießen.
Ghostlimb hatte ich bis dato noch nicht live erlebt und war sofort begeistert. Ihr Mix aus schnellem/aggressivem, leicht chaotischem Core, mit dezenten Melodien ging einem rasch ins Ohr und die Jungs boten eine prima Show.
Spätestens zu Danse Macabre divten die ersten Zuschauer. Die erste Hälfte des Sets bestand aus neuen Songs, welche bald auf einer 10 inch veröffentlicht werden sollen. Das Material war klasse keine Frage und die Jungs gaben alles. Als jedoch endlich die mir bekannten Smasher gespielt wurden, musste ich dringend nach draußen Luft schnappen. Gerne hätte ich mir die Show zu Ende angeschaut …
Als nächstes folgten meine React with Protest Lieblinge June Paik. Ich postierte mich in vorderster Reihe und verlor mich bald in ihrem atmosphärischen, düsteren Emocore. Ich hielt bis zum Ende des Sets durch, musste mich dann jedoch anschließend fast zwei Stunden mit Kopfschmerzen rumplagen. Warum werden im Hause keine Ventilatoren aufgestellt???
Louise Cyphere sparte ich mir, konnte mich für die Band noch nie so wirklich begeistern. Geschmäcker sind halt verschieden …
Als nächstes standen Zann mit ihrem unglaublichen Bulldozer Sound auf der Bühne. Trotz drückender Hitze quetschte ich mich erneut in vorderste Reihe. Vom ersten Akkord an tobte der Mobb. Hit auf Hit folgte und eine komplett ausrastende Zuschauermenge trieb die Band zu Höchstleitungen. Zann, fast selbst dem Kollaps nahe, wurde von einem nun nur noch in Unterhose tragenden Shouter zusammen mit dem dankbaren Publikum bis zum Ende zum durchhalten motiviert. Die Boxenständer vielen fast um und das ein oder andere mal bekam ich einen Gitarrenhals auf die Finger. HC Shows können gefährlich sein…
Zann beendeten ihr schweißtreibendes Set mit einem Chokehold Cover. Beste Show der Leipziger/Berliner Band bisher ….
Graf Orlock waren die Band mit dem besten Sound des Abends. Ihr mit Filmzitaten gespickter Chaoscore der Marke Converge vs.Takaru knallte aus den Boxen. Ich hielt mich Kreislaufbedingt hinter dem Mischpult auf, um den einen oder anderen Luftzug zu erhaschen. Zu sehen bekam man auch von hier aus reichlich. Ihr Sänger sprang in die Menge und ließ sich einmal komplett durch die Halle tragen. Graf Orlock live sind wirklich ein Fest, schön dass ich diese geile Band endlich live sehen durfte.
Ich wollte mir unbedingt noch Shikari anschauen, auf die Niederländer hatte ich mich wirklich gefreut. Heute stand ihre Reunion Show auf dem Plan.
Als jedoch die komplette Backline abgebaut wurde und der Aufbau schleichend voranging, entschieden wir aufgrund von Müdigkeit die Heimreise anzutreten.
Das Cry me a River 2009 war erneut ein voller Erfolg und gerne kommen wir wieder. Danke Lars …
Ich wäre ja wirklich gerne auf die Andorra Atkins Show in Dortmund einen Tag vorher gefahren. Allerdings zogen Alexisonfire dermaßen viele Leute an, dass es schon nach kurzer Zeit keine Karten mehr für die Visions Show gab. Das Konzert muss der absolute Knaller gewesen sein, so berichten Stimmen im Netz. Eine Alternative, die Soester Boys mit ihrem neuen Gitarristen Frank (ex.Callejon) zu bewundern, bot ihr Konzert einen Tag später in Bielefeld…
Gallows interessierten mich überhaupt nicht, dennoch kämpften wir uns freiwillig 200 Kilometer durch einen sinnflutartigen Regen….
Laura lass die letzten Seiten ihrer geliebten Twilight Reihe und ich versuchte den Wagen dank Spurrillen auf der Fahrbahn zu halten. Irgendwann kamen wir dann doch noch heil am Forum Bielefeld an und sicherten uns einen Parkplatz direkt vor der Türe. Die Atkins machten wir schnell ausfindig und sie erzählten uns ebenfalls von der großartigen Show gestern….
Frank versteckte sich noch bis zum Beginn des Konzertes, welches noch eine Zeit auf sich warten lassen sollte.
Vor einer rockstartauglichen Bühne passte eine Absperrung perfekt. Allerdings passte diese Ausstattung gar nicht zu einer Band wie Andorra Atkins, welche lieber vor der Bühne als auf ihr spielen.
Das Publikum war anfänglich spärlich besiedelt und so wartete man noch etwas mit dem Start der Show. Endlich füllte sich die Location, allerdings stellte der Großteil der Besucher Fans von Gallows da. Als Andorra Atkins die Bühne betraten und Smasher wie „Gefühle“ oder „Crush me“ spielten, konnte man dann doch in den Reihen ein paar Fans ausmachen, welche textsicher Passagen in Andres Mikrofon schrieen. Die Band nutzte jede Möglichkeit, um den Kontakt trotz der hohen Bühne mit Absperrung zu bewahren. Kurzerhand sprang Andre in den „Graben“ und Basser Menny bestieg das Geländer. Hauptaugenmerk lag für mich heute bei Frank. In den alten Songs sorgte er für eine gute Begleitung, welche er eine zusätzliche Portion Druck verlieh. Die neuen, teilweise aggressiveren Songs, lagen Frank noch mehr und er lebte diese wunderbar an seinem Instrument aus. Auch wenn die Location nicht unpassender hätte sein können, meisterten die Atkins die Situation hervorragend.
Da es schon recht spät und wir noch eine lange Rückfahrt vor uns hatten, entschieden wir uns Gallows nicht mehr anzusehen. Um ehrlich zu sein, interessieren mich die Jungs überhaupt nicht und etwas arrogant darf man ja auch mal sein
Frank leistete uns noch im Auto während der Rückfahrt Gesellschaft und man erzählte sich noch die ein oder andere Story…..
Seit dem Bellyfeel Album habe ich Punk ’D Royal in mein Herz geschlossen. Leider sind mir alle Konzerte der drei sympathischen Indirocker durch die Lappen gegangen. Eine Record Releaseparty zum neuen Album – Little Red Books – in Düsseldorf konnte ich mir nun wirklich nicht entgehen lassen.
In netter weiblicher Begleitung schlug ich natürlich wieder viel zu früh auf. Die schnuckelige Lokation, das Pretty Vacant, hatte noch geschlossen. Passenderweise fing es gerade an zu regnen, als wir beschlossen etwas essen zu gehen. Wir nutzten ganz „Business – Like“ Subways Hotspot und fühlten uns für ein paar Minuten sehr wichtig
Wieder am Club angekommen, hatte dieser immer noch geschlossen. „Alex“ sei gerade erst aufgeschlagen. Wer ist Alex? Diese wichtige Persönlichkeit, namentlich benannt, sollte mich noch des öfteren heute beschäftigen. Muss wohl eine bekannte Szenengröße sein. Ich hielt meinen Mund und nickte aus Peinlichkeit meiner Unwissenheit verlegen, aber anerkennend. Hätte ich mir das Konzertplakat mal etwas genauer angesehen, wäre mir aufgefallen dass die „Vorband“ Alex Amsterdam hieß
Allright. Wir genossen die letzten Sonnenstrahlen mit Ausblick auf den Rhein und machten uns irgendwann wieder auf zum Pretty Vacant. Dort angekommen herrschte nun reges Treiben. Ich hatte noch nie so viele Mädels auf einem Konzert gesehen. Sollte ich mich an der Türe vertan haben und für ein Konzert einer Boy Group anstehen? Das reichhaltige Merchandise von Punk ’D Royal am Einlass zeigte mir dann doch richtig zu sein und so ließen wir uns zufrieden an der Bar nieder. Nach einem Smalltalk mit der Band schauten wir uns den in einem Gewölbekeller gelegenen Konzertraum an. Vorsicht war an der schlecht beleuchteten Treppe geboten. Blindflug vorprogrammiert! Alles recht eng dort, aber dennoch schnuckelig.
Es dauerte nicht lange bis das Duo Alex Amsterdam ihr Set begannen. Keyboard, Gesang und Akustikgitarre ergaben einen flotten, melodischen Indi Pop. Der Mix knallte fett aus den Boxen, der Mischer meisterte seinen Job perfekt. Anfänglich dachte ich, dass ihre Song nach ein bis zwei Songs schnell langweilig werden würde. Jedoch entpuppten sich die beiden Musiker als Entertainer und hatten ihr Publikum in der Hand. Es war amüsant Alex Amsertdam’s Ansagen zu lauschen, cool, dass es mal auf Shows etwas zu lachen gab. Deren CD wurde für unglaubliche 1 Euro rausgehauen, fast geschenkt. Als Zugabe gab es zwei Coverversionen in Koalition mit Punk ’D Royal. In Erinnerung geblieben ist mir eine coole Interpretation von The Smiths – There is a light that never goes out –.
Mit Punk ’D Royal ging es nun deutlich lauter zur Sache. Schlagzeug und Bass knallte in die Magengegend und ließen das Tanzbein zucken. Zur Release Party gab es natürlich viele neue Songs, welche wie ihre Klassiker begeistert von den Fans aufgenommen wurden. Das Trio legte eine großartige Spielfreude an den Tag und ihr Schlagzeuger ist wahrlich ein Meister seines Faches.
Ich finde es absolut bemerkenswert wie weit die junge Band heute schon ist. Mühelos wird neben dem Spielen der Instrumente und dem Singen mit der freien Hand Keyboard und Sampler bedient.
Kämen Punk ’D Royal aus UK wären sie sicherlich schon heute das neue Sternchen am Indi Rock Himmel. Hinter Radio 4 und Konsorten brauchen sie sich jetzt schon nicht mehr verstecken.
Auch wenn am Ende das Set viel zu schnell vorbei war, gingen wir zufrieden nach Hause. Wenn Ihr Run dermaßen flott weiter geht, dürfen wir die Düsseldorfer sicherlich bald nicht mehr in solch kleinen gemütlichen Clubs bewundern.
Es wurde aber auch langsam mal Zeit das ich Pete’s Combo live zu Gesicht bekomme. K.I.O.S.K – heute Namentlich Raudau AG, hatte ich damals schon verpasst und wollte heute ihre erste Show nach der Neuformierung nicht entgehen lassen. Außerdem benötigte die Band einen Fahrer und Helfer, für was man sich nicht alles hergibt…
Die erste CD steht bald in den Regalen und zum Auftakt wollte man sich im Old Factory Dinslaken von der besten Seite präsentieren.
Mein Bruder „warnte“ mich : „Das Event kann eigentlich nur bei den Bandidos im Clubhaus stattfinden“. Mir egal, dann treffe ich neben versoffenen Punks und Skins zumindest ein paar normale Leute
Wir fuhren gerade auf die Autobahn und landeten natürlich sofort im Stau. Wie gut das ich vorgesorgt und mein Netbook im Rucksack hatte. Einen Bericht musste ich noch korrigieren und die neuste Clone Wars Folge wartete darauf gesehen zu werden. Als ich fertig war löste sich der Stau und wir konnten endlich weiter fahren. Nachdem wir auf den Rest der Band warteten, flogen wir zusammen in das Clubgelände der Bandidos ein. Das Revier ist mit Stacheldraht und Metaltor gesichert. Als wir in die „Festung“ hineingeführt wurden staunten ich nicht schlecht. Die Veranstalter hatten sich sehr gut vorbereitet. Pommeswagen und Toilettenwagen auf den Hof und professionelle Bewirtung seitens des Hauses. Auf solch einer Show hätte ich auch gerne mal gespielt, angenehmer geht’s wohl kaum. Allerdings schien der Mischer etwas überfordert. Über die vielen Knöpfe beklagend versuchte er mit Mühe und Not den dröhnenden Basssound her zu werden. Einen anständigen Sound strich ich mir also aus mein nicht vorhandenes Haar. Später konnte der gute Mann dann doch mit einem recht guten Mix punkten.
Die meiste Zeit verbrachte ich in der Sonne und unterhielten mich über Gott und die Welt. Das war solange spaßig bis alle betrunken waren, aber ich greife der Zeit etwas voraus.
Kugelhagel begannen ihr Set. Recht flotter Abgehpunk eröffnete den musikalischen Teil des Abends. Zwar klang ihr Sound stellenweise etwas holprig, doch ihr Einsatz möchte ich mit „Leib und Seele dabei“ betiteln. Allerdings erinnerten mich die frisch gestylten Iros eher an Robbie Williams als an Punks. Aber wir wollen nicht weiter lästern…
Als nächstes standen Radau AG auf dem Plan. Der Umbau ging sehr flott von Hand und Schmity eröffnete mit einer knappen Ansage das Set. Punkrock mit Oi Einschlag der besseren Sorte klang aus den Boxen. Trotz guter Performance aller Musiker und eine Wundertüte an Hits, schien sich das Publikum nicht sonderlich für laute Musik aus Neuss zu interessieren. Es dürfte wohl eher am schönen Wetter gelegen haben, jedoch die verblieben Zuschauer im Konzertraum bedankten jeden Hit mit Beifall. Am Ende gab es ein cooles Slapshot Cover, spätestens an dieser Stelle dürften Radau AG alle glücklich gemacht haben.
An Lost Boyz Army kann ich mich nicht mehr erinnern. Wo bin ich gewesen? Egal…
Cor, welche mir bis dato völlig unbekannt waren, rissen mich schon nach den ersten Akkord mit. Ihr durchgeknallter Sänger hatte was zu sagen und nahm gebrauch davon. Eine Band mit Aussage forderte zu nachdenken und wurde von einem brachialen Metalcore/Punk Mix untermauert. Ob sich das besoffene Publikum über den deutschen Gesang oder den Inhalt freute kann ich nur vermuten. Ich für meinen Teil habe auf jeden Fall etwas mit nach Hause genommen…
Als Hauptact trumpften Normahl auf. Was die alten Herren dort auf der Bühne ablieferten hatte absolut nichts mehr mit Punkrock zu tun. Ich hörte mir ein bis zwei neue Songs an und verkroch mich mit einer Folge Ludolfs ins Auto. Im Hintergrund bekam ich irgendwann den Smasher meiner Kindheit „Fraggles“ mit und war froh das ich meine Illusionen an alte Tage durch Abwesenheit aufrecht erhalten konnte.
Mitten in der Nacht fuhren wir dann völlig fertig nach Hause …
Ich muss gestehen das ich nie der dolle Propagandhi Fan und deren Melodic Punk Clone gewesen bin. Zuletzt hatte ich die Kanadier Mitte der Neunziger gesehen. Da sich heute eine gute Bekannte und der Meister Kluthzifer zum Besuch ankündigten, willigte ich dem netten Beisammensein ein. Um ehrlich zu sein sagte ich nur zu weil meine Lieblinge Matula als Vorband spielten, aber das dürft ihr bloß nicht weiter sagen….
Wir schlugen sehr früh an der Essigfabrik auf. Die Location welche sich als kommerzielle Disko entpuppte liegt im Kölnerabseits. Nur eine anliegende Tankstelle konnte uns mit Kaffe und Cola die Wartezeit verkürzen.
Als wir zurück zur Location kamen warteten schon die ersten Fans. Recht schnell füllte sich der Vorplatz des durch Ordner gehüteten Platzes. Mit Punkrock hatte dieses Aufgebot nicht viel am Hut. – 17 Euro Eintrittspreis gingen gerade noch durch….
In der großen Konzerthalle mit „Rockstar tauglichen Bühne“ war wieder Langeweile angesagt. Zwar hatten die Bands und der Peta2 Stand etliches an Merch zu bieten, aber ich konnte mir nicht vorstellen wie in dieser trostlosen „kalten“ Halle eine bunte Punkrockshow stattfinden sollte…
Matula begannen ihr Set und bewiesen Spielfreude. Leider verloren sie sich etwas auf der hohen und großen Bühne. Die Jungs machten das Beste aus ihrer Situation und schafften es dennoch am Ende ein Paar Fans zum Mitsingen animieren. Leider kam aufgrund der Distanz zur Band nicht das gewohnte Feelig auf, welches gerade diesen Sound lebendig macht.
Aber dennoch war es schön die sympathischen Jungs Live zu hören, vor allem da ich die Songs von der Split mit Nein Nein Nein nicht kannte…
Zur Beginn der Propagandhi Show füllte sich die Halle und bot ein gemischtes Publikum aller Altersklassen. Die Kanadier spielten nur ein paar Songs der alten Scheiben und präsentierten fast ausschließlich Stuff der neuen Platte. Ihr Trash Metal getünchter Sound klang interessant und frisch. Ich hatte zum Zeitpunkt leider die Platte nur einmal hören können.
Allerdings nervten mich die Rockstar Gebärden des Bassisten. Mit Fortschreitender Show gingen mir dann auch die nervigen Ansagen Tierisch auf den Sack. Da half auch das sauber gespielte Set nicht weiter. Propagandhi dürften für die Meisten der absolut der Hit gewesen sein, für mich klang das alles nach Retorte und die Show stupide einstudiert und abgespult.
Nein, ich habe es nicht bedauert in die Essigfabrik gefahren zu sein. Mit meinen Freunden fühlte ich mich gut unterhalten. Laute Rockmusik für Zwischendurch bot der Abend allemal. Vielleicht tue ich der Band unrecht, vielleicht war ich aber auch nicht in der richtigen Stimmung an diesem Abend…
Die Krawallbrüder zurück auf der Bühne. Hammerhead spielen Reunion Show in Köln!
Da ich mir sicherlich nicht alleine diesen besonderen Tag im Kalender angekreuzt hatte, bestellte ich sicherheitshalber gleich ein Ticket.
Vermutungen vom ausverkauften Hause sollte sich schon ein paar Wochen später bestätigen. Vor dem Kölner Underground warteten etliche Fans und man erkannte das ein oder andere Gesicht. Ich schlug zusammen mit Kluthzifer, Ray, und Fu auf. Wie lange ist es bloß her als wir das letzte mal zusammen auf einer Show waren ? Das Hammerhead Konzert trieb so einiges an bekannten Volk zusammen. Ich fühlte mich 10 Jahre zurück versetzt, cool das so viele alte Hasen am Start waren….
Stielgerecht trug ich mein Hardcore 100 % Shirt. Ich hoffte darauf das an diesem Abend viele Besucher Flagge zeigen würden. Leider sichtet ich gerade mal 3-4 mit dem Protest Shirt gegen Vereinnahmung des Namens Hardcore durch Rechte Gesinnungsträger.
Es wurde langsam frisch und wir bewegten uns zur Lagebesichtigung in den Konzertraum. Es war noch nicht viel los, aber so hatte man die Möglichkeit in Ruhe das Bandmerchandise zu bewundern. Ein Obercooles Shirt und ein extra fürs Konzert gedrucktes Poster fanden sich neben den Platten.
Ich erfuhr das im Underground um 23 Uhr Disco Betrieb sein sollte. Aus diesem Grund betraten schon recht früh Seein Red die Bühne. Einige Zuschauer bekamen den Auftritt anscheinend gar nicht mit oder warten lieber draußen auf die „Headliner“.
Die Holländer gaben ein sehr gutes Stelldichein und bliesen mit ihrem wütendem Polit Hardcorepunk die Gehörgänge frei. Ich fand es richtig geil was die alten Herren immer noch auf die Beine stellen. Langsam füllte sich der Raum und das ein oder andere zuckende Tanzbein wurde gesichtet. Jeder Song bekam gebührenden Applaus. Leider war das Set für meinen Geschmack viel zu schnell vorbei ….
Als Hammerhead die Bühne betraten platze das ausverkaufte Underground aus allen Nähten. Vom ersten Akkord an tobte der Mob und es ging wild zur Sache. Ausgelassen wurde gepogt, geslammt oder gedivet. Zum Glück blieb das Publikum fair und es gab keine Spinner im Pit. Hammerhead hatten die Situation voll im Griff und legten eine sehr gute Performance aufs Parkett. Mir erschienen die Musiker heute frischer denn je. Keine Ausraster, kein spritzendes Bier. ..Tobias verteilte lieber Kaugummis ,warum auch nicht
Es dauerte nicht lange da war ich dermaßen durchgeschwitzt und fiel mehrmals ins Getümmel. -Meine Klamotten sollte ich später nicht mehr wiedererkennen.
Selten hatte ich das Bedürfnis so ausgelassen zu tanzen wie an diesem Abend. Wer weiß wann Hammerhead mal wieder vorbei schauen. Dieses dachten sich anscheinend jeder der Besucher und gab alles um für eine ausgelassene Stimmung zu sorgen….
„Handgranate“ und „Ich trink allein“ waren nur einige der gespielten Klassiker. Zum Schluss gab es „Hard Times“ von den Cro Mags welcher perfekt zum Ausklang der Show passte.
Aus aller Kehlen drangen die Lyriks, Mensch war das ein Fest…. !
Nach der Show mussten sich einige der Hammerköpfe mit ihren Fans ablichten lassen, echte Rockstars halt Kommt bald wieder …
Die Karten fürs Festival waren natürlich schon lange vorbestellt. Mesh und De/Vision zusammen an einem Abend wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Des weiteren standen folgende Bands auf der Seltlist des zweiten Tages : Marsheaux, Nuniq und Tenek
Keine der Bands sagte mir etwas. Wir waren eh viel zu früh an der Kulturfabrik aufgeschlagen und vertrieben uns die Zeit mit Dieter Hallervorden Witzen und einigen Snacks.
Ausgelassen und die Lachmuskeln gereizt schauten wir uns nach einem Drink die erste Band des Abends an. Ich kann mich gar nicht mehr an die genaue Reihenfolge erinnern. Eines hatten die drei Bands jedoch gemeinsam: Meist fette Beats und nette Ideen , die Gesänge langweilten dann jedoch so sehr das ich am liebsten Pflaster für deren Münder verteilt hätte ….
Nein, wollen wir fair bleiben. Entweder gefielen mir die Bands wirklich nicht oder wir fanden es heute einfach spannender etwas zu trinken, die Merchstände und die netten Outfits einiger Besucher zu bewundern.
Als De/Vision irgendwann die Bühne betraten war der Konzertraum komplett gefüllt. Die deutschen Elektro Pioniere spielten ein reines Electro Set. Kein Schlagzeug, keine Gitarren , alles wie zu ihren Anfängen. Auch die neuen Songs wurden teilweise Neuinterpretiert und so klang ihr tanzbares Material düster und wuchtig. Es war eine sehr nette Erfahrung De/Vison von dieser Seite zu erleben. Die Bühneperformance war wieder erstklassig und die beiden Musiker sind Entertainer pur. Jeder Song wurde fleißig beklatscht und betanzt. War ein cooler Gig, keine Frage….
Nach einer kleinen Umbaupause standen Mesh auf der Bühne. Endlich wieder in vollständiger Besetzung und mit neuen Songs im Gepäck. Das Material knüpft direkt am letzten Release an und konnte mich gleich begeistern. Begleitet wurde ihr poppiger Abgehsound von einem fetten Live Schlagzeug und verzerrte Gitarrenparts.
Bei Mesh werden Songs in klassischer weise komponiert, das macht mir die Band so sympathisch. Passenderweise stand ihr Sänger mit einem Motorhead Shirt auf der Bühne und sorgte für klare Verhältnisse , haha
Es waren eigentlich alle Hits am Start. Mesh begeisterten mit einigen Zugaben um auch den letzten Zuschauer zufrieden nach Hause zu schicken.
Nach knapp 8 Stunden Konzert taten uns Augen und Füße weh und fuhren zufrieden nach Hause …
Mensch, die guten alten Cro Mags wieder auf Tour und erfreulicherweise mit John Joseph am Mirkofon !!!Die New Yorker Formation versteht sich heute in dieser Zusammenstellung als Jam Session und besteht zur Zeit aus John ,Mackie (MADBALL), AJ (LEEWAY) und Craiq (SICK OF IT ALL).
Natürlich läuteten bei mir gleich die Alarmglocken und die Letter „SELLOUT“ schwirrten vor meinem geistigen Auge. Neugierig war ich dennoch als bekannt wurde das nur Material von der ersten und sind wir mal ehrlich besten Platte (The Age of Quarrel) der New Yorker Hardcore Fraktion gespielt werden sollte ……
Peter (Radau AG) und meine Wenigkeit machten uns am frühen Abend auf in Richtung Bochum. Eine Parkplatz fand sich fast vor der Türe und machten uns auf zu einem kleinen Spaziergang. Als wir zurück zum Zwischenfall kamen war der Club immer noch geschlossen.
Die Menge der wartenden Fans war recht überschaubar und bestand Prozentual aus der eher Älteren Generation. Ich hätte mit deutlich mehr Kids gerechnet aber so fühlt man sich dann einmal mehr nicht als der „Olle Harcore Opa“
Irgendwann öffneten sich die Rollos des Zwischenfalls und der Einlass begann. Die Karten waren für drei Bands mit circa 12 Euro recht günstig und mein Auge viel zuerst auf das Bandmerchandise. Was ich allerdings dort an den Wänden erblickte erschrakt mich völlig. Die Shirts sahen aus wie mitten in der Nacht mal eben am Rechner zusammen gezimmert! Traurig, ich hätte gerne ein feines neues Cro Mags Shirt gehabt…..
Zum Einlass in den „Konzertraum/Disco“ füllte sich nun der Laden stetig und ich überbrückte die Wartezeit mit einem Vegetarischen Leckerbissen. Die beiden Vorbands waren nicht schlecht , passten allerdings so gar nicht zu den Cro Mags. Schade das Black Friday 29 nicht spielten.
Cro Mags ließen lange auf sich warten. Endlich dröhnte ein Intro aus den Boxen welchen den Einzug der alten Herren einläutete. Die ersten Akkorde von „World Peace“ drangen aus den Boxen und schon fühlte ich mich wie vor 20 Jahren. Eine unglaubliche Power schoss mir entgegen und die Band wirkte sehr fitt und motiviert. Die Fans rasteten völlig aus und dennoch blieb es im Pitt fair denn die Kickbox Fraktion hatte heute anscheinend keinen Ausgang.
Cro Mags spielten Hit an Hit. Ihr Set dauerte knappe 50 Minuten. Zwar gefühlt etwas zu kurz doch inklusive einem Bad Brains Cover war am Ende eigentlich alles gesagt. Eine Hardcoreshow auf den Punkt gebracht ohne Ausreißer und schlechten Beigeschmack.
Das Konzert dürfte für alle beteiligten ein voller Erfolg gewesen sein. Circa 400 Besucher sollten im Ausverkauften Hause gewesen sein.
Und das Beste:
Cro Mags versprachen wieder zu kommen, ich wäre sofort am Start !
Der Tante Renate – „Splitter“
CD/LP/Download
VÖ:13.03.2009
Der Tante Renate – Trapped (Umsonst MP3 )
Info:
„Das neue Indie-Dance-Meisterwerk des Hamburger Produzenten Norman Kolodziej (auch BRATZE). Elf treibende Electro-Knaller für die feierwütige Audiolith-Jugend everywhere, besser als jemals zuvor.“
Dadajugend Polyform – „Support our loops“ 12″Maxi/Download
12″Maxi/Download
VÖ:13.03.2009
Dadajugend Polyform – Automatica (Frittenbude – Maschinen Tanzen Remix)
(Umsonst MP3 ) Info:
„Computerbastelei in Garage und Wohnzimmer daraus entstehen Weltkonzerne oder die Dadajugend Polyform. Was als Soundtüftelei der beiden Cousins EnnoSchmitt und Sebastian Birkelbach um die Jahrtausendwende begann, ist nach einiger Zeit verstärkt durch den Gitarristen Holger Bär und den Alleskönner Roland SP404 zur Liveband herangereift. Zwischen den Stühlen als Konzept: Nürnberg,Kulmbach, Erlangen; Gitarre hier Synthie da; ein bisschen Englisch trifft auf ein bisschen Deutsch. Die Grundsteine sind gelegt und werden sofort wieder eingerissen. Dada Hype coming soon !?! „
Tourdaten:
ClickClickDecker
„Visions auf Reisen mit ClickClickDecker“-Tour
03.02.2009 DE-Köln, Stereo Wonderland
04.02.2009 DE-Berlin, Hans Wurst
06.03.2009 DE-Dortmund, Suite 023
07.03.2009 DE-Köln, Werkstatt
19.03.2009 DE-Osnabrück, Glanz & Gloria
20.03.2009 DE-Kaiserslautern, Kammgarn
21.03.2009 DE-Lingen, Alter Schlachthof
22.03.2009 DE-Bielefeld, Bunker Ulmenwall
23.03.2009 DE-Siegen, Vortex
24.03.2009 DE-Dachau, Kulturkirche
26.03.2009 DE-Saarbrücken, Garage
27.03.2009 DE-Konstanz, Kulturladen
28.03.2009 CH-Rorschach, Mariaberg
30.03.2009 CH-Zürich, Hafenkneipe
31.03.2009 DE-Freiburg, White Rabbit
01.04.2009 DE-Bochum, Club Untergrund
02.04.2009 DE-Berlin, Magnet
03.04.2009 DE-Stuttgart, Wagenhallen/Wir nennen es Party
04.04.2009 DE-Düsseldorf, Zakk
05.04.2009 DE-Hamburg, Molotow
07.04.2009 DE-Paderborn, Cube
08.04.2009 DE-Münster, Gleis 22
09.04.2009 DE-Bremen, Tower
Egotronic
„Jetzt auch noch spielsüchtig“-Tour
19.02.2009 DE-Burlengenfeld, Juz
20.02.2009 A-Wien, Arena
21.02.2009 DE-Tannheim-Eggelsee, Schwarzer Adler
22.02.2009 DE-Feldkirch, Graf Hugo
23.02.2009 CH-Sursee, Kulturwerk 118
26.02.2009 DE-Stuttgart, Wagenhalle
25.02.2009 CH-St. Gallen, Schwarzer Engel
27.02.2009 DE-Künzelsau, Kokolores
28.02.2009 DE-Würzburg, AKW
05.03.2009 DE-Berlin, SO36
19.03.2009 DE-Braunschweig, Nexus
20.03.2009 DE-Erlangen, E-Werk
21.03.2009 DE-Quedlinburg, Kuz Reichenstr.
26.03.2009 DE-Hamburg, Kukuun
27.03.2009 DE-Lingen, Alter Schlachthof
28.03.2009 DE-Osnabrück, Westwerk
wird fortgesetzt!
Audiolith Lars lud zur Label X-Mas Party in Köln. Eigentlich wollte ich mich an dem Abend von meinen Nachtschichten ausruhen, um wieder in einen normalen Tages Rhythmus zu finden ….
Egotronic hatte ich bis dato bei allen Möglichkeiten verpasst, also gab ich mir einen Ruck und machte mich gegen 19:30 Uhr auf in Richtung Kulturbunker.
Dank Navi fand ich die Lokation recht schnell, auch wenn ich das erste mal dran vorbei gefahren bin. Es war noch recht früh und somit konnte ich noch einen Parkplatz direkt vor der Türe ergattern. Die letzten Audiolith Shows waren bekanntlich allesamt ausverkauft und so sicherte ich mir vor einer kleinen Mahlzeit beim anliegenden Türken einen Eintrittsstempel….
Gut gestärkt ging ich zurück zum Veranstaltungsort und schaute mich erst einmal um. Der Konzertraum lag im oberen Stock und grenzte an eine Terrasse, welche für die Raucher reserviert war. Die meisten hielten sich ans Rauchverbot im Haus und so ließ sich der Abend für mich sehr gut aushalten. Es fand eine antifaschistische Posterausstellung statt und ein Infostand mit allem drum und dran gab es auch.
Da Plemo erkrankt war, übernahm Das Audiolith ihren Platz. Das DJ Team aus Lars und Krink unterhielten das Publikum auf einer entspannten lockeren Art und einige Sprüche sorgten für den ein oder andern Schmunzler. Lars wusste seine Labelfans mit gratis CDs, und Vodka war glaube ich auch im Spiel, zu ködern und eine ausgelassene Party nahm seinen Lauf. Ab und an legte Krink alleine auf und füllte die Lücken zwischen den Auftritten von Juri Gagarin und Egotronic.
Juri Gagarin eröffneten ihr Set mit Vodka und Uniform. Vom ersten Takt an hatten die Beiden ihrer Fans im Griff. Auch wenn ein paar nervige Plemo, Plemo Rufe immer wieder zu hören waren, sorgte die Band für zuckende Tanzbeine. Mutig war ein Diver, der genau dann in die Menge sprang als ein Lied ausklang; später musste sich Lars aus einer neuen Position, über den Köpfen der Zuschauer, befreien, welcher wohl nicht so glücklich über seine Position war
Als Zwischenspieler gab es wieder Das Audiolith und Krink, während Egotronic ihre Instrumente aufbauten. Nahtlos begannen die Berliner ihr Set und spätestens zum Doppel „Raven gegen Deutschland & Kotzen“ tanzte der komplette ausverkaufte Saal. Schweiß floss in Strömen, „Nie wieder Deutschland“ Rufe erhalten und untermauerten die politische Grundhaltung Egotronics. Die Band hatte alle Hände voll zu tun, da bei ihnen sehr viel Live gespielt wird und so bekamen gerade die älteren Songs eine besondere, teilweise frische Atmosphäre. Natürlich durften Zugaben nicht fehlen, so schnell wollte sich niemand von seinen Lieblingen heute Abend verabschieden. Zum Ende hielt die Zuschauer nichts mehr und enternten die Bühne. Egotronic verschmolzen mit dem Publikum….
Nach dem Set wurde wieder fleißig aufgelegt. Mich allerdings holte die Müdigkeit ein und so machte ich mich mit einem schicken Egotronic Shirt auf den Weg nach Hause.
Es hat einfach alles gepasst und die Feuertaufe meiner ersten Audiolith Show hat eingeschlagenen wie eine Bombe. Selten solch ein cooles Publikum und ausgelassene Stimmung erlebt….
Am Nikolausabend machten wir uns auf zum Cafe Druckluft in Oberhausen. Irgendwie hatten wir dieses Jahr alle Monochrome Shows verpasst und daher war der letzte Tag ihrer Tour ein unverzichtbares Muss….
Natürlich waren wir auch heute wieder viel zu früh vor Ort. Die Bands waren noch beim Soundcheck und wir vertrieben uns die Zeit in der benachbarten Shopping Mall. Fast wären wir auf dem Parkplatz angefahren worden, auf den Schreck aßen wir erst mal Chips und Gummibären. Gut gestärkt bewegten wir uns dann wieder zurück zum Cafe und nahmen an der Bar Platz. Cola belebte den Geist und für Stimmung sorgte ein lustiger Kerl hinterm Tresen.
Wir beobachteten wie er Kakao in einem Mixer ohne Deckel zubereitete, die Spüle fast überlief oder kunstvoll warmer Chai Tee mit Eis und Strohalm serviert werden sollte.
Unterhaltung pur, was haben wir gelacht!
Gegen 21.15 Uhr betraten Sir Toby die Bühne. Der Mischer sorgte für einen sehr guten Sound und die Band für reifen Indie Rock. Mit netten, spielerischen Ideen am Start und einer sympathisch, unterhaltenden Art fühlte ich mich gut unterhalten. Ab der Mitte ihres Sets erwischte ich mich vor der Bühne mit wippendem Bein, dürfte also im Gesamten kein schlechtes Set gewesen sein …..
Die Wartezeit bis zum Monochrome Auftritt versüßte uns Sänger Marc. Nach unterhaltsamen Smalltalk, und einer mir bis dato unbekannter Monochrome 7inch reicher (1000 Dank Marc!!!), postierten wir uns in Bühnennähe.
Ein wenig war meine Vorfreude auf Monochrome bis zum Herantreten des Event Tages getrübt. Ich weiß nicht wirklich warum. Vielleicht, weil ich die neue Platte nicht ganz so dolle wie die vorherigen fand, oder war ich heute einfach nicht so gut drauf ?
Anfänglich hatte der Mischer noch mit dem Sound von Monochrome zu kämpfen. Irgendwie stimmte die gesamte Abstimmung nicht. Nach dem dritten Song bekam er die Probleme in den Griff und der Mix der Band, aus alten und neuen Songs, zog mich wieder in den Bann.
Die Tracks von – Cache – empfand ich nun wilder und weniger „poppig“. Marc und Kate sorgten für ein Bühnenbild der Ausgelassenheit, besser als Kino
Die persönliche Widmung von Marc, nun die Band seit15 Jahren zu begleiten, freute mich und empfand ich unheimlich zugleich. Die Dawnbreed Zeit kommt mir vor, als wäre es gestern.
Das Publikum zeigte sich während der Songs etwas lahm, bedankte jedoch jeden Song mit tosendem Beifall. Am Ende musste die Band gleich 3x zurück auf die Bühne, so schnell wollte Monochrome niemand nach Hause schicken.
Es war für mich heute Abend wieder einmal der Beweis, dass Musik einfach ein Gesicht braucht. Alles richtig gemacht ….
In Verbindung unseres Berlin Besuches suchten wir vorab nach coolen Shows fürs Nächtliche Programm. Cool wenn sogar ne nette Kapelle aus Soest gerade dann in Berlin spielen wenn wir dort Urlaub machen. Im Vorfeld wurde unser Besuch nicht verraten, sollen Andorra Atkins doch l blöd aus der Wäsche schauen wenn die bekloppten Delrather nicht nur ihre NRW Shows abklappern
Allright. Nach einem langem Tagesmarsch quer durch die Stadtbezirke machten wir uns am Abend auf um den Club Cassiopeia in Friedrichshain zu suchen. Laut unseren Infos sollte die Show um 20 Uhr beginnen , eine Band spielen, und gegen 23 Uhr sollte dort Party sein.
Man muss das System der Berliner Hausnummern verstehen um zurecht zu finden. Wie des öfteren scheint es keines zu geben und wir irrten in dunklen Strassen umher. Auf dem Rückweg erwischten wir ein paar Kids die auch zum Club wollten. Allerdings zogen sie die Party der Punkrockshow vor. Sie führten uns zu einem alten Industriegelände das schwach beleuchtet und keineswegs nach Aktivitäten heute Abend aussah. Nö, hier sollten wir nicht fündig werden und zogen weiter.
Am Anfang der Strasse fanden wir dann das Cassiopeia, wir hatten leider anfänglich auf der falschen Straßenseite gesucht ….
Die Jungs von Andorra staunten nicht schlecht als wir aufschlugen
Schake Hands und Austausch vom neusten Klatsch und Tratsch standen auf dem Programm. Nette Jungs, leider kein Beginn der Show in Sicht. Später stellte sich heraus das Konzert erst gegen 23 Uhr beginnen sollte und vorher noch eine Vorband spielt. Puhhhh, das konnten für unsere arg belasteten Füße noch eine lange Nacht werden.
Ach ja, die „Party“ fand pünktlich statt, allerdings in den Räumlichkeiten eine Etage höher
Der Konzertraum erinnerte mich an eine größere Version des AK 47 und war mit seiner kleinen Sitzecke an der Bar recht gemütlich.
Irgendwann begann die „Vorband“ von der ich leider den Namen vergessen habe. Die Jungs waren etwas abgedreht und spielten innovativen Hardcore Punk. Stellenweise erinnerte mich der Gesang an die guten alten Dead Kennedys. Auch Musikalisch ließ man sich einiges einfallen. Cooler Frontmann , treibender Sound von der Band, das Publikum des mittlerweile gefüllten Konzertraumes dankte mit Applaus.
Andorra Atkins betraten die Bühne und mit Hilfe zwei Beamer wurden alten King Kong Filme auf die Wand produziert. Alles doppelt zu sehen bedarf hier keinen Alkohol. Die Soester Screamo Boys hatten alles im Griff und sorgten für ausgelassenes Stimmung.
Der gute Sound des Mixers sorgte fürs zuckende Tanzbein . Natürlich durfte Konfettiregen und zum Publikum aufgestellte Mikrofone beim Song „Gefühle“ nicht fehlen.
Das Set bestand aus etlichen neuen Songs welche eine noch größere Dynamik bieten und nach den Aufnahmen nur darauf warten veröffentlicht zu werden.
Es gab die ein oder andere Zugabe und die heutige Atkins Show war die mit Sicherheit längste welche ich erlebt hatte…
Lars von React with Protest hat in diesem Jahr wieder ganze Arbeit mit seinem Festival geleistet. Um die 20 vielleicht wichtigsten Screamobands versammelten sich an zwei Tagen und das ganze für etwa 20 Euro Eintritt !
Wer mochte konnte gegen eine Unkostenpauschale gleich dort Zelten und Veganes Essen speisen.
Nicht nur das Bombenwetter sorgte für ausgelassene Stimmung auch das Publikum des ausverkauften Hauses sorgte für ein friedliches und gewaltfreies Event……
Wir besuchten das Festival erst am zweiten Tag.
Die Lokation lag ziemlich abseits, sehr Ländlich, in einer Gaststätte gelegen.
Die Räumlichkeiten boten genug Platz für Bühne und etliche Merchstände. Allerdings war es stellenweise vor der Bühne unerträglich heiß und die Holzvertäfelung des Konzertraumes bei teilweise geschlossenen Fenstern boten kaum Erträglichkeit. Ventilatoren hätten hier für Milderung sorgen können….
Leider blieb uns aus diesem Grund nichts anderes möglich als sich die Bands max. ein halbes Set lang zu geben um nicht den ganzen Tag durch völlig durchgeschwitzt zu sein.
Die Running Order müsste in etwa wie folgt gewesen sein :
Vorwärts schöner Weltenkotzer
Kontrapunkt
Beide Bands boten schönen Emo/Screamo und spielten an diesem Tage ihr letzte Show ever. Der Konzertraum war anfänglich noch nicht so gut gefüllt, sorgte jedoch für ein angenehmeres Klima.
Hiro
aus Frankreich gefielen mir sehr gut, jedoch genossen wir dann doch lieber die letzten Sonnenstrahlen des Tages….
June Paik
Auf die Jungs habe ich mich ganz besonderes gefreut. Immer wieder habe ich ihre Konzerte verpasst. Ihr Mix aus Mid90ies Emo und abwechslungsreichen druckvollen Hardcore konnte mich jedoch dann doch nicht so überzeugen wie auf Platte. Vielleicht war die Vorfreude/Erwartungen zu groß oder der Sound zu schlecht , ich weiß es auch nicht….
Es gab ein paar neue Songs zu hören und freue mich schon auf eine hoffentlich baldige neue Scheibe …
Gone with pain und Grinding Halt
Habe ich wohl verpasst. Unterhaltungen mit Bekannten und stöbern in den Plattenkisten ließen die Zeit rasch verstreichen. Außerdem will die kostbare Energie wohl dosiert eingeteilt sein.
Danse Macabre
Überzeugten auf ganzer Linie! Ihr Screamo mit Chaoselementen und immer im richtigen Moment einsetzende verzweifelte Emoparts stimmten nicht mich Glücklich. Ihr Sound war Topp , Fans diveten und tanzten bis der Saal kochte. Der Frontmann hatte den ein oder anderen Witz auf den Lippen, schön das es noch Kappelen gibt welche sich nicht zu erst nehmen. Auch Danse spielten neues Material welches auf React with Protest veröffentlicht werden soll.
Trainwreck
,über diese Ausnahmeband braucht man wohl keine Worte mehr verlieren!
Perfekte Show, perfekte Songauswahl und sau gutes Timing. Ich war wie von Sinnen musste jedoch vor Ende des Sets zum Luft schnappen nach draußen …..
Titan
Kannte ich vorher gar nicht und muss gestehen ich bin wirklich überrascht worden.
Auf die Ohren gab es ein fettes, destruktives Hardcorebrett welches mich aus dem Hocker gehauen hat! Muss ich mir auf Platte geben !
Zann
Der Berlin/Leipziger geht es ähnlich wie Trainwreck. Kennt jeder, liebt jeder !
Musik aus dem Bauch und mit dem Herzen bei der Sache. Hardcore, Hardcore und noch einmal Hardcore in brutalster verzweifelter Vollendung. Wie ein Dampfwalze rollte der Sound über mich hinweg. Die neuen Songs, welche bald auf zwei Splits erscheinen werden, sind der Kracher! Besser geht’s kaum. Die Meute tobte und als Zugabe gab es dann noch ein nettes Cover von Chokehold und alle waren Glücklich
Comadre
Und schon wieder verpasst ;-(
Aber es ging wirklich nicht mehr ….
Knapp zwei Stunden Fahrt lagen noch vor uns , ich kam am Morgen aus der Nachtschicht, am folgenden Tag wollte ich auf ein Star Wars Treffen und ich konnte kaum noch gerade stehen ….
Ein wunderbares Festival welches mir wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Ganz bestimmt im nächsten Jahr wieder !!!
Once again, eine Woche nach der Andorra Atkins Show in Solingen stand am Samstag der nächste Besuch in der Solinger Cobra an.
Wieder musste die Kneipe als Location herhalten, zwar etwas Eng im Bühnen Bereich, jedoch sehr gemütliches Wohnzimmer Flair.
Die Show sollte gegen 21.30 Uhr anfangen.
Drei Bands am nächsten Tag Frühdienst und die Zeitumstellung obendrein, bereitete mir ein wenig Kopfzerbrechen.
Diese verflog vorerst bei lecker Pizza und Klönen mit Bekannten in der Cobra….
Robert von Zann baute seinen Plattenstand auf und bald begannen Once a Demon mit ihrem Set.
Ihr „Grunzcore“ ist nicht gerade mein Fall auch wenn der Sound druckvoll aus den Boxen drang.
Die Midtempo Parts gefielen, der gebotene Rest war mir jedoch etwas zu langweilig. Geschmacksache …
In meine Ohren klingen immer noch die genialen Forced to Decay, aber das waren vergangene Tage und leider längst vorbei.
Weiter ging es mit den großartigen Zann.
Die Zuschauer drängte sich vor die Bühne und vom ersten Takt an hatte Robert das Publikum im Griff.
Ob doomig brutal, verzweifelter Emocore oder abgefahrener vertrackter Hardcore , Zann zündeten eine Bombe nach der nächsten.
Geniales Set, teilweise aus neuen Songs bestehend, welches leider schon nach 20 Minuten zu zu Ende war. Zann immer wieder gerne!!!
Haltet Ausschau nach den kommenden Splits im Sommer…
Gewinner des Abends waren für mich Trainwreck.
So geil habe ich die Jungs noch nicht erlebt!!!
Nicht ganz unschuldig sicherlich die direkte Nähe zum Publikum.
Ihre neuen Songs von der Split mit Comadre gefallen mir um längen besser als die Songs der L.P. und wurden heute zum Besten gegeben.
Shouter Andreas stürzte sich ins Publikum und riss die Menge mit durch einen Orkan aus unglaublicher Kraft und Aggressivität.
Das ist Hardcore, ich war beeindruckt!!!
Nach der Show mussten wir uns ganz schnell auf den Weg machen,
die Arbeit sollte in wenigen Stunden beginnen …
Die erste Show von ex -K*** K** ****k- unterm neuen Namen -Andorra Atkins- sollte nach dem Ausfall in Berlin in Solingen stattfinden.
Das konnte der Durchde sich natürlich nicht nehmen lassen!
Mit mir am Start war Toby welcher anscheinend genau wie ich ausgehungert nach guter Gitarrenmusik war.
Für meine Wenigkeit bedeutete diese Show der Auftakt meiner Konzert Session 2008 und diese konnte gar nicht besser beginnen als mit den „More than music „ Soester Boys.
An der Cobra angekommen wollte man 13 Euro kassieren.
Kam mir irgendwie komisch vor, so viel Asche und der „Kassenwart“ machte auf mich auch keinen Punkrock-Typischen Eindruck, hmmmmmmmm
Schnell stellte sich heraus das heute zwei Konzerte in unterschiedlichen Räumen stattfinden sollten….
Im Keller spielte eine Robbie Williams Cover Band und oben in der Kneipe sollten wir für heute Abend unser zu Hause finden.
Die Location ist aufgrund der ausladenden Theke im recht ungünstig geschnittenen Raum sehr eng, jedoch fand man ein nettes Plätzchen inklusive Wohnzimmer Teppich in einer Ecke des Ladens für die Band …
Die Jungs von –Andorra- waren noch nicht zu sehen aber es gab ja noch ein paar andere bekannte Gesichter zu begrüßen. ….
Obwohl wir erst kurz nach 20 Uhr aufschlugen, waren wieder einmal viel zu früh und die erste Band des Abends machte noch lange keine Anstallten ihre Instrumente in die Hand zu nehmen.
Toby gönnte sich ein Bierchen ich bleib bei meiner Limo und bei angenehmen Smalltalk verging die Zeit wie im Fluge. Irgendwann ließen sich dann meine Soester Freunde blicken und erzählten aus dem Nähkästchen.
Die Story mit den Anwälten und den Namensrechten ist schon eine Sauerei , Platten dürfen nicht mehr verkauft werden ect.pp
Etwas erfreuliches gab es dennoch , es soll nun endlich ins Studio gehen um 10 neue Tracks aufzunehmen. Ich glaube das wird auch endlich Zeit nach drei Jahren Durststrecke !
Als erstes spielten –Mozaik-.
Geboten wurde Death Metal angehauchter Metalcore der sympathischen Sorte.
Besonderes die Gitarristen verstanden ihr Handwerk und moshten was das Zeug hielt.
Zwar habe ich mich diesem Sound aus Überdrüssigkeit wieder etwas abgewannt, so muss ich zugestehen das mir –Moziak- doch recht gut gefallen haben auch wenn sie Musikalisch meiner Meinung nach nicht so dolle ins heutige Programm passten.
Wo kam eigentlich der Kameramann her der mit seiner Megalampe die Bühnenbeleuchtung völlig überflüssig machte ?
Nach einer kurzen Umbaupause standen die Düsseldorfer -Guns vs.Telekinesis- auf der Bühne.
Unter anderem befinden sich ex. -That very time i saw- Musiker unter ihnen.
Schon nach kurzer Spielzeit bewiesen die Musiker das sie Ihr Handwerk bestens verstehen und zauberten wunderschöne rockige Emotionale Indirock Nummern.
Ich hatte absolut keine Erwartungen an die Band gehabt und bin mehr als positive überrascht worden.
Unbedingt im Auge behalten, würde ich gerne mal auf Platte hören.
Prima Musik für die Nächtliche Autofahrt ….
Endlich standen –Andorra- auf der Bühne.
Witzig fand ich das zwar vom Hause aus verkabelt und die Boxen zurecht gerückt wurde aber Niemand abmischen wollte
Aber mal ganz ehrlich in solch einer kleinen Bar reicht auch die Backline plus Gesangsanlage. Letztere wurde bis an die Schmerzgrenze aufgedreht, ein Wunder das der Putz nicht von den Wänden fiel …..
Nach dem obligatorischen Konfetti verteilen vor dem Beginn des Sets schmetterten –Andorra- einen Hit nach dem anderen ins Publikum.
Es wurden wieder ein paar neue Songs geboten welche eine Weiterentwicklung zeigen jedoch sich weiterhin in ihrem gewohnten Kosmuss bewegen.
Ich weis gar nicht mehr was ich noch zu dieser klasse Band schreiben soll, ich wiederhole mich ja eh nur ständig
Es gab absolut keine Ausreißer und vom ersten Takt an hatten –Andorra- ihr Publikum im Griff. ob mit dem Mic durch die Menge , über den Boden rutschen , das Publikum einbeziehend und den ein oder anderen lockeren Spruch auf den Lippen machen die Soester einfach nur Liebeswert….
So jetzt aber ab ins Studio, Platte aufnehmen und die Welt erobern!!!
Großartige Show , netter Abend unter noch netteren Menschen …
Bis zum nächstem mal und nicht vergessen am Samstag spielen Zann und Trainwreck in der Cobra .