Durchdes Welt -Ego Electric Zine-


Caliban -The Awakening-
Mai 29, 2007, 3:18 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Platten - Hardcore | Schlagworte:


[2007 Roadrunner]

Gerade mal ein knappes Jahr ist seit dem Roadrunner Relase
-The Undying Darkness- vergangen.
Auf den Namen -The Awaking- hört das neue Werk Calibans und mit ihm kehrt die Band zum Style der alten Alben zurück.

Wem der Vorgänger zu glatt und die melodischen Gesänge zu anbiedernd waren, wird mit -The Awaking- seine helle Freude haben!
Nur noch vier Tracks des Albums beinhalten das “Gesäusel” klingen aber bei weiten nicht mehr dermaßen selbstgefällig und anbiedernd .
Der Hauptgesang ist dunkler und brutaler, mal schauen ob er Live genauso umgesetzt werden kann.
Der Studiomix bietet als Untermalung dezente Keyboardparts welche nicht dominant sondern einige Tracks mehr Atmosphäre verleihen.

Ansonsten spielen Caliban das was sie am besten können, brutalen Metalcore als Vorzeigebands Deutschlands.
Hut ab und die Kurve gerade noch bekommen….

x Durchde x



Caliban -Shadow Hearts-
Januar 24, 2007, 3:17 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Platten - Hardcore | Schlagworte:


[2003 Lifeforce]

Ich muss gestehen, das ich Caliban zu ihrer Anfangszeit gar nicht so toll fand.
Irgendwie hatte ihr Slayer Hardcore Gemisch nicht die Eigenständigkeit die eine gute Band brauchte. Was mich am meisten störte, war das der Gesang durch die Produktion ein wenig unterging. Als ich die Band dann zusammen mit Converge gesehen habe, war ich ganz aus dem Häuschen! Live hatten die Songs gleich mehr Druck und wussten zu gefallen. Am Ende der Show kündigte die Band eine baldige neue Platte an…..

Caliban`s -Shadow Hearts- dürfte die mit am meist erwartete Platte 2003 sein. Gerüchte drangen durch, das sie sich einen zweiten Sänger gesucht hätten und nun die etwas seichtere Schiene gewählt hätten. So, nun halte ich ihre neue Scheibe in den Händen und möchte Euch mal meinen ersten Eindrücke schildern:

Zuerst dringt ein klassisches Metalintro an mein Ohr, es soll mich auf das kommende vorbereiten. Was nun folgt ist ein Gewitter aus Hardcore und Metal, das in so einer Topproduktion daherkommt, das sie mich wirklich umhaut. Dieses mal stimmt einfach alles, der Gesang kommt richtig schön fett und die Gitarren haben ihren eigenen Stiel gefunden. Der zweite, “melodische” Gesang wir recht spärlich eingesetzt und nimmt somit keineswegs die Power der Band. Ich habe mal gelesen das Hardcorebands die besseren Metalbands seien. Das weiß ich nicht, aber zum Glück spielen die nicht solche ätzenden Solos!

Ich kann nur eines sagen, nach mehrmaligen anhören würde ich die neue Caliban in die höchste Liga stecken und glaube das es sich jetzt schon um die beste Platte 2003 handelt! Der absolute Hammer, glaubt es mir….

Durchde




Neues aus dem Hause Caliban
Dezember 24, 2006, 7:05 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Musik - Dates/News | Schlagworte:

 

Kommendes Jahr gehen Caliban wieder ins Studio um ihr neues Werk einzuspielen.
Es soll Soundtechnisch eher in die ersten Platten gehen.
Der cleane Gesang soll deutlich zurück geschraubt werden, ich bin gespannt !

Neue Tourdaten gibt’s hier ….

20.Feb.2007 Dublin @ Voodoo Lounge
21.Feb.2007 Cork @ Crisian
23.Feb.2007 London @ Mean Fiddler
24.Feb.2007 Manchester @ Academy 2
25.Feb.2007 Glasgow @ Garage
26.Feb.2007 Wolverhampton @ Wolfrun Hall
27.Feb.2007 Cardiff @ Solus
28.Feb.2007 Nottingham @ Rock City
01.Mrz.2007 Paris @ La Pena Festayre
02.Mrz.2007 Lyon Marche @ Gare
03.Mrz.2007 Barcelona @ Sala Apolo
04.Mrz.2007 Madrid @ Sala Caracol
06.Mrz.2007 Marseille @ Jas de Rod
07.Mrz.2007 Bologna @ Estragon
08.Mrz.2007 Treviso @ New Age Club Roncado
09.Mrz.2007 Milano @ Transilvania Club
10.Mrz.2007 Fürstenfeld @ Stadthalle
11.Mrz.2007 Blue Hell Budapest
12.Mrz.2007 Prague @ Bordo
13.Mrz.2007 Frankfurt @ Batschkapp
14.Mrz.2007 München @ Backstage
15.Mrz.2007 Zürich @ Abart
16.Mrz.2007 Freiburg @ Cräsh
17.Mrz.2007 Köln @ Live Music Hall
18.Mrz.2007 Arhus @ Train
20.Mrz.2007 Malmö @ KB
21.Mrz.2007 Göteborg @ Musikenshus
22.Mrz.2007 Stockholm @ Klubben
23.Mrz.2007 Karlskrona @ Kino
24.Mrz.2007 Berlin @ SO 36
25.Mrz.2007 Den Bosch @ W2

x Durchde x



11.4.06 Purified in Blood,Neaera,The Agony Scene und Caliban Live in der Live Music Hall Köln
April 14, 2006, 6:22 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Musik - Show Review | Schlagworte:


Endlich wieder Caliban live…!
Ihre Recordrelease Party in Oberhausen hatte ich dieses Jahr schon verpasst die ja der absolute Hammer gewesen sein muss.
Warum aber vier Bands unter der Woche spielen, fand ich am heutigen Abend in der Kölner Live Music Hall etwas übertrieben…..
Allerdings ging der Ablauf gut organisiert und die Umbaupausen schnell von der Hand, keine ewiglangen Wartezeiten, gut so.

Vor den Toren warteten ungeduldige Kids die nichts besseres drauf hatten als Saufgeschichten zum besten zu geben und sich gegenseitig anzupöbeln.
War ich bei der falschen Show? Deutschpunkfestival?

Caliban sind groß geworden, nun auf –Roadrunner- und ziehen das komplette Gesocks auf Hardcoreshows, die ausgesuchte fette Location sollte den Rest geben…
Nur ein –Peta- Stand erinnerte an die liebe kleine Hardoreszene, der riesige Merchstand der Bands an alte Metalzeiten….

Die Lokation war für eine Show unter der Woche außergewöhnlich gut gefüllt und pünktlich um 20 Uhr standen die Norweger Purified in Blood auf der Bühne.
Die sechs Metalmosher , zwei Shouter inklusive, konnten die Fans überzeugen, mir gefiel ihr Sound weniger.
Zu großer Prollfaktor, zu wenig Hardcore und zu viel schlecht gespielter Metal für meinen Geschmack……..

Als nächstes dann Neaera.
Ihre Interpretation des Metalcores gefiel mir.
Genialer Shouter gutes Riffing an den Gitarren.
Die ersten Zuschauer begannen zu Diven und ein wilder Moshpit bildete sich.
Die Gute Stimmung -in einem Videos eingefangen, mal schauen ob ich es demnächst auf Viva und Co bewundern darf….

Nun standen The Agony Scene auf der Bühne.
Nach zwei Bands ging mir Metalcore für heute Abend auf den Sack.
Ein wenig mehr Abwechslung der Bands hätte gut getan !
Zumindest gaben die älteren Herren auf der Bühne ein wenig Schwung in den Laden.
Für die meisten sicherlich nicht cool genug , mir hatten The Agony Scene Spaß bereitet ….

Nun endlich Caliban!
Natürlich das Intro ihrer neuen Patte –The Undying Darkness- durfte nicht fehlen.
Hinter ihrem Drumset ein riesiger Banner welcher das Cover der Platte ziert.
Ihr weiteres Bühnenbild schmückten zwei mit je einen verzierten –C- bedrucken Leinwänden.
Die Jungs aus den Pott boten ein sehr professionelles Set.
Ihr melodischer Gesang wurde von Denis übernommen und klang nun nicht mehr so weich und gekünstelt…
Caliban moshten sich durch alle Alben und sorgten für ordentlich Stimmung.
Jedes Intro ihrer Scheiben wurde gespielt und gab so der Band kurze Verschnaufpausen während ihres scheißtreibenden Sets.
Es wurde gedived und im Circe Pit gemosht.
Ihre berühmte „Wall of Death“ blieb heute allerdings aus…..

Schon nach wenigen Minuten übertrug sich das Feuer der Band auf die Zuschauer und tatsächlich funktionierte eine Metalcoreshow in dieser Großen Location.
Nach einige Zugaben und mit klitschnassen Shirt + tauben Ohren verließ ich die Live Music Hall zufrieden und ausgepowert……

Durchde




Caliban on the Road
Februar 14, 2006, 5:35 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Musik - Dates/News | Schlagworte:

“DARKNESS OVER EUROPE” tour part 2
CALIBAN + THE AGONY SCENE + NEAERA + support

31.03. Hamburg-Grünspan (+MAINTAIN)
01.04. Berlin-ColumbiaClub (+MAINTAIN)
02.04. Wiesbaden, Schlachthof (+MAINTAIN)
03.04. Bielefeld,Kamp (+MAINTAIN)
04.04. Arnhem,Goudvishal (+MAINTAIN)
05.04. Hasselt (B) Muziek-O-Drom (+MAINTAIN)
06.04. Karlsruhe,Substage (+MAINTAIN)
07.04. Wil (CH),Remise (+MAINTAIN)
08.04. Hartberg (A),Stadthalle (+MAINTAIN)
09.04. München,Werk (+PURIFIED IN BLOOD)
10.04. Colmar (F),Le Grillen (+PURIFIED IN BLOOD)
11.04. Köln, Live Music Hall (+PURIFIED IN BLOOD)
12.04. Leipzig,Conne Island (+PURIFIED IN BLOOD)
13.04. Wien (A),Arena (+PURIFIED IN BLOOD)
14.04. Cesena(I) Vidia Club (+PURIFIED IN BLOOD)
15.04. Milano (I),Transilvania (+PURIFIED IN BLOOD)
16.04. Schweinfurt,Alter Stadtbahnhof (+PURIFIED IN BLOOD)

Durchde



Neue Caliban Split in der Mache
März 8, 2005, 2:28 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Musik - Dates/News | Schlagworte:

Schon zum zweiten Mal treffen sich die Metalcores aus dem Pott mit -Heaven Shall Burn- auf einer Split Platte.
Der Titel nennet sich der Einfachheit halber
-The Split Program 2 ;-) Verkaufsdatum wird der 26.7.05 sein……

Durchde



Caliban -The Opposite from within-
August 4, 2004, 3:17 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Platten - Hardcore | Schlagworte:


[20.9.04 auf Roadrunner Records]

Das neuste Werk der deutschen Metalcorekappele!
Ende September wird Sie endlich in den Plattenregalen stehen.
Und glaubt mir ihr werdet nicht enttäuscht sein!!!
Wer auf den Style ihrer letzten Platte gestanden hat wird mit -The Opposite from within- bestens bedient.
Ihr -Roadrunner- Einstand kommt in kristallklarer Metallproduktion.
Als ich zum erstenmal den Gitarrensound der Platte hörte bekam ich richtig Angst! So etwas aus heimischen Gefilden, jetzt braucht sich die Band im Metalcorebereich wirklich vor niemanden mehr zu verstecken!!!
Der zweistimmige Gesang wurde ein Stückchen weiter ausgebaut und vom Gitarristen übernommen.
Einige Gesangspart erinnern mich an -Waterdown- oder -Boy Sets Fire-.
Jedoch keine Angst sofort setzt wieder der markante Schreigesang ein, welcher auf der neuen Platte brutal und aggressiver den je kommt!
Man merkt diesem Werk viel arbeit und liebe zum Detail an.
Das Herz hängt immer noch im Hardcore, doch dort alleine werden Caliban ihre Fans wohl nicht mehr suchen müssen….
Großartige Platte von einer wirklichen Sympathischen Band.
Das Cover könnte auch von Overkill oder Kreator stammen, aber das nur am Rande ;-)

Durchde



12.3.04 Kill Kim Novak,I Despise und Caliban Live im Zero Arnsberg
März 13, 2004, 12:07 Uhr vormittags
Gespeichert unter: Musik - Show Review | Schlagworte: ,

Und schon wieder Kill Kim Novak.
Langsam aber sicher könnte man den Anschein bekommen ich währe ein kleines unschuldiges Groupie welches der angebeteten Band auf Schritt und Tritt folgt.
Heute in Arnsberg zusammen mit den Kings of Metal Core -Caliban-

Dieses Ereignis konnte sich meine Navigatorin Laura auch nicht entgehen lassen. Wie schon so oft Fahrten ins Sauerland, Erlebnisse endend im Stau oder totalen Verlorenheit in der Prärie. Um Chaos zu vermeiden fuhren wir Beide schon Mittags los und kamen bis auf einer kleinen Ausnahme unkompliziert ans Ziel. Der einzigste Hacken war das wir uns Mitten auf dem Lande befanden und noch vier Stunden bis Showbeginn vor uns hatten….
Rundfahrten und ein wenig bummeln im Baumarkt oder Möbelgeschäft, langweilig wurde uns zum Glück nicht. Mit Ach und Krach fanden wir später doch noch etwas zum essen und machten uns später gut gestärkt auf in Richtung Zero Arnsberg.

Wir hatten Glück, am Hintereingang luden gerade Kill Kim Novak aus und die Jungs nahmen uns mit in die heiligen Hallen von Arnsberg.
Caliban befanden sich gerade im Soundscheck und das wackeln der Wände verriet mir das es heute Abend sehr laut werden würde.
Das Zero ist eine recht kleine Disko, wenn auch was die Technik angeht, modern und auf dem neusten Stand eingerichtet. Eine riesige Backline wurde aufgefahren, geradeso als würden heute Abend Manowar Junior spielen. Wir staunten nicht schlecht, Riesen Boxen, Videoleinwand und Spiegel über dem Schlagzeugpodest erinnerten dann doch weniger an einer Screamoshow…..

Der Mischer hatte seine Problemchen den Sound von Novak zu mixen, welches Stevie einen dicken Hals einbrachte. Der Sound war gewaltig, nur passte der Boller -Metalproll -Sound überhaupt nicht zur Band.
Die Befürchtung das heute das absolute Prollpublikum erscheinen würde, wurde damit untermauert das nun Lehrvideos in Sachen Kick Boxen über die Leinwand flimmerten. Es handelte sich um irgendwelche sogenannten Hardcoreshows, wie mir Tim sicherlich bestätigen würde. Ein Plattenstand verkaufte dann die passende Kleidung in Form von Hatebreed und Konsorten. Na das kann ja ein heiterer Abend werden……

Gegen 20 Uhr öffneten sich dann die Pforten des Zeros und die warteten Caliban Fans traten ein. Der Laden war mit circa 200 Leuten recht gut gefüllt und zeigte recht schnell eine lockere und augelassende Stimmung. Die Zuschauer beobachteten ihr Lehrvideo und übten vorab schon mal ihre einstudierten Moves.
Was ist nur aus meiner kleinen lieben Szene geworden ..

Gegen 9 standen Kill Kim Novak auf der Bühne. Heute hatten sie zwei Mädels bewaffnet mit Videokameras mitgebracht. Vom ersten Akkord an schien alles zu stimmen. Der Sound war jetzt im gut gefüllten Raum um längen besser und das Publikum zeigte zu meiner Verwunderung kaum Arroganz. Unglaublich, einige der Anwesenden kannte sogar die Texte der Band auswendig. Die Jungs spielten ein sauberes Set und man merkte ihnen einmal mehr die Liebe zum gespielten Sound an. Es wirkte nichts aufgesetzt, Gefühle nahmen ihren Lauf und Emotionen sprangen über so wie ich es mag.
Zu meiner Überraschung wurde auch neuer Stoff geboten. Eine deutliche Weiterendwicklung, welche so einigen Screamo Bands leider fehlt. Die Songs waren gut strukturiert und ein wenig rockiger als die alten Sachen. Besonderes der abwechslungsreichere Gesang stand der Band gut zu Gesicht. Die Zuschauer dankten jeden Song mit Applaus welches ich von dem Prolligen Publikum nicht erwartet hätte!
Alles war schön wie immer jedoch leider viel zu kurz…..

Als zweite Band standen als Ersatz für Globber in Time, I Despise auf der Bühne. Zum lupenreinen Metalsound passte die Bühnenoptik mit Blitzer und Lightshow bestens. Nur leider gefiel mir ihr Sound überhaupt nicht und auf Headbangende Köpfe stehe ich schon lange nicht mehr. So hielten wir und beim Stevie und dessen improvisierten Merch- Stand auf. Die Zuschauer hatten sichtlich ihren Spaß und aus den Boxen dröhnte ein brutaler Sound…

Nach circa 45 Minuten war ihr Set am Ende und Caliban bauten ihr Set auf. Ich gestehe heute Abend werden es Kill Kim Novak schwer haben die beste Band am Abend zu sein. Weniger wegen ihres Sounds sondern mehr wegen des absolut Profimäßigen Stageacting Calibans.
Kill kim Novak fürs Herz und Caliban fürs Auge was will man mehr an einen Abend? Sorry Jungs aber ihr wisst hoffentlich was ich meine ;-)

Der Sänger der Band verwandelte sich vom Schluffie zur Diva und wirkte mit seinen aufgerichteten Haaren, Schminke und Kontaktlisten wild und ungewöhnlich.
Würde die Band nicht ausnahmslos schwarz tragen würde ich behaupten Caliban bringen bunte Farbe in die Szene….
Wie immer wurden alle Klischees vom Parkett gerissen.
Nach einem Intro, während dessen sie sich versteckt aufhielten, sprangen sie rechtzeitig zum ersten Akkord auf die Bühne. Die Bühnenpräsenz war unglaublich. Jeder der Fünf Mitglieder gab sein bestes. Zeitweise wirkte das Bild einstudiert wie ein gutes Theaterstück. Wie Eingangs erwähnt, etwas fürs Auge.
Der Sänger schaffte es vom ersten Takt an seine Fans in den Bann zu ziehen und schriee was die Stimmbänder hergaben. Der komplette Sound klang so perfekt wie man es von ihren Platten gewöhnt ist Das schöne an Caliban finde ich, das trotz ihres sehr brutalen Soundes ein sehr sympathisches Feeling von der Abend ausgeht. Es wird sich fast liebevoll um die Fans gekümmert und die Jungs scheinen das Herz am richtigen Fleck zu haben. Heute spielten Caliban ihre letzte Show der Tour und waren ein wenig eingeschränkt auf Grunde eines Aushilfebassisten.
Die neuen Songs vom kommenden Album waren der absolute Hammer und haben mich umgehauen. Die Zuschauer gingen ab wie Sau und ein paar Kung Fu Idioten benahmen sich wie Sau. Im großen und ganzen verhielt sich die Situation dann doch ruhiger als erwartet und jeder kam auf seine Kosten. Nach einigen Zugaben war dann auch der wirklich gelungene Abend wieder zu Ende und wir beide mussten uns wieder einmal viel zu schnell von Kill Kim Novak verabschieden.
2 Uhr Abends ,leicht geschafft und noch 130 Kilometer Heimweg vor uns, langsam werde ich alt…….

Durchde



Caliban auf dem Kölner Ringfest
August 20, 2003, 11:01 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Musik - Show Review | Schlagworte:

Tatort letztes Wochenende, Ringfest Köln.
Es war wie immer.
Alle wollten mit, am Ende stand ich mit meiner Freundin alleine da…
Noch leicht angeschlagen von der letzten Nacht, hallo Axel !, machten wir uns ein zweites mal auf nach Kölle. Wieder einmal hatten wir Glück gehabt und konnten noch einen Parkplatz ergattern…

Es war noch recht früh und bis zur Caliban Show noch ein paar Stunden hin. Ein Eis und ne Cola schafften es uns wieder auf die Beine zu bringen. Während wir in einer Art Park saßen, versuchte ich mir vorzustellen wie eine recht extreme Band (Caliban) in der Kölner Innenstadt rüber kommen würden. Caliban hat sich in den letzten Jahren einen Kultstatus eingespielt und wissen nicht nur die Kids in Deutschland zu begeistern. Tour in Asien oder Vorgruppe vom Biohasen, ich finde die Band ist weiterhin “Real” will heißen auf dem Boden geblieben. Selten eine Band erlebt die einen so aggressiven Metalmosh Sound spielt und so sympathisch rüberkommt! Immer wieder eine Freude…

So, -End of April- packten ihre Koffer und es wurde Zeit sich einen guten Platz direkt an der Absperrung zu verschaffen. Die Ordner die das ganze Wochenende recht cool blieben und lieber mit den Mädels flirteten, sind wohl vom Veranstalter gewarnt worden. Es hieß nun alles einzusammeln was nach Glas aussah…

Nach einem kurzen Intro und einer Menge Nebel legte die Band sofort mit ihrem brutalen Metalcore los. Wie ein Gewitter schoss ihre Musik auf ihre Fans nieder. Die Band hatte es geschafft nun so viele Zuschauer anzuziehen, das es nur noch schwer Möglich war die Strasse zu überqueren. Die Kreuzung war komplett zu und überall sah ich tanzende oder zum Takt mitwippende Menschen. Der recht schmächtige Sänger (Mensch woher dieses Organ ?) Moshte heute im neuen Outfit die Bühne. Matte ab, Kurzhaarfrisur, farbige Kontaktlinsen und geschminkte Augen. Zusammen mit den schwarzen Klamotten die alle trugen wirkte er heute richtig böse…

Die Band konzentrierte sich sehr so sauber wie möglich zu spielen und zog nicht wie einige -Spezialisten Bands- eine reine Hardcoreshow ab bei der Sound und Spielweise ein Fremdwort zu sein scheint. Caliban hatten heute nicht viel Zeit da noch eine Show am gleichen Tage in Belgien stattfand. Die Band gab ihr bestes und man merkt ihnen an das sie ne Menge Liveerfahrung sammeln durfte. Es gab eine gute Mischung aus all ihren Platten und ein neuer Song der sich gut in den gewohnten Sound einfügte.

Wie gewohnt wurden die Fans zu der berühmt berüchtigten Wall of Death aufgefordert und es war gewaltig anzusehen wie der Sänger die Zuschauer aufteilte das sich eine breite Schneise bis Ende der Kreuzung bildete. Nun wurden die Ordner sichtlich nervös als beim Beginn des nächsten Songs die Fans aufeinander rasten uns einen wilden Moshpit bildeten. Ein Circle Dance quer über den ganzen Platz durfte nicht fehlen und passte gut zum Motto des Wochenendes, Ringfest…..

Leider spielte die Band aufgrund der wartenden Show in Belgien recht kurz und mit einer nicht geplanten Zugabe verließen Caliban die Bühne vor Hunderten zufriedenen Zuschauern….

Durchde



Heaven Shall Burn, Waterdown, Crosscut, Mournful und Destiny
Januar 25, 2003, 10:56 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Musik - Show Review | Schlagworte: ,

Heute möchte ich mal einen Konzertbericht ein wenig anders rüberbringen als sonst.
Ich habe mir gedacht, schnapp dir mal Deine Freundin Laura und hältst ein kleines Interview. Das Interessante finde ich, das Sie zwar des öfteren mit auf Konzis kommt, jedoch nicht die absolut begeisterte Musikhörerin ist! Wollen wir mal schauen was bei diesem Gespräch herausgekommen ist….

D:
Der ganze Tag fing schon chaotisch an, da ich vor Konzertbeginn noch arbeiten musste. Laura und Eric holten mich in Düsseldorf ab, und so fuhr ich schon ein wenig ausgelaugt nach Essen zur Show. Weiteres Pech an diesem Abend bestand darin, das meine beiden “Kollegen” überhaupt nichts mit der Band Caliban anfangen konnten! So stand ich allein auf weitem Felde. Da ich jedoch vor ein paar Tagen die neue Platte gehört hatte, konnte ich mir die Show nicht entgehen lassen!
So Laura, erzähl doch mal was…..

L:
Ich habe ja wirklich lange mit mir gerungen, ob ich mit fahren sollte oder nicht. So wie Durchde schon sagt, kann ich mit der Band nicht viel anfangen. Ist doch das selbe wie Converge, verzeiht mir!

D:
Da gerade Converge angesprochen wurde. Beide Touren wurden ja von -East Pack- gesponsert! Außerdem haben beide Shows die Jungs von -Poison Free- auf die Beine gestellt. Ich finde es krass, das in einer angeblichen alternativen Szene, heute zu solchen Werbemitteln gegriffen wird. -East Pack-, ich dachte das tragen nur Schulkinder!

L:
Nachdem der Durchde mir dann erzählte, das heute Abend auch -Waterdown- spielen, dachte ich mir, tust du deinem Freund mal einen Gefallen und komme mit. Wie gesagt der ganze Tag war recht stressig, ich hatte auch noch ne Menge zu tun, und wir sind dann nach Essen gefahren. Anfangs hatten wir noch schönes Wetter, jedoch um so näher wir dem Pott kamen um so mehr fing es an zu regnen. Alls wir dann endlich in der in der Papestrasse angekommen war es dort schon brechend voll. Ich frage mich , warum man so ein Jugendzentrum immer direkt in ein Wohngebiet bauen muss! Also mussten wir weit vom Schuss parken. Wir liefen durch strömenden Regen und als wir dann am Laden ankamen, sahen wir dort schon eine Masse von wartenden Menschen. Es war die Hölle! Die Veranstalter hielten sich genau an die Öffnungszeiten und ließen niemanden hinein. So standen wir bestimmt eine halbe Stunde im Regen!

D:
Es sollen 1300 Leute da gewesen sein und sicher haben die Veranstalter überhaupt nicht mit so einer Masse an Menschen gerechnet. Ich frage mich jedoch, warum Besucher bis zu einer Stunde, trotz geöffneter Türe, im strömenden Regen stehen mussten! Man hätte die Leute zumindest in den Vorraum lassen können. Sicher wurde der ein oder andere Wütend und es gab den ersten Stunk. Ich war dann natürlich auch ziemlich sauer und habe mir, nachdem ich völlig klitschnass war, ein leckeres Bier gekauft! So ließ sich der angespannte Abend dann doch noch genießen. Fast währe ich glatt wieder nach Hause gefahren!

L:
So nu aber mal zu den eigentlichen Teil des Abends! An die ersten beiden Bands kann ich mich schon überhaupt nicht mehr erinnern. Was mir nur aufgefallen ist, das sehr unterschiedliche Leute am Abend da wahren. War nicht schlecht, denn so kam ich mir auch nicht so verloren vor. Bei der dritten Band wurde es dann schon recht voll und ich bewegte mich ein wenig mehr in den Hintergrund…..

D:
Lass uns mal die Bands durchgehen!
Bei mir war es auch so, die erste Band die ich so richtig mitbekommen habe war -Heaven Shall burn-, die ich richtig klasse fand! Die Musik ging in etwa Caliban nur noch eine Ecke rauer, würde ich sagen. Caliban haben da schon mehr Melodien und -HSB- klingen ein wenig “Erwachsener” ! Ich hatte meinen Spaß, bis ich mich mal wieder über ein paar Kickboxende Spinner im Moshpitt aufregen musste…
Es schien das Motto des Abends zu sein, einfach wild umher zu boxen!

L:
Das habe ich auch gemerkt und sogar einige Besucher mit blutiger Nase gesehen!

D:
Es scheint wohl heute auf Hardcore Konzis normal zu sein, so wild wie möglich rüber zu kommen! Für mich hat das überhaupt nichts mehr mit der Szene zu tun die ich mal liebte…..
Dann betraten -Waterdown- die Bretter. Allgemein muss ich zu der gesamten Veranstaltung sagen, das jede Band einen fürchterlich Sound hatte! Ich frage mich wirklich wer dafür zuständig gewesen ist. Einen Mixer sah ich nirgends. Ich hatte das Gefühl, das sich der Sound bei -Waterdown- noch mehr verschlechterte und ich Mühe und Not hatte, Songs überhaupt noch auseinander zu halten! Nur direkt vor der Bühne und den direkten Sound der Backline, konnte man es ertragen…
Die Band kam heute Abend ebenfalls recht unmotiviert rüber und verliert immer mehr an Reiz. Die neuen Songs waren einfach Langweilig…….
Die meisten Zuschauer konnten am heutigen Abend eh nichts mit der Band anfangen, da die denen viel zu soft war….

Mir gefällt die Band nun auch nicht mehr so recht…
Die neuen Songs klingen einfach zu straight und glatt. Das hatte sich ja schon auf der Split 7 inch gezeigt, welchen Weg -Waterdown- einschlagen werden. Ich habe fast einen Schock bekommen als ich die Band auf der Reihnkultur gesehen habe und die Jungs eine totale einstudierte Show ablieferten und die Zuschauer versuchten zu animieren,so das es schon fast lächerlich war! Zum Glück haben die heute nicht ganz so eine schlimme Show abgezogen…

L:
Wie gesagt, ich bin ja eh nur wegen Dir dorthin gefahren! Als einzigste Band sagte mir -Waterdown- zu. Ich frage mich warum die dort überhaupt aufgetreten sind! Haben überhaupt nicht in das Konzept des Abends gepasst….

D:
Ich glaube -Waterdown- sind mit -Caliban- befreundet….

L:
Wie gesagt, die passten nicht in das Konzept und viele Zuschauer verließen den Raum. Ich selbst war auch sehr von der Band enttäuscht worden heute Abend. Ich fand das stinklangweilig, und die Band hat sich bestimmt genauso gefühlt! Als ich -Waterdown- das erste Mal in einem kleinen Laden gesehen hatte, war das alles ganz anderes. Alle waren gut drauf und man wurde richtig von der positiven Stimmung mitgerissen. Heute war jedoch alles langweilig. Es war die Luft raus!

D:
Ja…..

L:
Die meisten Songs kannte ich eh nicht weil die neu wahren….

D:
Ne, die haben schon viele alten Lieder gespielt, nur war der Sound so schlecht gewesen das man nichts raus hören konnte!

L:
Auf jeden Fall kamen dann -Caliban-, die ich nur aus dem Player im Auto kannte. Sofort wurde es richtig voll. Mir wurde das dann zu viel und ich bin mit “Nörgel Eric” raus gegangen…

D:
Haah, haah !!!!!!!!!!!!!!! “Nörgel Eric”…..

L:
Frage mich warum der überhaupt heute Abend mitgefahren ist……

D:
Der wollte bei uns “Liebe Leut” sein!

L:
Auf jeden Fall haben wir uns die Sache von draußen angeguckt. Schien auf jeden Fall den meisten gefallen zu haben. Mein Geschmack war es nicht gerade…..
Ich finde es haben auch viel zu viele Bands gespielt und irgendwann ist man gar nicht mehr so aufnahmebereit….

D:
Ich finde auch das irgendwann nach drei bis vier Bands die Luft raus ist. Wenn man dann noch auf die Band bis zum Schluss warten muss, die man unbedingt sehen möchte, dann ist es mit der guten Laune meist vorbei. Zum Glück war es heute Abend bei mir nicht der Fall gewesen und als -Caliban- die Bühne betraten schlug meine Laune sofort um. Ich fand das Konzert richtig geil, auch wenn der Sänger zu einer lächerlichen “Wall of Death” für einen Videodreh aufgerufen hatte . Ich finde es geil, das so einen gute Band mal wieder aus unserem Land kommt! Von den neuen Songs war ich sehr angetan, aber das lest ihr am besten in der Plattenkritik nach…

Caliban sind zwar noch eine recht junge Band, haben es aber schon zur dritten L.P. und einer weltweiten Anerkennung geschafft. Obwohl die Musik fast reiner Metal ist, haben -Caliban- immer noch deutliche Hardcore Roots und kommen sehr sympathisch rüber. Irgendwie war es wie früher. Hardcore und Metalheads teilen sich die Show! Hat mir wirklich sehr gut gefallen….

Caliban haben circa eine Stunde Power vom feinsten geboten und boten eine sehr gute Performance. Keine peinlichen Ansagen oder lächerliches gepose. Leider keine Selbstverständlichkeit heute auf den Shows…

Ja, dann war der Abend auch schon zu Ende, und ich viel müde und zufrieden ins Bett…

L:
Müde war ich auch……………..

Durchde



Converge,Himsa,Paint the town red, Caliban und Crowpath im AZ Mühleim
September 15, 2002, 10:50 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Musik - Show Review | Schlagworte: , ,

Es wahr wie Weihnachten, als ich erfuhr das ich aufgrund meiner Bescheuerten Arbeitszeiten, es doch noch schaffen sollte Converge zu sehen! Ich fieberte diesen Tag hin, und wurde nicht enttäuscht…

Als erstes holte ich den Eric von Bahnhof ab und wir hofften das wir mit der Wegbeschreibung die uns Tim gegeben hatte, sicher und schnell ans Ziel kommen werden. Wie Kids auf einem Popkonzert überlegten wir uns welche Sachen wir uns heute Abend von Converge kaufen sollten. Eric meinte, er würde alle verschiedenen Shirts kaufen. Ich hingegen wollte mich mit einem begnügen und dem Tourposter. Mensch Converge werden ja langsam richtig groß! Verstehe ich gar nicht bei ihrem abgedrehten Sound! Warum fahren darauf so viele ab? Die Tour wurde unter anderem von Eastpack gesponsert!!! Unglaublich….

Ich sollte, wie immer trotz der besten Wegbeschreibung nicht direkt zum Ziel finden. Einige Zeit irrten wir durch Mühlheim, wahren ganz in der Nähe, jedoch sofort wieder durch Einbahnstrassen orientierungslos. Wir schafften es dann doch noch und kamen genau zum richtigen Zeitpunkt, der Start der ersten Band dauerte nur noch wenige Minuten. Vorher natürlich, ab zum Converge Stand. Eric kaufte sich Verwunderlicherweise nur ein Shirt, traute er sich nicht?, ich blieb bei meinem geplanten Sachen. Schnell noch einmal zurück zum Auto, die Sachen verstaut und ab ging es in die Konzerthalle. Als erstes gingen Crowpath aus Schweden auf die Bühne. Kaum jemand kannte die Band und das muss wohl auch der Grund gewesen sein warum alle Kids in der hintersten Ecke standen. Ich glaube wenn der Raum noch größer gewesen währe würde die sich auch 5 Kilometer weit weg stellen. Erich vermutete, das hier alle Geklont währen. Ich musste ihm Recht geben, den alle trugen irgendwie schwarz. Selbst die Haare wahren schwarz gefärbt. Alle sahen gleich aus, ich könnte niemanden von denen auseinanderhalten!

Zurück zur Band, vier recht jung aussehende Jungs betraten die Bühne. Sofort legten sie mit ihrem Chaosmetal los, der stellenweise recht Convergemässig rüber kommt. Ich mochte schon die 7inch, auch wenn ihre Hammersongs dort unter dem schlechten Sound leiden. Ja der Sound, der war hier und Live auch nicht besonders gut. Die Band versuchte jedoch ihr bestes und moshte alles in Grund und Boden. Ich glaube nur Eric und ich fanden die wirklich gut. Keiner kam nach vorne und zollte der recht unbekannten Band Respekt. Man merkte schon aufgrund ihrer Performanz das sie wohl noch nicht solange zusammen spielten, aber das war für mich kein Abbruch. Ich glaube das Crowpath mit einem richtig guten Studio Converge das Wasser reichen können. Ich finde sogar das die Band noch ein Stück “härter” zur Sache geht. Viel zu schnell wahr die Show vorbei und hoffe das Band endlich mal eine L.P. aufnehmen werden!

Jetzt bekam ich wieder einmal Hunger und schaffte es den Eric davon zu überzeugen, das es nun wichtig währe einen Imbiss aufzusuchen. Bis zum Anfang von -Paint The Town Red- sollten wir das schon schaffen. Wenn nicht währe es sicherlich auch nicht schlimm die zu verpassen, da wir beide die Band nicht kannten. Ein paar Meter fanden wir eine kleine Pizzeria die uns recht nett erschien. In ihr warteten auch schon ein paar Hardcore Kids auf ihr Essen. Hier wird es sicherlich schnell gehen dachten wir uns und beschlossen uns zu setzten. Nach dem wir unsere Bestellung aufgegeben hatten, viel mir erst auf wie unmotiviert die Frau hinter der Theke an den Pizzen arbeitete. Die hatte wirklich die Schnauze voll! Eine Ewigkeit verging und der Laden wurde immer voller. Ich hatte das Gefühl das die alte Schachtel darauf wartete genug Bestellungen aufzunehmen und dann alles in einem Rutsch zu backen. Oh man! Nach noch längerem warten, kam dann endlich unser Essen. Als ich die Pizza sah musste ich lachen! Das sollte eine große sein? Für den Preis? Hier bekamen Größenordnungen ganz neue Dimensionen…

Wir aßen schnell auf, hatten sicherlich schon was verpasst und löschten diese Bude aus unserm Kopf. Als wir wieder am AZ ankamen fiel mir auf wie viele Menschen nun schon gekommen wahren, sicherlich würde die Bude bald ausverkauft sein. Hoffentlich würden unsere noch kommenden Kölnerkollegen Karten bekommen! Der Witz war, das die Tour nicht nur von -Eastpack - gesponsert, sondern das wir als Stempelersatz alle Neongelbe Armreifen von denen tragen mussten. Wo sind wir den hier, bei U2 ???
Als wir wieder den Konzertraum betraten, war dieser auch schon sehr gut gefüllt. Leider hatten wir -Paint The Town Red- verpasst. Nachdem ich zu Hause den Gratis Sampler von Join The Team Player abspielte und einen Track von denen hörte, war mir klar, das ich was verpasst hatte. Na gut, nun kamen Himsa auf die Bühne. Es reichte mir zu sehen das einer der Gitaristen ein -Grade- Shirt trug, um zu erkennen, das die Band vielleicht nicht schlecht sein würde. Ich hatte ein gutes Gefühl! Als die Band dann loslegte, trauten sich nun auch ein paar Leute mehr vor die Bühne. Himsa spielten ebenfalls Metalcore, jedoch finden sich ansatzweise “melodische” Elemente in ihrer Musik wieder, die das ganze ein wenig auflockerten. Langsam fingen die ersten Zuschauer an wild zu pogen und ich musste mich auch schon wieder aufregen. Was da wieder für Idioten drunter wahren, ist unbeschreiblich. Boxen wild durch die Menge, und wenn man einen von denen am Kragen hat, sind sie klein wie ein Hut! Trotzdem Himsa gefielen mir live recht gut, ob ich mir den Sound jedoch zu Hause auf der Couch anhören könnte, das weis ich nicht.

Wir gingen nach draußen, oder besser gesagt wir versuchten es, denn es fanden sich immer noch mehr Leute ein. Draußen trafen wir dann endlich die “Kölner Jungs” die gerade noch rechtzeitig zu Converge gekommen sind. Vorher sollten noch Caliban spielen, welche mir jedoch nicht als besonders gut empfohlen wurden. Ich ging trotzdem rein und ließ mich eines besseren belehren. Wie konnte es auch anderes, spielte auch diese Band Chaosmetal. Vielleicht sind hier ja doch alle geklont! Die Band spielte sich den Arsch ab und die Gitarren moshten was das Zeug hielt. Die Zuschauer wahren nicht mehr zu halten und drehten nun total durch. Die Musik kam wirklich nicht schlecht, muss ich sagen! Mir wurde es jedoch vor der Bühne zu wild und hatte keine Lust mich heute Abend und vor allem vor Converge zu prügeln. Immer weiter trieb ich in Richtung Türe nach draußen. Dort traf ich dann auch meine Kollegen wieder die schon auf Converge warteten. Nach einer kurzen Umbaupause ging es dann auch schon los.

Als Converge die Bühne betraten brach ein Feuer aus. Alle strömten nach vorne, und vom ersten Akkord an bildete sich ein Megamoshpitt. Leute tanzten wie wild, andere flogen durch die Luft, jedoch ging es für meinen Geschmack um längen friedlicher ab, als bei den anderen Bands! Converge spielten zuerst die Knüppelsongs der neuen L.P., womit sie sofort die Fans auf ihrer Seite hatten. Bei den langsamen doomigen Songs ging die Stimmung für meinen Geschmack etwas in dem schlechten Sound der Halle unter. Stellenweise wahr es ein totaler Brei. Die Band jedoch machte das beste daraus und boten eine super Performance auf der Bühne! Der Sänger rastete total aus und erinnerte mich mit seiner neunen Frisur ein wenig an Carlson vom Dach! Plötzlich stand der sonst eher ruhige Eric neben mir im Unterhemd und rastete total aus. Jetzt konnte mich auch nichts mehr halten und einen Augenblick später fanden wir uns im Moshpit wieder. Ich fühlte mich wie in einem Trance Zustand und dieses Gefühl hatte ich zuletzt bei einem Neurosis Konzert gehabt. Die Band kam ohne zweiten Gitaristen nach Deutschland, jedoch selten haben ich einen zweite Gitarre nicht vermisst. Die Band wahr heute Abend so gut, das es überhaupt nicht auffiel das jemand fehlte. Es ist wie so oft, viel zu schnell ging alles vorbei und am Ende stand ich durchgeschwitzt mit offenen Mund da.

Wir beide verabschiedeten uns recht flott, den Morgen sollte mein erster Arbeitstag in der neune Firma sein. Der Rückweg, oh Wunder, verlief dann jedoch Problemlos……..

Durchde