Familieentreffen im Kölner Underground?!
Freue mich immer nette Bekannte im “Real Life” treffen zu dürfen….
Leider geschieht das viel zu selten und wenn Collin Kramer zusammen mit den Novaks spielen, ist ein Besuch des Kölner Underground Pflichtprogramm!
Eigentlich sollte das Konzert in einer kleineren Location ganz der Nähe stattfinden.
Aufgrund des erwartenden Andrang verlegte man die Show kurzfristig in dem “kleinen Raum” des Undergroundes.
Ich hätte nicht gedacht das hier das -Pay to Come- Prinzip praktiziert wird!
Bands mussten Getränke selbst zahlen!!! Habt ihr den Spritkohle bekommen?
Vier Bands heute Abend, jede welche auf ihrer Art zu gefallen weiß, leider muss aus mir unbekannten Gründen die Shows gegen 23 Uhr zu Ende sein…
Früher Einlass, noch früher losfahren und doch immer die Ersten sein 
So trafen wir die Novaks bei einem netten Plausch und begrüßten den Flo von den Cramer Jungs .
Kurz vor Beginn des Konzertes deutete alles auf eine überschaubaren “Band mit Anhang” Veranstaltung hin, als sich dann doch, nach und nach ,der Konzertraum gut füllte….
Collin Kramer begannen ihr Set mit ein paar Anlaufschwierigkeiten und kämpften mit einem miesen Sound.
Das Schlagzeug wurde nicht abgenommen und somit ging ein grossteil ihrer Power verloren.
Collin Kramer gaben ihr Bestes und konnten mich wieder einmal mit ihrer Noisigen Hardcore Variante gespickt mit genialen Screamoattacken überzeugen!
Ich liebe ihre Innovativität, nicht alles glatt und berechenbar, Musik zum genauer Zuhören halt….
Leider konnten ich diesmal den Schlagzeuger nicht so gut beobachten, Jungs geht doch mal aus dem Weg, wie immer sorgte er mit seinen genialen Grimassen für Stimmung!
Ab der Mitte ihres Sets sprang der Funke langsam aufs Publikum über und man regte sich in den vorderen Rängen.
Als ich warm wurde war auch schon alles viel zu früh zu Ende.
Collin Kramer hatten das Pech viel zu früh anfangen zu müssen!
Mir gefiel die Show….
Als nächstes wahren Anomalie aus Düsseldorf an der Reihe.
Ich kannte nur ihre alten Sachen welche mir sehr gut gefielen .
Laut Informationen vom Oliver, Schreihals von Anomalie, sollten die neuen Tracks einen größeren Metallfaktor bekommen haben, ich war gespannt…
Anomalie legten mit einem genialen Metalbrett los welches mich Zeitweise an Narziss erinnerte.
Leider ging aufgrund ihrer zwei moshenden Gitarren das Schlagzeug nun völlig unter….
Auch Oliver hatte mit der Gesangsanlage zu kämpfen, wusste jedoch mit Witz und Charme das Publikum bei Laune zu halten.
“Wer ist hier aus Leverkusen, dann ihr habt Pech gehabt wir spielen das gleiche Set wie gestern und machen auch die gleichen Witze!”
“Mach mal den Gesang lauter, ich bin schon am Schwitzen da hilft nur noch T-Shirt ausziehen …..”
“Schlagzeuger erzähle doch mal Deine Geschichte mit dem Leistenbruch, damit können wir hier bestimmt punkten!”
Mehr davon! 
Musikalisch wurde guter Metalcore mit Emo Einschlag geboten, gepaart mit deutschen Lyriks.
Die Düsseldorfer haben schon Material aufgenommen für eine weitere Platte und suchen Händeringend nach einem Label.
Schlagt zu, da tut sich ja einiges in Düsseldorf, Callejon lassen Grüßen!
Das Publikum war zufrieden , es wurde gemosht und gut abgegangen.
Gerne hätte ich Anomalie im guten Sound erlebt.
Ich glaube die durchbrechen jede Mauer …
Nach dem Set von Anomalie musste ich ernst einmal Luft schnappen.
Erfreute mich draußen in dem nun sehr gut gefüllten Räumlichkeiten des Undergrounds, die Jungs von Callejon zu treffen.
Gerade haben sie ihre Aufnahmen zur zweiten Platte auf My Favorite Toy abgeschlossen, wir dürfen wohl auf ein geniales Metalcorebrett aus Düsseldorf gespannt sein!
Hoffentlich schicken mir die Jungs bald was zum Vorabhören !
Als nächstes standen die Soester Sympathie Screamos Kill Kim Novak auf der Bühne.
Ich weiß wirklich nicht wie sie es immer wieder schaffen diese ganz besondere Atmosphäre…
Irgendwie wird alles recht locker gesehen, unverkrampft, und meist das ein oder andere Bier intus habend.
Ich denke das ihr Erfolgsrezept in Stevies geilen Harmonien liegen muss.
Der Jung hat es einfach drauf!
Unglaublich das ihr solch einen Sound mit nur einer Gitarre spielt!
Schon nach dem zweiten Song begannen die ersten Dive versuche , Texte wurden mitgegrölt und ein netter Pitt bildete sich.
Und wieder , wie schon ein paar Shows zuvor, entsprang dieses wärmende Gefühl ….
Die Novaks spielten ihre Hits, bekamen tosenden Beifall und besonders die zwei neuen Songs wussten zu überraschen.
Der ungewöhnlich böser Track welcher in die Envy Linie schlug ist der Hammer!
Warum die Band immer noch kein Label hat ,ich weiss es wirklich nicht!!!!
Live wohl das Beste was man sich im -Mid 90ies- Bereich antun kann.
Nach drei Bands, einem verschwitztem Shirt und vielen Small Talks war meine Daly Dose erfüllt, für mich hätte nichts mehr danach kommen brauchen.
Deshalb verpasste ich die bestimmt genialen Only for the sake of Aching, ging essen , trafen noch eine Bekannte und quatschten uns fest.
Als wir irgendwann zurück zum Underground kehrten, lag die Band in den letzten Zügen. Die Bude gerappelt voll, geniale Stimmung unter den Zuschauern und leidenschaftlicher Scremo vorgetragen von zwei Sängern.
Leider war ich nicht mehr aufnahmefähig, schaffte es kaum noch mich zu verabschieden und verlies mit meiner Freundin glücklich und zufrieden den Ort des Geschehens.
Geiler Abend …… Bis bald …….
x Durchde x