Archiv für die Kategorie ‘Platten - Hardcore’

Tackleberry – Reinventing Appetite for Destruction – Review

April 8, 2009

tackleberry_02

[2009 Zeitstrafe]
[myspace.com/tackleberryhc]

So lange ist es noch gar nicht her als mich Tackleberry mit ihrer Debüt Platte überraschten. Etwa ein Jahr hat es gedauert, und die Kieler Hardcorefraktion meldet sich schon heute mit einer neuen L.P. zurück.

Reinventing Appetite for Destruction ist eine konsequente Weiterentwicklung von Call me Green. Dem Zuhörer wird Old School Hardcore um die Ohren gehauen welcher deutlich kehliger und angepisster klingt als noch vor einem Jahr. Man hört der Band an das stetig getourt worden ist. Ein perfektes Zusammenspiel sorgt für Feinheiten welche besonderes in den Fill Ins und coolen Midtempo Parts ausgelebt werden. Einerseits schlagen Tackleberry direkt auf die 12 , auf der anderen Seite lockern sie die wüste Spannung mit feinen Melodien.
Deutlich härter und aggressiver ist Reinventing Appetite for Destruction als sein Vorgänger ausgefallen. Die Produktion aus der Tonmeisterei in Oldenburg sorgt für einen wuchtigen knalligen Sound.

Auch wenn das Album viel zu schnell zu Ende geht ist am Ende alles gesagt. Keine Songs als Lückenfüller, keine Langeweile und direkt auf den Punkt gebracht. (Meist liegt die Spieldauer der acht Songs unter zwei Minuten.)

Tackleberry sind zurück, und zwar wie !
Ich hätte nicht gedacht das nach Call me Green eine Steigerung möglich und das ihr Sound genug Luft besitzt um sich dermaßen positiv und spannend weiter zu entwickeln.
Da kann man gespannt sein wohin die Reise führt …
Nicht nur für die Ohren, auch für die Augen wird einiges geboten. Das Coverartork ist einfach großartig.

Alles richtig gemacht, Hut ab !

Wie fast immer gerade auf Tour :
02.04.2009 Kiel, Pumpe°
03.04.2009 Saalfeld, Klubhaus°
04.04.2009 Plauen, Zooma°
05.04.2009 SL – Banska Bystrica, Irish Pub°
06.04.2009 H – Szeged, Garabonciás°
07.04.2009 H – Györ, Rado Club°
08.04.2009 A – Groß-Enzersdorf, Raghead°
09.04.2009 CR – Zagreb, Squat°
10.04.2009 I – Bologna, Lazaretto Squat°
12.04.2009 CH – Luzern, Kulturhaus°
13.04.2009 F – Clermont-Ferrand, Raymond Bar°
15.04.2009 Köln, Sonic Ballroom°
16.04.2009 NL – Arnhem, The Stage°
17.04.2009 Regensburg, W1°
18.04.2009 B – Meerhout, Groezrock Festival°
30.04.2009 Berlin, Festsaal Kreuzberg*
01.05.2009 Wiesbaden, Schlachthof*
02.05.2009 München, Backstage*
09.05.2009 Neumünster, AJZ
15.05.2009 Köln, Luxor*
16.05.2009 Hamburg, Logo*
26.06.2009 Hannover, Stumpf
27.06.2009 Leipzig, Summer Inside Festival
* mit Smoke Blow
° mit Static Radio

Tracklist:
01.Reinventing Appetite For Destruction
02. Ain’t no glam at eight AM
03. You simply can’t rely on hearts
04. Let’s see what happens
05. Sure no good for a do-gooder
06. Unfuckwithable
07. Modern wife is law
08. Group sociology, lesson one

Durchde

White Lilium – Tarantula CDR EP – Review

März 22, 2009

[2009 Eigenproduktion]
[www.myspace.com/whitelilium]

Es gibt Momente im Leben da passt eine Platte einfach. Sie muss nicht unbedingt das Rad neu erfinden, was im Bereich Metalcore/Screamo sicherlich kaum noch möglich ist. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort können Songs welche ansonsten der Hintergrundbeschallung genügten oder in der Masse an Neuveröffentlichungen unter gehen würden, zur akustischen Begleitung in schwierigen Lebenslagen dienen. So ist es mir mit der dritten selbstproduzierten EP der Kieler White Lilium gegangen. Die abwechslungsreichen Stimmungsvollen Momente von – Tarantula – gekoppelt mit der bis ins Mark schneidenden Härte haben mich motiviert meine aktuellen problematischen Gedankenwelten in geordnete Bahnen zu leiten. Aber nun genug mit dem Geheule… ;-)

Die recht jungen Kieler, der Älteste von ihnen ist gerade 21 Jahre, haben einiges zu bieten. Auch wenn man sich den Szenetypischen Elementen wie laut/leise und hart/soft bedient, haben White Lilium mit den eingebauten Grindcore Elementen einen eigenen Weg gefunden und sorgen für einen frischen Wind im angestaubten Gerne. Carcass und Thursday könnten direkt nebeneinander im Plattenregal der Bandmitglieder stehen.

Auch wenn mich der Grunzgesang zu Anfang etwas nervte passt er prima zu den Mehrstimmigen Passagen. White Lilium`s melodischer Gesang wirkt keineswegs Poppig und kommt sehr ausgereift rüber. Auch wenn es auf – Tarantula – viel Metal gibt hat man sich dennoch nicht dem stumpfen Bollocore verschrieben. Das Cover ließ mich zuerst übelster Einheitsbrei erwarten doch die schmucke Verpackung beinhaltet vier Tracks die mich begeistern konnten.
Spannend finde ich die Songstrukturen im letzten Track „Love.Paper.Portrait.Grave“ welche von Hardcore/Metal bis zum Postrock reichen. Sehr abwechslungsreich und der vielleicht Beste Track der E.P.

Mit Interesse werde ich die Entwicklung der Band beobachten. Ich bin mir sicher dass in White Lilium noch viel mehr Potential steckt. Es könnte spannend werden wenn sich die Kieler auch Zukünftig verschiedener Stilistischen Elementen bedienen…..

Tracklist:
Protest of Innocence
Tarantula
A Cracked Egg in the Fridge is no Reason to turn into Crazy
Love.Paper.Portrait.Grave

Durchde

Crowskin – Harmony of Death 7inch – Review

Februar 6, 2009

[2008 Monocore Records ]
[www.myspace.com/crowskin]

Crowskin aus Potsdam präsentieren per Monocore Records ihre neue zwei Song 7 inch Single.

Die Potsdamer Doom Punk Band veröffentlichte in der Vergangenheit ein Demo von dem der Song „Harmoney of life“ entnommen und neu abgemischt wurde. „Never Surrender“ entstand aus derselben Session, der Split mit – Black Shape of Nexus – auf Vendetta Records.

Der neue Song kleidet das Five Piece with Female Vocals in einem deutlich melodischeren Gewand. Ihr Slowmotion Sound hat etwas an Fahrt gewonnen und erinnert mich von den Strukturen her an die ersten Black Sabbat Sachen, gepaart mit einem Schuss Hammerhead auf Valium. Runtergestimmte Gitarren und gesangliche Ergüsse zwischen nuschelndem Gesprochenen und bellendem Gegrunze, direkt aus der Hölle entsprungen, untermalen das druckvolle düstere Release.
Crowskins Seele ist schwarz. Schwarz wie das Vinyl und das schmucke Aufklappcover…

Demnächst steht auf Vendetta Records ein weiteres Split Release an. Dann wird sich Crowskin mit – Black Freighter – eine 12inch teilen.
Ich bin gespannt wohin die musikalische Reise führt ….

Die auf 525 Stück limitierte 7inch ist für 4 Euro plus Porto über Monocore Records zu beziehen.

Tracklist:

A) Harmony of life
B) Never Surrender

Durchde

Death is not Glamorous – Soft Clicks – Review

Januar 31, 2009

deathisnot

[Vinyl: Dead & Gone Records/ CD: Blacktop Records]
[myspace.com/deathisnotglamorous]

Death is not Glamorus aus Oslo warten nach 7inch und Min L.P. Veröffentlichung endlich mit ihrem ersten Longplayer auf. Auf den Namen – Soft Clicks – hört ihr neuster Output und bietet 13 Hardcoretracks der guten alten Melodicpunk Schule.
Nehmt die besten Momente der alten No FX Scheiben, mischt diese mit der positiven Stimmung von Dag Nasty und garniert dies mit einem Hauch der emotionalen Seite von Hot Water Music. In etwa dürfte dies die Stilistische Richtung von Death is not Glamorous umschreiben.

Etwas wehmütig werde ich bei diesem Sound und würde mir am liebsten gleich Morgen ein neues Skateboard kaufen. Die – Soft Clicks – im Ohr und dann die geilsten Spots Cruisen, ein Traum vom Stückchen Freiheit in diesen grauen Tagen.
Das Album macht einfach Spaß, kommt nicht zu glatt/poppig und Death is not Glamorous tragen ihr Herz und Motivation in die DIY Hardcore Szene. Liebenswert…

Ich glaube man müsste sich die Norweger unbedingt mal Live geben, darf dann jedoch nicht das Shirt zum wechseln vergessen. Ich möchte nicht wissen was in deren Pitt abgeht, bei solch einer Spielfreude und versprühender Energie, welche sich schon auf der Tonkonserve erahnen lässt. Wer hier still steht hat sie nicht mehr alle …
Sicherlich haben Death is not Glamorus das Rad nicht neu erfunden, meistern jedoch ihre Sache auf einem sehr professionellen Level und schaffen einen harmonischen Spagat zwischen Old School Hardcore/ Punk und Melodic Core. – Soft Clicks – ist eine gelungene Umsetzung dessen und schafft es auf eine sympathische Art und Weise sich nirgends anzubiedern……

Tracklist:

1. This life is huge
2. Set in Stone
3. No Mistakes
4. Aware-Wolf
5. Crack Stone
6. Straight Through
7. Clear Lines
8. Moving Parts
9. New Way to Breathe
10. To tell you the Truth
11. For Keeps
12. Magic Fang
13. Beyond the Shadow of a Doubt

Durchde

Zann & Ghostlimb & Perth Express & Trainwreck Split L.P. – Review

Dezember 25, 2008

zann_trainwreck08split

[2008 Adagio 830]

Mit ihrem mittlerweile 32. Labelrelease haben Adagio 830 wieder einmal bestätigt warum es sich gerade heute lohnt Schallplatten zu kaufen. Die limitierte Fassung kommt im farbigen Vinyl, das Ganze steckt in einem aufwändigen Klappcover, welches einen dezenten Glossy Effekt erhalten hat. Bei drei der vier Bands gibt es zu den Lyriks Erklärungen, welche einem Eindrücke in die Gedankenwelten bieten.

Zann, Perth Express und Trainwreck präsentieren je zwei neue Songs, der Graf Orlock Ableger Ghostlimb kommt mit vier neuen Tracks.

Die Bands bieten auf dieser Veröffentlichung allesamt ihr bestes Material, besonders Zann und Trainwreck sind mal wieder der absolute Oberhammer und walzen alles nieder was sich ihnen in den Weg stellt.

Pflichtkauf !

Durchde

Monochrome – Plana 7inch – Review

Dezember 22, 2008

monochrome_plana

[2008 Arindelle Records]
[www.monochromepopgroup.com]
[www.arindelle.com]

Diese schicke 7inch ist zu Monochromes 2008 Cache Tour vom spanischen Label Arindelle Records veröffentlicht worden. Beinahe wäre dieses Release an mir vorbei gegangen,
hätte Marc mir diese 7inch nicht auf ihrem Abschlussgig in Oberhausen in die Hände gedrückt.

Das Frontdesign folgt dem der beiden letzten Veröffentlichungen.
Enthalten sind zwei neu eingespielte Tracks der – Cache – Scheibe. Auf der A Seite gibt es eine in Spanisch gesungene Version von „Fall zu Fall“ und auf der Rückseite findet sich ein Remix von „Parallax“.
Beide Versionen wissen zu gefallen und sind ein Muss für den Fan, der jede Veröffentlichung im Regal stehen haben will…

Durchde

Callejon – Zombieactionhauptquartier – Review

Dezember 2, 2008

callejon_zombie

[2008 Nuclear Blast]

Callejon konnten schon immer mit einem perfekten geschnürten Paket aus Live Performance, eigenständigem Sound und aufwändigem Artwork aufwarten.
Dieser Einsatz wurde nun mit einem Deal bei Nuclear Blast belohnt.

Zombieactionhauptquatier öffnet ein neues Kapitel Callejon’s, die Metalcore Elemente wurden von fast lupenreinem Trashmetal verdrängt. Bernhards Gitarrenkünste können nun vollends ausgelebt werden und reichen von Death Metal bis Iron Maiden. Frontmann Bastian versucht sich immer mehr in den Cleanen Gesangparts, welche bis hin zu zwei Balladen auf dem Album führen.

Ein Knackpunkt ist für mein Geschmack der Mix des neuen Albums.
Der Gesang steht zu sehr im Vordergrund und erhält in den Cleanen Gesangparts durch Dopplung der Spuren eine zu poppige Note. Instrumental klingt der Mix zu sauber und nimmt der Band die Rohheit, welche sie auf ihren Shows versprüht.

Ansonsten bieten Callejon wieder viel neuen Wind, der nun auch das Metal Publikum ansprechen dürfte. Textlich bewegt man sich mit einfallsreicher Lyrik in heimischer Sprache. Ich bin wirklich gespannt wohin die weitere Reise führt.
Eines ist auf alle Fälle sicher, wenn Callejon mit solch einem Einsatz weiter arbeiten, ist ihnen ein Liga Platz ganz oben sicher ….

Tracklist :
1. Zahq
2. Zombiefied
3. Spiel mir das Lied vom Sterben
4. Und wenn der Schnee
5. Mein Puls = 0
6. Tanz der Teufel
7. Phantomschmerz
8. Quarantäne
9. Infiziert
10. Der Tag an dem die Schwärze blieb
11. Fremdkörper
12. Das Ende von John Wayne
13. Porn From Spain

Durchde

Jena Berlin – Quo Vadimus –

November 7, 2008

jenaberlin_quo

[2008 Ass-Card Records]
[www.myspace.com/jenaberlin]
[www.asscardrecords.com/]
[www.myspace.com/asscardrecords]

Das zweite Release von Jena Berlin aus Philadelphia wird nun als LP Version auf Ass-Card Records veröffentlicht. Mit viel Liebe zum Detail erscheint eine limitierte, farbige Vinyl Version mitsamt Mp3 Download Ticket. Sehr vorbildlich, hier können sich einige andere Labels mal ne’ Scheibe abschneiden!

Jena’s 11 Track starkes Release – Quo Vadimus – ist im Mid 90ies Emo-Rock Sektor anzusiedeln. Stellt Euch einen Mix aus Kill Holiday, Hot Water Music und Boy Sets Fire vor. Besonderes Gesanglich können Parallelen zu Nathan ausgemacht werden. Zusätzlich fließen Elemente des Posthardcores und Indirock hinzu, welche der Platte einen hohen Wiedererkennungswert geben.

Knallige, melodische Hardcore/Punk Passagen, niemals zu clean gemixt, treffen auf ruhige Momente, um sich gleich wieder in rohe Energie zu entfalten. Interessant wird es, wenn man sich ungezügelt dem ungestümen Hardcore hingibt, um sich schon ein paar Takte später durch eine raue, kehlige Stimme, Melodien in die Gehörgänge bohren zu lassen.
Teilweise braucht die anspruchsvolle Kompositionen etwas Zeit um sich zu entfalten. Anschließend entdeckt man ständig neue Elemente, die zu begeistern wissen!

Tracklist:
Chelsea
Communique
Instruments
I swera we`re leaving
Dancing
Motion sickness
Crossed arma
Island living
Sand
The dilemma
And another thing

Durchde

Within Walls – Set me free – Review

November 1, 2008

[2008 CD: Blacktop Records/Vinyl: Cobra X Records]
[www.withinwalls.org]
[www.myspace.com/withinwalls]

Das Hardcore Quartett Within Walls aus Österreich/Schweiz präsentieren in ihrer bis dato kurzen Bandgeschichte (since 2005) nach einer 7inch und Split 7 mit Nothing Gold Can Stay ihren ersten Longplayer.
Das Cover vom betitelten Debüt – Set me free – mutet aufgrund seines Styles eher einem Pop oder Elektroalbum an. Sieht jedoch sehr schick aus und sorgt für Frische im Hardcoreplatten Regal.

Musikalisch hat man sich dem New School Sound der 90ies verschrieben. 108 oder Unbroken könnten eine Hausnummer sein. Samples, ein Akustik Part und die kurze Pianonummer lockern den druckvoll, angepissten Sound auf und sorgen für Abwechslung, welche ein komplettes Album generell benötigt um spannend zu bleiben.
Die Songstrukturen sind explizit ausgefeilt und jeder der 12 Tracks erhält einen eigenständigen Charakter. Die Wut in den Songs, meist im Midtempo vorgetragen, hinterlassen Eindruck.
Auf Set Me Free gibt es Hardcore mit dezenter Metallkante ohne im Metallcore auszuarten. Within Walls verstehen es hervorragend Wut und Aggressivität durch perfektes Timing, einen guten Shouter und einfallsreichem Riffing zu dokumentieren.

Hut ab, klasse Album ich bin begeistert!

Tracklist:
Infinte I(magination)
Beneath the Surface
Windows
Apallic Syndrome
Straightjacket
Gas Chamber Amtosphere
Pawlow
Manson
Untitled
Antagonist
Piano
Under the Galley Rhythm

Durchde

Sirens – The Sound of Fire – Review

November 1, 2008

[2008 Let it Ride Records]
[www.myspace.com/sirenscsalling]

Mensch, die fünf Old School Hardcoreler aus dem schönen Ruhrpott haben es aber eilig!
Erst vor ein paar Monaten ist ihr Longplayer – In Circles – erschienen und schon legen die Jungs eine 5 Track Mini CD nach. ( – The Sound of Fire – erscheint auch als 7inch auf Cobra X Records). Verpackt ist das gute Stück in einer schmucken Metallbox , innenliegend ein kleines Textheftchen. Visuell sehr ansprechend, doch hat die Zeit gereicht dem auch musikalisch gerecht zu werden?

Das Intro prescht ordentlich nach vorne und gibt eine deutliche Geschwindigkeits-Steigerung vor. Sirens Solos sind etwas zurück gefahren und stellenweise ist im Sound ein dezenter Metallfaktor nicht zu überhören. Dominierend bleibt weiterhin die melodische Gitarrenarbeit, wenn auch auf – The Sound of Fire – etwas rauer und Old School lastiger. Abzüglich des Openers ist in den Songs ein Cover von Beyond enthalten.

Mein Favorit ist der Titeltrack des Albums, der mit einer Spiellänge von über fünf Minuten aufwartet. Eine schöne Midtempo getragene Nummer mit emotionaler Kante.

Klasses Release, das nach kurzem Veröffentlichungs-Turnus zukünftigen Entwicklungen in eine weiterhin spannende Richtung verspricht. Man darf neugierig sein ..

Tracklist:
Intro
Foundation
More Craving
The Sound of Fire
Effort (Beyond Cover)

Durchde

Seed of Pain – First and Last and Always – Review

November 1, 2008

[2008 Let it Ride Records/Cobra X Records]
[www.sopcollective.org]
[www.myspace.com/seedofpain]

Es sind gerade einmal ein paar Monate vergangen, als ich die Debüt L.P. der Schweizer Seed of Pain besprochen habe. Ihre folgende 7inch hatte ich leider verpasst und heute liegt schon ihr neustes Werk im Briefkasten, juhu!!!!!

Leider handelt es sich bei – First and Last and Always – „nur“ um eine Discography von Seed of Pain. Enthalten sind alle Songs der – Power, Corruption & Lies -, die der folgenden 7inch – - Thunder and Consolation - –, ein neu aufgenommener Demosong, plus ein geniales Cover von New Model Army’sI love the world“.

- First and last and always – ist der perfekte Einstieg für die, welche Seed of Pain (Marke Burn, 108 goes Neglect mit einer Priese Neurosis zu – Pain of mind – Zeiten) für sich entdecken. Ohne Übertreibung möchte ich von einer der Überraschungen 2008 im Hardcore Sektor sprechen!
Die Vinyl Versionen sind leider kaum noch zu bekommen und Let it Ride/Cobra X Records gibt allen mit diesem Release die Möglichkeit an Seed of Pains bisherige Werke zu gelangen.
Anbei gibt es ein schickes aufklappbares CD Cover, Lyriks dürfen natürlich auch nicht fehlen…

Tracklist:
What’s Right
Two Differnt Worlds
Bury your Heroes
Faceless Fact
Misery Index
In Search of
Our Wealth
Pilatus
I Love the World
Fall Back Down

Durchde

Zann / Burial Year Split 12 inch

September 30, 2008

[2008 Adagio830]

Burial Year sind nicht mehr, aus und vorbei…… R.I.P
Die Jungs aus San Francisco bieten auf dieser Split zum Abschied drei brutalo Hardcoresongs der Extraklasse. (inklusive „Blanket“ von Unbroken.)

Auf der anderen Seite gibt es neues von den Berliner Bulldozer Königen Zann.
Gotteslust“ ist der bis dato best produzierteste Song der Band. Mit über fünf Minuten Spielzeit wühlt man sich durch Mid 90ies Emo bis hin zum Brutalo Core.
Als zweiten Song bieten ZannBurning Bridges“ von Chokehold in Eigeninterpretation, einfach Göttlich !!!

Das Ganze kommt im farbigen Vinyl, Klappcover, Poster und natürlich dürfen die Lyrik’s nicht fehlen. Dieses Werk aus dem Hause Adagio830 ist ein Gedicht fürs Gehör und Auge.
Wieder einmal alles richtig gemacht.

Durchde

The Omega Trust -Fear is the only enemy – Review

August 30, 2008

[2008 Pandeimonium Records]

www.the-omega-trust.de
www.myspace.com/omegatrust
www.pandeimonium.de

Das Rad im Hardcore Bereich neu zu erfinden dürfte heute ein schwieriges unterfangen sein.
Die Szene ist einfach zu eingefahren. Oft bleibt nicht mehr als ein rasch vergilbendes Abziehbildchen übrig und man hat Neuveröffentlichungen schnell wieder vergessen…..

Vor The Omega Trust haben die fünf Musiker ausreichend lange in anderen Bands gespielt ( Profan/Carange/ Kreuzweg/ Age Of Rebellion/Strife Zero) und bedienen sich nun aus ihrem eigenen Fundus an Ideen und Erfahrungen.
Die fünf Jungs aus Leverkusen/Düsseldorf beleihen sich stellenweise im gesanglichen Bereich vom Screamo Sektor. Ihre Schrei Parts wirken hier niemals aufgesetzt. Gut dosiert und zur Untermalung ihrer powervollen Songs, welche ansonsten hauptsächlich von cleaner Gesangsstruktur geführt werden.
Andreas besitzt ein ausreichendes Stimmvolumen (erinnert mich an eine gereifte Version von Endpoints – Afer Taste – Ära ), welches für die am Hardrock orientierten Gitarrenelemente von Nöten ist. Besonderes in den ruhigeren Momenten setzt der Gesang sehr professionelle Akzente.
Musikalisch ist besonderes das Zusammenspiel der beiden Gitarren zu erwähnen. Man ergänzt sich hervorragend und begleitet die Songs abwechslungsreich im druckvollen Gewand, angereichert mit netten Ideen.

Ein Auszug aus den interessantesten Songs des Albums, welche meiner Meinung nach am besten die Bandbreite von – Fear is the only enemy – vermitteln:

- The New Plague – ist einer der Höhepunkte des Albums, welcher seinen ausdrucksstärksten Moment in dem wuchtigen emotionalen Part gegen Ende des Track bringt.

Die verschiedenen Facetten in den Gitarrenarbeiten und Gesangsstrukturen fallen beim Titeltrack am deutlichsten auf.

- Curtain Falls – ist eine Emo/Screamo Nummer die mich ein wenig an Thursday erinnert und kommt mit zweisprachigen Lyriks (Englisch/Deutsch)

Der Ohrwurm des Albums ist für mich der Song – Poison -, melodisch und mitreißend untermauert von rockigen Gitarren ……..

The Omega Trust präsentieren mit ihrer Debüt CD ein Album, welches technisch perfekt und in allen Nuancen ausgearbeitet ist. Es wird schwer bei kommenden Releases noch etwas zu verbessern.
Andere Bands bräuchten für solch ein Paket vielen Jahre, wenn sie nicht dann schon wieder von der Bildfläche verschwunden sind …..

Tracklist :

Intro
Nothing Seems To Satisfy
Sacrifices
The New Plague
Carry On
Mindkiller
Fear Is The Enemy
Poison
Break The Silence
Interlude
Curtain Falls
A Perfect Lie
Ready To Fall
Outro

Durchde

Walls of Jericho – The American Dream – Review

Juli 31, 2008

[2008 Trustkill]

Früher als erwartet stehen Walls of Jericho mit einem neuen Album auf der Matte.
Es ist noch nicht lange her als die bewusst experimentelle MCD – Redemption – herauskam, und sorgen nun mit 11 neuen Tracks für Nachschub.
Der Fan fragt sich natürlich ob wieder alles beim Alten, sprich Metalcore pur geboten wird.
Diese Frage lässt sich leider nicht so einfach beantworten. …

Einerseits siedelt man wieder bei den lauten Klängen an, auf der anderen Seite möchten mir ihre Weiterentwicklungen auf – The American Dream – überhaupt nicht zusagen.
Cadence nervt mit einer völlig feminin entschwundener Stimme. WoJ’s Markenzeichen , die schier angepisste kreischende Junge Frau mutiert zur Auswechselbarkeit und grölt wie aus dem Kohlenkeller.

Der nächste Kritikpunkt am neuen Album sind die fehlenden Ideen.
Meist wird nur langweilig auf dem E-Akkord geschrammelt, die wahnsinnigen Doublebass Parts nur noch wie aus einer Retorte klingend und das sich immer steigernde Riffing kaum noch zu erkennen. Die Hardcorelemente scheinen fast erloschen und weichen einer schlechten Holy Moses Kopie in fast allen Stücken.

Lichtblicke gibt es beim Titeltrack der stellenweise an altem Material erinnert.
Der beste Track dürfte „Feeding Frenzy“ sein, wenn Erweiterungen dann evtl. so.
Atmosphärischer Song mit rockigen Gitarren und abwechslungsreichen Gesang.

Den Rest des Albums vergessen ich mal ganz schnell wieder. Einen Ausrutscher sei selbst Walls of Jericho zugestanden ….

Tracklist:

1. The New Ministry
2. The Prey
3. The American Dream
4. Feeding Frenzy
5. The Hunter
6. Famous Last Words
7. A Long Walk Home
8. Shock Of The Century
9. Discovery Of Jones
10. Standing On Paper Stilts
11. Night Of A Thousand Torches

Durchde

Waterdown – Powersnake –

Juli 8, 2008

[2008 Blacktop Records]

Waterdown sind einfach nicht unterzukriegen!
Die ehemalige Victory Band hatte zuerst den Verlust des melodischen Gesangparts zu verdauen. Ihren Ausstand beim oben genannten Label gaben die Ibbenbürener mit dem Album -All Riot- auf welchem Ingo den Gesang alleine bestritt. Das Material wirkte um einiges brutaler und straighter als man es von der Band gewohnt war.
Kurz nach dem Wechsel zum Blacktop Label verabschiedet sich nun auch Ingo von Waterdown und Zacken übernimmt den Part am Mikro….

Vor mir liegt die erste MCD der Band in neuer Besetzung.
Ich muss gestehen das mich Waterdown mit ihrem letzten Release stark enttäuscht hatten.
Mit ihrem bekannten Mix aus Emo und Hardcore hatte die Band nun nichts mehr am Hut.
Aus zweistimmigen Gesängen wurde brutaler Hardcore only. Dieser wird nun mit – Powersnake – bis in Vollendung bestritten .
Dort wo Ingos Stimme an Grenzen stieß steigt der neue Shouter Zacken ein. Im ersten Track „True til deaf“ geht es noch relative melodisch zur Sache, im folgenden Song „Dull ?!“ wird ein technisch perfektes brutalo Hardcorebrett a la Hatebreed mit dezenten Melodien im Gesang beim Chorus aufgefahren.
Schluss mit Lustig geht es dann weiter mit „Sublime Mindfuck“ welcher deutlich metallischer ausfällt und äußerst brutal angepisst dargeboten wird.
Ähnlich heftig geht es mit „Thrist for action“ zur Sache.

- Powersnake – beinhaltet neben den vier neuen Songs drei Coverversionen.
Snapcase „Caboose“, „Rather be Dead“ von Refused und „No Spiritual Surrender“ von Inside Out. Waterdown meistern alle Klassiker und tünche diese in einem Modernen druckvollen Gewand.

Freunde des brutalen Hardcoresounds werden mit Waterdown’s – Powersnake - ihre helle Freude haben, Fans der alten Stunde, hört Euch die neuen Songs vorher mal an …..

Durchde

D.I. – On the Western Front -

Juni 20, 2008

[2008 Suburban Noize]

Als ich die letzen Tage in den Reviews des neusten Ox stöberte staunte ich nicht schlecht als ich dort eine Besprechung vom neuen D.I. Album entdeckte.
Die Helden meiner Skater Jugend sind zurück! Unglaublich mit Denen hätte ich nach 10 Jahren Abstinenz absolut nicht mehr gerechnet….

Die 12 Tracks von Casey Royer`s Band klingen dermaßen frisch und schaffen es auf ein Niveau der glorreichen – Ancient Artifacts – Zeiten.
Jugendlich ungestüme Energie trifft auf mitreißende Melodien mit geilen Background Chören. Eingehüllt kommt das Ganze in einer rauen Produktion welche den Retrostyle untermauert.

Auf – On The Western Front – passt einfach alles und ohne Übertreibung kann man hier schon heute schon von einem Klassiker sprechen!

Leider ist die neue D.I. Scheibe offiziell bis dato nicht in Deutschland erschienen und zurzeit nur als teurer Import erhältlich …

Durchde

A Wilhelm Scream -Career suicide-

März 23, 2008

wilhelm2007.jpg

[Nitro 2007]

Bisher liefen -A Wilhelm Scream- bei mir quasi nebenher.
Die Alben -Mute Print- oder –Ruiner- sind bestimmt keine schlechte melodischen Hardcore Alben doch fehlte mir der gewisse Punkt welcher mir den Zugang zu ihrem Sound erlaubt.
Mit -Career Suicide- ist nun alles anderes!

Ob der neue Bassist für den neuen Schwung sorgte, auf alle Fälle wurde mit ihrem neusten Output ne mächtige Schippe hinzugelegt.
Die Tracks rocken dermaßen nach vorne und nur äußerst selten wird der Fuß vom Gas genommen. Diese unglaublichen Bassläufe, Hooks und Reibeisengesang erinnert nicht selten an die guten alten -R.K.L.- zu -Rock’n’Roll Nightmare- Zeiten.
-A Wilhelm Scream- bauen ne Menge netter Ideen in ihren Songs dass es einfach niemals langweilig wird.

So muss es sein, unbedingt mal Reinhören.
Melodisch rockiger Hardcore der besonderen Seite.

Durchde

Sirens –In Circles

Februar 12, 2008

[2008 Clarity/Cobra Records]
[www.myspace.com/sirenscalling]

sirens-lp.jpg

Sirens aus dem Ruhrpott beglücken mit ihrer zweiten LP –In Circles-
Powervoller/Melodischer und vor allem abwechslungsreicher Hardcore der oberen Liga wird geboten.
Erinnert mich an eine rockigere Version der guten alten Turning Point mit einem Schuss 90ies Hardcore der New Age Record Schule.
Meist wird das Gaspedal getreten , die Breaks sind teilweise mit dezenten Metal Soli angereichert und das ganze ohne prollig rüber zu kommen.
Der Gesangsbereich passt sich dem reichhaltigen Spektrum an und orientiert sich von melodisch bis wütend angepisst.
Die Musikern haben genug Raum zur Entfaltung ,selbst ein ruhiger fast Balladenartiger Track -The lost crown- wird ebenso wie ein Piano Intro zum Song -Sirens call- zum Besten geboten.

Sirens haben fast ein Jahr an der neuen Scheibe gearbeitet und das spiegelt sich hörbar in der Produktion und Breitgefächerten Swongwriting nieder.
Das Emo Cover des Digi Packs, Hirsch mit durch die Lüfte wehenden Blättern, lässt allerdings eher eine Emo Platte vermuten als ein abwechslungsreiches Hardcore Werk….

Durchde

Storm & Stress –Same- EP

Februar 12, 2008

[2008 CD auf Blacktop Records, 7inch auf Cobra X Records]
[www.myspace.com/stormandstresshardcore]

stormandstress.jpg

Storm & Stress aus Ibbenbüren/Münster spielen Modernen nach vorne treibenden Hardcore.
Melodische Strukturen angereichert mit Metal-Elementen bei der Gitarrenarbeit.
Die 7 Songs (auf der 7inch gibt es einen Track weniger) klingen frisch und unverbraucht, die Jungs verstehen ihr Handwerk souverän.

Viele nette Ideen , z.B. die verspielten Elemente an einigen Parts bei -Slim to none- zeugen von Kreativität und lockern ihren toughen Style ungemein auf.
Ebenso geil das Iron Maiden anmutende 18 Sekunden -Slayer runined my childhood- vor dem grandiosen Song –Lifeline-.
Schön nach vorne gepeitscht und gegen Ende neben den Maiden Parts mit Schreigesang ein geiles Outro mit leichtem Emo/Scremo anleihen.
Die Gitarren sind in den Midtempobereich stetig bemüht einen gelungenen Mix aus Melodie, und Verspieltheit zu bieten.

Langweilig wird es auf Storm & Stress selbstbetitelter EP garantiert nicht.
Allerdings würde ich mir beim nächsten mal ein paar Songs mehr wünschen …
Die Ibbenbürener haben solch einen guten Einstand gegeben das meine Erwartungshaltung neuer Songs bezüglich viel zu hoch geschraubt sein wird.

Es wird sehr schwer werden in Zukunft noch einen drauf zusetzen ..

Durchde

Black Friday 29 –The Pursuit of Happiness-

Februar 11, 2008

[2007 Blacktop Records]
[www.blackfriday29.com]

blackfriday29_2.jpg

Fast drei Jahre hat es gedauert bis Black Friday 29 den Nachfolger von The Escape präsentierten.
Zeit bringt Veränderung welche äußert wichtig waren damit sich ihr Old School New York Sound nicht in eine Sackgasse verläuft.
Mit vielen neuen Ideen ist The Pursuit of Happiness gespickt.
Jedoch keine Angst, im Grundtenor klingen die Ruhrpott Boys immer noch ganz klar nach altbewährtem.
Björns charismatischer Gesang klingt facettenreicher denn je.
Diese Eigenständigkeit, vielleicht das Aushängeschild der Band, wird sich erneut weit über dem Europäischen Markt behaupten können.

Die Hälfte der 12 Song CD bietet ein toughes Brett.
Das Intro zum Titelsong klingt stark nach Madball zur -Set it Off- Zeiten.
In weiteren fünf Tracks, oben auf der Hammersong -Ghost -, bietet die Band eine direkte Weiterführung des Vorgängeralbums.
Die andere Hälfte von -The Pursuit of Happiness- klingt deutlich facettenreich/moderner.

Ihre Vielschichtigkeit zeigt sich unter anderem in der Nummer -Forgive me- in der verzweifelte Gesangspassagen mit einer geilen Chorusmelodie geboten wird.

Im fünften Track -Sinking Ship- werden zu Anfang metallische Klänge geboten die eine Straight Forward Nummer mit Wut im Bauch anmuten. Zum Mittelteil bietet er schon fast epische Momente was besonderes die druckvolle Produktion prägt.

Black Friday haben immens an ihrem Songwriting gearbeitet das sich besonderes im Riffing der Mid Tempo Passagen widerspiegelt.

-Bitter Sweet- ist eine progressive Punknummer welche ich von BF 29 nicht erwartet hätte. Sehr innovative und powervoll gepaart mit geiler Melodie…..

-The Best in me-
Besonderes mutig finde ich die Keyboard Untermalung zum Ende hin, welche dem Song eine beeindruckende Tiefe und Breitenspektrum verleiht.

Etwas flach hingegen kommt für meinen Geschmack der letzte Track der Platte, -Nice to Know-.
Erinnert aufgrund der OI Passagen sehr nach Street Punk Anleihen der Epitaph Agnostic Front Platten…

Zusammengefasst bekommt der Fan, welcher der Band erlaubt sich weiter zu entwickeln, ein intelligentes modernes Hardcore Album geboten.

Durchde