Archiv für die Kategorie ‘Platten - Rock’

Ikaria – Repair my History – Review

April 21, 2009

ikaria_albumcover1

[2009 Cobretti Records/ Broken Silence]
[www.ikariaband.net/www.myspace.com/ikariamusic/
www.ikariaband.blogsport.de]

Ikaria (Hamburg/Berlin) präsentieren am 24.4.09 ihr erstes Album auf Cobretti Records/Broken Silence. Herausgekommen sind 8 wunderschöne ruhige Post Indi Perlen, die ihre Wurzeln irgendwo im modernen Emorock haben dürften.
Den Sound vom Album -Repair my History- zu umreißen gelingt nur oberflächlich und soll ausschließlich der groben Orientierung dienlich sein. Ikaria passen in kein Korsett. Man bewegt sich wunderbar zwischen den Stühlen und begeistert auf eine herrlich entspannte ruhige Art.

Klischees bleiben auf -Repair my History- außen vor. Nehmt Euch etwas Zeit und ihr werdet die Platte mit ihren traurigen und verträumten Momenten lieben lernen. Ganz langsam durch Monotonie entspringenden Klängen, gebärt sich ein Feuerwerk aus gefühlsvollen Eindrücken, die nicht selten mitten ins Herz treffen.

Besonderes der Song, „Non-Intrusive“ beinhaltet einen mitreisenden Stimmungsaufbau, der mich sehr berührte. Gefühltes Glück und Trauer lagen selten so nah beieinander.

Ikaria haben mit -Repair my History- alles richtig gemacht. Schade, dass solch ein Werk schnell in der Release Flut untergehen könnte.

Lasst Euch nicht vom schlichten Cover täuschen, unbedingt mal reinhören!

Tracklist:
Ease
To Give
Tenable Sedation
Perpetual
Non-Intrusive
Requirement for Habits
Marks
Sequel

Durchde

Jupiter Jones – Das Jahr in dem ich schlief (Maxi CD)- Review

März 28, 2009

jupiterjones_jahr

[2009 Mathildas und Titus Tonträger]
[www.myspace.com/jupiterjones]

Jupiter Jones, Jupiter Jones, Mensch da war doch was …
- War das nicht dieser schreckliche Ausreißer der Drei ??? im Namens und Verlagsrecht Streit ?
Hmmm, die Indirock Band mit Punkeinschlag gibt es nun aber schon seid 2002…
Jupiter Jones haben bis dato zwei EP`s, drei LP`s und eine DVD Veröffentlicht und stehen mit der aktuellen Maxi als Appetizer zum kommenden Album (Veröffentlichung am 22.Mai) -Holiday in Catatonia - in den Startlöchern. Also muss ihr Name schon in früheren Hörspielfolgen erwähnt worden sein. Ich glaube ich werde langsam Alt und da wollen die Lyriks der Band aus der Eifel gleich noch viel besser passen.

- Intelligente und anspruchsvolle Texte zwischen Herzschmerz , Sentimentalität und reflektierende Emotionen passen als Vorboten zur Midlife Crisis ;-) Musikalisch bewegt man sich irgendwo zwischen Kettcar und den Boxhamsters. Ruhige Songs treffen auf knallige melodische Rocknummern.

Der Titteltrack „Das Jahr in dem ich schlief“ ist die erste Auskopplung vom kommenden Album. Als Gast steht Oliver Rohrbeck –himself- alias Justus Jonas der Drei ??? als Sprecher hinterm Mikrofon.
Bereit für den Aufstand“ und „Die Nacht in der Slayer in Uedelhoven spielten“ (nette Musikalische Anspielung auf die Metalgötter) sind zwei ältere Songs die bis dato nicht veröffentlicht worden.
Der letzte Song der auf dieser limitierten Digi Pack Maxi ist eine Remix von „Versickern/Versanden“ von der – Raum um Raum – Platte.

Wer – Das Jahr in dem ich schlief – als CD Version verpasst hat und nicht bis zur kommenden Platte – Holiday in Catatonia – warten möchte kann sich die Songs bei Itunes oder bei Musicload Downloaden.

Durchde

Saxon – Into The Labyrinth – Review

Januar 9, 2009

Hmm, ich höre jetzt ca. mein halbes Leben lang Heavy Metal, aber eine Saxon-CD hat sich bisher nicht in meine Sammlung verirrt. Woran liegt’s? Trotz ihres allgemeinen Klassiker-Status’ habe ich bisher noch keinen Song von diesen NWOBHM-Veteranen gehört, der mir wirklich essentiell vorkam… Na ja, eigentlich auch eine relativ gute Grundlage, um sich dem mittlerweile 18. Saxon-Studioalbum doch eher unbefangen zu nähern.

„(…)a mix of powerful in-your-face rock songs and pure heavy metal tracks“ meint Sänger Biff Byford, damit hat er nicht ganz Unrecht, wenn auch die Auslegung von „powerful“ Geschmackssache ist. Im Krefelder Twilight Hall Studio unter der Regie von Charlie Bauernfeind aufgenommen, verfügt „Into The Labyrinth“ auf alle Fälle schon mal über einen guten Sound. 13 Tracks inkl. zwei Intros und einem Remake sind enthalten, ein vierzehnter Track soll nach der Veröffentlichung des Album iTunes-exklusiv erhältlich sein.“Live To Rock“ gibt’s schon jetzt als Download über die Band-Homepage.

Der Opener“Battalions Of Steel“ ist ein keyboardlastiger Bombastsong, schon mal ganz nett. Die Single „Live To Rock“ hat in ihrer Schlichtheit viel von AC/DC – ordentlich, reisst aber auch keine Bäume aus. Es folgt mit „Demon Sweeney Todd“ der Track mit dem meisten Dampf unter der Haube und daher auch mein Favorit. Das kurze Intermezzo „The Letter“ verbindet zum treibenden „Valley Of The Kings“, das sich mit dem alten Ägypten auseinandersetzt. „Slow Lane Blues“ ist wieder traditioneller Hardrock und eher unspannend. „Crime Of Passion“ und das drei Plätze weiter folgende „Protect Yourself“ sind ordentliche
Hartmetallstampfer auf der Habenseite. Die dem Intro „Premonition in D-Minor“ folgende Ballade „Voice“ ist der unspektakulärste Song des Albums, zu vorhersehbar. „Hellcat“ ist wieder flotterer Metal, es folgt das hynische „Come Rock Of Ages“, das live ganz gut abgehen dürfte. Ganz am Ende gibt es mit der „Bottleneck Version“ von „Coming Home“ noch eine akkustische Variante eines bereits bekannten Songs mit etwas Western-Feeling.

Unter dem Strich wird also nicht viel Aufsehenerregendes geboten, aber ich würde durchaus attestieren, das „Into The Labyrinth“ mit ordentlich Herzblut daher kommt und mit mehr Plus als Minus. Stilistisch irgendwo zwischen den (noch guten) 80er-Jahre-Scorpions und Hammerfall angesiedelt, würde ich im Überblick mal schätzen – also hat Biff doch recht…

Spearhead24

Loreena McKennit – A Midwinter Night’s Dream – Review

Oktober 25, 2008

Die Tage werden kürzer und kälter, die Supermärkte nerven uns bereits
jetzt mit ihrem viel zu frühen Aufgebot an Weihnachtsartikeln und von
der vielerorts beschworenen Besinnlichkeit im Hinblick auf die Feiertage
am Jahresende ist natürlich wenig in Sicht. Für die dennoch ruhigen und
besinnlichen Momente abseits von Leuchtreklame und Geschenke-Hatz
kommt nun das aktuelle Album aus dem Hause Loreena
McKennit’s daher. Es handelt sich dabei um eine aufgestockte Version der
1995er „A Winter Garden“ E. P., zu deren 5 Tracks sich nun 8 neue,
aufgenommen in Peter Gabriels „Real World Studios“ im Frühjahr 2008, gesellen.
Dass die besagten 5 Songs bereits 13 Jahre auf dem Buckel haben, fällt im
Gesamtrahmen nicht auf. „Five Songs for the Season“ war anno ‘95
der Untertitel, und in diesem Sinne ist auch diese Veröffentlichung zu verstehen.

Man muss nicht unbedingt mit dem bisherigen Schaffen und dem Werdegang der
Künstlerin vertraut sein (- ich bin es nicht -), um diesem Werk etwas
abgewinnen zu können, denn dieses Album ist keine stumpf zusammengestellte
Weihnachtsmischung, sondern wartet mit einigen abwechsungsreichen Momenten
auf. Zu den für den Laien zu erwartenden keltischen/britischen Einflüssen
gesellt sich öfters auch Orientalisches, es gibt drei Instrumentals und
es kommen mindestens drei Sprachen über den Verlauf des Albums zum Einsatz.
„Gloucestershire Wassail“ fällt mit seinem A-capella-Chorgesang etwas aus
dem Rahmen und ist auch der einzige Song, der mir eher negativ auffällt.

„Eine frische Erinnerung an die Vielfalt so vieler Traditionen in Hinsicht auf
Musik in der winterlichen Jahreszeit“ soll „A Midwinter Night’s Dream“ laut
McKennit darstellen, und viel besser kann man dieses Werk wohl auch nicht in einem
Satz zusammenfassen. Weltmusik in traditionellem Zusammenhang, die man
sowohl in stilleren Momenten allein genießen kann als auch als originelle
Hintergrundmusik zur Bescherung.

Spearhead24

Motörhead – Motörizer – Review

August 21, 2008


[2008 Steamhammer SPV]

Über Lemmy und Motörhead muss man keine überflüssigen Worte verlieren, daher belasse ich es auch bei dem im Plattenfirma-Info genutzten „what you see is what you get“ – denn es trifft vollkommen zu. Das 24ste Motörhead-Album enthält auf seinen 11 Titeln durchgehend oberklassigen Heavy-Rock ‘N Roll in bewährter Manier, allerdings meiner Meinung nach nicht wirklich in der im Info vielbeschworenen Vielseitigkeit. Mir kommt beim Hören von „Motörizer“ oft der Klassiker „1916“ in den Sinn – und der hatte
mit dem Titeltrack und „Nightmare“ mindestens zwei völlig aus dem Rahmen fallende Tracks, sowas sucht man auf „Motörizer“ vergebens.
Aber das muss ja auch kein Nachteil sein, denn wir haben es nun mit einem gut klassigen, aber nicht unbedingt herausstechendem Werk zu tun, das in sich stimmig und ohne Ausfälle daher kommt.

Der groovige Up-tempo-Opener „Runaround Man“ bringt mich unwillkürlich zum mitwippen. Darauf folgt mit „Teach You How To Sing The Blues“ ein simpler, aber effektiver Track mit Ohrwurmcharakter.

When The Eagle Screams“ ist aus ähnlichem Holz geschnitzt und strahlt eine
gewisse Zeitlosigkeit aus – hätte also gut und gerne bereits vor 25 Jahren auf einem Motörhead-Album erscheinen können und wäre keinen Deut schlechter. Das selbe gilt für das, wieder etwas flottere „Rockout„. Bis hierhin also nur echt geile Songs, wären wir noch in den 80ern, müsste man von einer bärenstarken A-Seite sprechen. Leider war es das bis dahin fast auch schon mit den herausragenden Highlights
auf „Motörizer“, denn der Rest der Songs kommt eher solide und in der Kategorie „ganz nett“ daher.

One Short LIfe“ ist ein bluesiger Song mit interessantem Text, in dem Lemmy über seine Erziehung berichtet. „Buried Alive“ ist wieder ein guter Up-Tempo-Song, verpasst aber die Highlight-Riege um ein Stück. Daran schließt sich mit „English Rose“ dann doch noch ein neuer Klassiker an, ein Lemmy-Lovesong, der vom Feeling ungefähr wie eine bessere Version von „Angel City“ daherkommt – geil!

Die folgenden drei Tracks „Back On The Chain„,“Heroes“ (ein Lemmy-typischer Anti-Kriegssong) und „Time Is Right“ sind alle unterhaltsam, kommen aber nicht an die vorgenannten Songs heran.
Der Rausschmeißer ist „The Thousand Names Of God“ ist ein kräftiger Stampfer, mit dem dann auch das Kapitel Religion – nach Sex, Drugs, Rock ‘N Roll, Krieg etc. – inhaltlich abgedeckt ist.

Thematisch und musikalisch also alles dabei, was zu einem Motörhead-Album gehört. Fans können also blind zugreifen, auch die anderen wohlgesonnenen Heavy-Hörer (zu denen ich mich auch mal zählen würde) können durch die sechs genannten Anspieltipps kaum etwas verkehrt machen.
Außer an Lemmy’s Organ sind keine Alterserscheinungen erkannbar, das sollte man honorieren. Jetzt möchte ich nur noch wissen, ob das vereinzelte Einstreuen alter Motörhead-Songtitel in den Lyrics was besonderes zu bedeuten hat…

Spearhead24

IO – For the Masses – Review

Juli 25, 2008

[2008 Intergroove]

Die Tage flatterte mir die IO CD in den Briefkasten.
Das Cover erinnert an Sin City. Die Band ist in Schwarzweiß platziert und der Hintergrund im schraffierten Rot. Vorne steht ein böse drein blickender Mann mit blutbeflecktem Unterhemd, hmmmmm…..

Im Presseblatt stolpere ich über Namen wie Henning Rümenapp, Stefan Ude und Dennis Poschwatta. Richtig, da war doch was, die Guano Apes!
Fünf Jahre sind ins Land gezogen und in Deutschland ist, durch die nicht mehr aktive Ausnahmeband im Crossover, ein schmerzliches Defizit geblieben.
Zur neuen Formation fand sich am Mikrofon Soul Sänger Charles Simmons, welcher schon mit Moses Pelham oder Xavier Naidoo arbeitete.

Die 12 enthaltenen Tracks auf – For the Masses – wurden vom Guano Apes Hausproduzenten Fabio Trentini im Horus Sound Studio produziert.
Es wurden politische Ausdrucksformen auf den Punkt gebracht, mit der Message „Deutschland und Europa noch einmal richtig in den Arsch zu treten“ spielte die Formation schon etliche Konzerte und steht mit ihrem Debüt am 1.8.2008 in den Läden.
Ob „For the Masses“ wirklich mehr als nur ein Slogan ist, wird sich zeigen, an dieser Stelle gibt es meine Eindrücke zum Silberling:

In den ersten beiden Tracks geht es sofort zur Sache. Ein Mix aus Guano Apes und Faith no More rockt aus den Boxen. Im balladenlastigen Song „In You“ spielen IO Ihr Ass aus dem Ärmel, nehmen sich am Riffing etwas zurück und erlauben Charles Simmons Ausbreitung seiner vollen gesanglichen Bandbreite. Perfekt abgestimmte Instrumentierung, gekoppelt mit einem genialen Stimmvolumen, erlauben IO einen markanten Wiedererkennungswert.

Ihre Rückkehr ins Musikgeschäft verlangt dem Hörer mehr Eingang, kann sich aber schon bald in ganzer Blüte entfalten.
IO werden keine Eintagsfliege und ganz bestimmt nicht die neuen Guano Apes, auch wenn es im Riffing, wie oben erkannt, einige Parallelen zu finden sind.

Auch in den folgenden Songs bedient man sich aus einem Fundus von Rock und Sinnlichkeit, Wut und Harmonie, im wechselnden Einklang.
Ich bin gespannt, wie das Album einschlagen wird, meinen Segen haben die Jungs allein schon aufgrund des großartigen Gesangs.

Tracklist:

1. Say Something
2. Don T Mean Nothing
3. In You
4. Attention
5. Stupid People
6. Mind Game
7. Fight Back
8. Stand My Ground
9. Rage
10. The Last To Know
11. Legacy
12. When I Fall

Ab Oktober auf Tour:

– For The Masses Tour 2008 -

30.09. BOCHUM, Matrix
01.10. WEINHEIM, Cafè Central
02.10. WINTERTHUR (CH), Salzhaus
04.10. BREMEN, Lagerhaus
06.10. HAMBURG, Knust
07.10. DRESDEN, Scheune
08.10. MÜNCHEN, Backstage
10.10. SCHWEINFURT, Stattbahnhof
11.10. GÖTTINGEN, Musa
17.10. BERLIN, Magnet
18.10. SULZBACH/MÜRR, Belinda
24.10. COLOGNE, Underground
07.11. KREMS (A), Avalon Exil
08.11. PETTENBACH (A), Bauhof
09.11. WIEN (A), B72 w/4LYN

Durchde

Alice Cooper – Along Came A Spider – Review

Juli 18, 2008

[2008 Steamhammer]

Der spontane Kommentar meiner Frau beim zufälligen Aufschnappen einiger Takte dieses (Konzept-)Albums: „Klingt veraltet und nach Alice Cooper.“
Packt man diese Aussage in einen etwas wohlwollenderen Zusammenhang,
ist sie eigentlich schon ein Kompliment, denn der Old-School-Hardrock-Klang
ist, wenn er hier denn zum Tragen kommt, Absicht, und ein Wiedererkennungswert sicherlich auch ein Pluspunkt.
Auf einem 25. Studioalbum darf man ja sicherlich erwarten, dass ein
paar Reminiszenzen an die (erfolgreiche) Vergangenheit und die Wurzeln (hier die 60’s) enthalten sind.

Über den Verlauf von 11 Songs erzählt Alice auf „Along Came A Spider“ aus der Ich-Perspektive die Story
eines Serienkillers mit Spinnenpersönlichkeit – ein makaberes Augenzwinkern ist stets nicht fern, allein aufgrund der Tatsache, dass es sich bei den meisten Songs um gepflegten Hardrock handelt, der mit anderen Lyrics eigentlich im Gute-Laune-Spektrum anzusiedeln wäre („I Know Where You Live“, „I’m Hungry“ – klingt glatt wie aus einem Musical).
Das Album ist in sich stimmig und mit vielen Hooks ausgestattet, die ausgezeichnet ins Ohr gehen, in Sachen Melodien wurde hier über die meiste Zeit hervorragende Arbeit geleistet. Effekte und zusätzliche
Instrumentierung werden sparsam und stets passend eingesetzt.
„Vengeance Is Mine“ (mit Leads von Slash) und „Catch Me If You Can“ fahren die breitesten Gitarrenseiten auf dem Album auf und zählen daher zu meinen persönlichen Favoriten.
„Wake The Dead“ (feat. Ozzy) kommt ähnlich wie ein moderner Rolling-Stones-Song (Einfluss von Producer Danny Saber?) daher, „Wrapped In Silk“ hätte auch aus der AC/DC-Ecke kommen können.
Inhaltlich fügen sich auch die Ballade
„Killed By Love“ und das harmlose „Salvation“ zwar in den Gesamtkontext, stellen aber meines Erachtens nach nicht unbedingt Höhepunkte dar – dieser wird uns getreu dem Motto „save the best for last“
mit dem fiesen Quasi-Titeltrack „I Am The Spider“ am Ende des Albums präsentiert.
Fiele das Niveau der Songs im Mittelteil („(In Touch With) Your Feminine Side“) nach dem guten Auftakt nicht etwas ab, wäre meinerseits vielleicht sogar sowas wie Begeisterung anstatt wohlwollender
Anerkennung drin gewesen.

Zusammenfassend ist also zu attestieren, dass Mr. Cooper auch mit sechzig Lenzen auf dem Buckel noch ordentlich rocken kann und mit „Along Came A Spider“ ein würdiges
Jubiläumswerk abgeliefert hat. Könnte mir gut vorstellen, dass dieses Album bei einigen Fans in der Highlight-Kategorie landen wird. Qualitätsbewusste Hardrock-Fans sollten auch ohne vorherige Alice-Affinität
ein Ohr riskieren.

Spearhead24

Blackmore`s Night – Secret Voyage –

Juni 14, 2008

[2008 Steamhammer]

Das warten der Fans hat ein Ende, das Gespann Ritchie Blackmore (Deep Purple, Rainbow) und Candice Night laden zur nächsten Reise durch die Klangwelten der Renaissance und Folk Musik.

Blackmore’s Night ist in den meist verträumten 12 Songs etwas ruhiger geworden und entfernt sich weiter vom klassischen Rock und taucht noch tiefer ins mystische, verträumte Universum ein.
Über die einzigartigen Gitarrenkompositionen Blackmore’s schwebt die engelsgleiche Stimme Candice, welche auf – Secret Voyage – besser als je zuvor zur Geltung kommt und ihre Geschichten wundervoll ausschmückt.

Elektrische Instrumente begleiten eine Auswahl an Instrumenten aus dem Mittelalter.
Auf – Secret Voyage – findet sich neben Vocal und Instrumental Nummern auch zwei Cover Versionen.
„Can’t falling in Love“ – von Elvis und „Rainbow Eyes“ von Rainbow werden in schöne BN Nummern verzaubert.

Für Fans altertümlicher Folklore ein Muss ……

Durchde

Rainer von vielen – Kauz –

April 7, 2008

[2008 Motor Music]

Nach dem ersten Durchlauf war ich etwas verwirrt, mit was hat mich Motor Music
hier bemustert ?

Auf alle Fälle überraschend anderes als den oftmals Einheitsbrei welcher mein Player ertragen muss.
Von Rainer aus dem Allgäu habe ich bis dato nichts gehört , meine Recherche ergaben das der Musiker mindestens zwei Alben zuvor veröffentlich hat.
Seinen Sound zu beschreiben fällt nicht leicht da die 14 Tracks auf dem Album unterschiedlicher nicht sein könnten.
Sehr innovative neben Rock und Hip Hop Klängen wird auch schon einmal die Ziehharmonika eingesetzt.
Der Songwriter stellt sich als Vollblutlyriker heraus und bietet keineswegs Texte only „Mittel zum Zweck“.
Der Unterton ist oft sozialkritischer Natur wie ich ihn eher von Punkbands der alten Schule gewohnt bin.
Hört Euch den Track –Der Abstand – an („Freiheit ist der Abstand zwischen Jäger und Gejagtem“)
oder –Beutelschneider -
(„Es ist besser im Gewässer auch mal Baden zu gehen als mit erhobenen Finger nur am Ufer zu stehen“) klasse Slogan…
Der Text von –Dem Gefühl- könnte auch aus der Feder von -Ton Steine Scherben- stammen, welche ich neben den -Fantastischen Vier- und teilweise eingesetzter –Ramstein- nicht untypischen Gitarren als Vergleiche für den Sound des Albums heranziehen möchte.

Öfters mal was neues heißt bei -Rainer von vielen- die Devise.
Unterhält macht Spaß und regt zum nachdenken – hört einfach mal rein !

www.motormusic.de
www.rainervonvielen.de

Durchde

Fu Manchu -We must Obey-

Februar 20, 2007


[2007 Century Media]


Die Meister des Stoner-Surf und Muscle Rocks sind zurück!
Im Gepäck haben Fu Manchu ihr nunmehr 10 Album.

Auf „We must Obey“ bieten die Herren wieder ihren gewohnten Mix aus 80ies Hardcore und 70ies Rock.
Die Produktion kommt diesmal aus dem Grandmasters Recorders Studio in dem schon -Tool- oder -Nine Inch Nails- aufgenommen haben.
„We Must Obey“ hat eine wesentlich raueren Sound als die letzten beiden Alben.
Ich habe Fu Manchu noch nie so laut und angpisst gehört!

Ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn einige Songs nicht sofort hängen bleiben.
Dennoch entfalten sie in den monotonen Parts wie gewohnt ihre Hypnotisierende Wirkung und sind ganz klar Fu Manchu geblieben.

Klasse Scheibe die Ihre Wirkung nicht verfehlt, Rock`N Roll ohne wenn und aber……

x Durchde x

Fu Manchu -California Crossing-

Januar 25, 2007


[2002 Mammoth Records]

Endlich, lange hat es gedauert bis es Fu Manchu geschafft hatten eine neue Scheibe auf den Markt zu schmeißen. Einige Jahre sind nun schon seit ihrem letzten Killer Realease vergangen und mit -California Crossing enttäuschen mich die vier „Road Boys“ nicht minder. Es stimmt mal wieder alles, Hardrock ohne jedes posing und auf den punkt gespielt. Hier und da blinzelt ein wenig Punkrock durch und im allgemeinem ist der Sound auf ihrer neuen Platte noch ein wenig straighter und kommt fast ganz ohne irgendwelchen Schnick Schnack aus. Die super Scheibe passt bestens zum nächsten Autotreffen und wird nicht nur dort Freunde finden. Hoffentlich kommen sie bald mal nach Deutschland…..
-Hang On, Thinking Out Loud, California Crossing, Squash That Fly…..

Durchde


Mudhoney -Under a billion suns-

März 15, 2006


[2006 Subpop]

Was die Zeit vergeht, nun dürften die -Grunge Kings- auch schon 18 Jahre auf dem Buckel haben!
Die letzten Jahre hatte ich die Seattle Rocker aus den Augen verloren und nur durch Zufall
bin ich auf ihr 2006er Album -Under a billion suns- gestoßen.

Mudhoney haben die Zeit zurück gedreht, es hat sich wirklich nicht viel an ihrem Indi, Rock – Punk Sound geändert.
Immer noch rocken Mudhoney in bester Stooner Manier und erinnern mich auch schon mal an die letzte Fu Manchu.
Hinzu gekommen sind interessante schräg eingesetzte Bläserparts….

Im Gegensatz zu ihren Grunge Kollegen haben Mudhoney das einzig richtige gemacht, sie sind im Underground geblieben und besteche noch heute durch ihren dreckigen lauten Rock`n Roll!
Abwechslungsreiche 45 Minuten verpackt in 11 Tracks.
Besser kann ein Rock Album kaum klingen, Grunge ist lange tot , Mudhoney haben es geschafft den Spirit mit Eigenständigkeit ins Jahr 2006 zu katapultieren.
Auch wenn die Jungs einige Joints im Studio verbraten haben dürften ist die Scheibe genau das richtige für mich….

Durchde

Fu Manchu -Start The Machine-

Januar 16, 2005


[2004 DRT]

Nach der Pause von Fu Manchu, mal abgesehen vom Livealbum, hätte ich ehrlich gesagt nicht mehr mit einem neuen Album gerechnet…..

Doch siehe da, die Herren um Altmeister Fu Manchu haben sich wieder aufgerafft und einen würdigen Nachfolger zu -California Crossing- produziert.

Wer auf waschechten „Stoner Rock“ mit dem Herzen im ´“Spätachtziger Hardcore“ steht wird den Sound von Fu Manchu lieben!
Ob im Skatepool auf dem Moped oder im Youngtimer, -Start the Machine- wird der Soundtrack für den Sommer 2005.

Es ist immer wieder erfreulich zu hören das es Bands gibt die es schaffen kompakte und gleichzeitig krachige Songs zu produzieren.
Ohne Ausfälle wird gerockt was das Zeug hergibt und es fällt sehr schwer den Kopf ruhig zu halten ;-)
Absolut minimalistisch, die Solos nur angedeutet und oft ist der Song dann vorbei wenn es am schönsten ist. Das Nenne ich Kunst!
Jetzt muss ich die Kollegen doch endlich mal Live sehen sonst wird das vielleicht nichts mehr?
Fu Manchu haben wieder einmal alles richtig gemacht.
Start the Machine!!!!!!

Durchde